Freelancer-Tipps: So ĂŒberbrĂŒcken Sie Durststrecken

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SelbstĂ€ndige und Freelancer kennen sie: Durststrecken und Projektflauten – das stĂ€ndige Auf und Ab in der Auslastung. Mal können Sie sich vor Projektanfragen kaum retten, mal gleicht der Projektmarkt einer WĂŒstenlandschaft. Besonders wĂ€hrend der Urlaubszeit. Wie Sie den Schweinezyklus umgehen und Durststrecken produktiv nutzen, lesen Sie in diesem Artikel.


Inhalt des Artikels:

  1. Konzentrieren Sie sich auf Langzeit-Kunden
  2. RĂŒhren Sie die Werbetrommel
  3. Kundenfokus!
  4. Nutzen Sie die ruhigeren Zeiten
  5. Planen Sie Ihre Durststrecke voraus
  6. Sparen statt Protzen

Das Leben als Freelancer ist nicht immer leicht – dafĂŒr abwechslungsreich. Sie kennen das: Manchmal lĂ€uft es rund und Sie können sich vor Arbeit kaum retten. Dann kommen wieder Zeiten, in denen sich alle potentiellen Kunden gegen Sie verschworen zu haben scheinen. Immer ein Projekt in Petto zu haben, fĂ€llt schwer – laut unserer Umfrage empfinden ĂŒber zwei Drittel der Freelancer die Projektakquise als die grĂ¶ĂŸte Herausforderung am Freelancer-Dasein.

Grösste Herausforderungen fĂŒr Freelancer: 
- Projektakquise
- Beruf und Privates trennen
- ScheinselbstÀndigkeit
Die Projektakquise wird als grĂ¶ĂŸte Herausforderung fĂŒr Freelancer eingestuft.
Quelle: Freelancer-Kompass 2020

Das Ziel ist natĂŒrlich ein gesundes Mittelmaß, so viel Auslastung, dass die Work-Life-Balance nicht zu kurz kommt – jedoch genug um davon gut leben zu können. Doch auch wenn sich mal eine Projektdurststrecke einschleicht, bedeutet das nicht das Ende.

Mit unseren Tipps kommen Sie stÀrker aus der Flaute:

1. Konzentrieren Sie sich auf Langzeit-Kunden

Viele verschiedene Projekte zu haben ist toll um die Arbeit abwechslungsreich zu gestalten und kreativ sein zu können. Ihr Fokus sollte jedoch auf langfristigen Projekten liegen. Denn: Kunden zu behalten ist mit wesentlich weniger Aufwand verbunden als neue Kunden zu finden. Fakt ist: Die Zeit, die Sie in die Suche nach kleinen Projekten investieren, bezahlt Ihnen niemand.

Versuchen Sie also, Kunden zu finden, mit denen Sie eine regelmĂ€ĂŸige Zusammenarbeit aufbauen. So ist Ihnen ein monatliches Grundeinkommen (relativ) sicher und Sie sparen sich einen großen Teil der mĂŒhsamen und zeitaufwendigen Suche nach Neukunden.

Zusatztipp: Melden Sie sich regelmÀssig bei ehemaligen Kunden und fragen Sie nach, ob sich ihre Projekte weiterentwickelt haben. Als Insider kennen Sie das Business bereits und haben daher beste Chancen auf potenzielle FolgeauftrÀge.

2. RĂŒhren Sie die Werbetrommel

In Zeiten, in denen es richtig gut lĂ€uft, verfallen viele Freelancer in eine Art Marketing-Lethargie. Die Arbeit ruft, der Rubel rollt — fĂŒr Werbung habe ich keine Zeit. Ein großer Fehler. Marketing sollte fĂŒr Sie zur Routine werden und in Ihren Arbeitsalltag integriert werden. Je regelmĂ€ĂŸiger Sie sich darum kĂŒmmern, desto weniger Zeit mĂŒssen Sie langfristig dafĂŒr aufwenden. Setzen Sie sich einmal die Woche einen Marketing-Terminblocker und automatisieren Sie Marketing-Instrumente wie E-Mails und Social-Media-BeitrĂ€ge, um noch effizienter zu arbeiten.

Bieten Sie immer wieder aktiv Ihre Dienstleistungen an. Warten Sie nicht darauf, dass Ihre Kunden Sie finden, sondern suchen Sie nach Ihren Kunden. Im Zentrum dessen steht natĂŒrlich Ihr Freelancer-Profil, mit dem Sie und Ihre Erfahrung im Netz gesehen werden.

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3. Kundenfokus!

Stecken Sie in einer Projektflaute lohnt es sich, sich einmal in Ihre Kunden hineinzuversetzen. Stellen Sie sich vor, Sie sind Ihr Kunde und besuchen Ihre Webseite bzw. Ihr Profil. Was wird der Kunde dort erleben? Gestalten Sie alle Prozesse lĂŒckenlos und geschmeidig, stellen Sie so viele relevante Informationen wie möglich bereit — sobald irgendwo etwas fehlt oder nicht so funktioniert, wie es soll, ist ein Kunde schneller weg als Sie denken.

Also testen sie: Legen Sie dem Kunden irgendwo Steine in den Weg oder haben Sie ihm alles so leicht wie möglich gemacht? Kann ein interessierter Kunde sich einfach und ausreichend ĂŒber Sie informieren? Wie sieht Ihr Portfolio aus? Kann man Sie problemlos kontaktieren? Wechseln Sie die Perspektive oder lassen Sie, wenn Ihnen die ObjektivitĂ€t dafĂŒr fehlt, Freunde einen Blick darauf werfen. Je einfacher der Zugang zu Ihren und Ihren Angeboten, desto schneller kommen Kunden mit Projekten auf Sie zu.

4. Nutzen Sie die ruhigeren Zeiten

Egal ob Sie im Sommerloch sitzen oder eine Projektflaute ausstehen: Haben Sie alles Mögliche getan, Ihre To-Do Liste abgearbeitet, alle AuftrÀge erledigt und es bleibt nichts produktives mehr zu tun? Arbeiten Sie an Ihren Skills! Das, was Sie von anderen Freelancern unterscheidet sind Ihre FÀhigkeiten, Ihre Erfahrung und Ihre Persönlichkeit. An allen Punkten können Sie arbeiten, wenn Sie wollen. Bilden Sie sich in Ihrem Fachgebiet weiter, um noch kompetenter zu werden. Belegen Sie ein Webinar oder absolvieren E-Learning-Kurse zu Themen, die Sie interessieren und vertiefen Ihr Wissen oder bauen es in neue Richtungen aus. Als Freelancer hat man schliesslich nie ausgelernt. Also: Bevor Sie nichts tun, arbeiten Sie an ihrem Alleinstellungsmerkmal.

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5. Planen Sie Ihre Durststrecke voraus

Sie haben jedes Jahr um die gleiche Zeit eine vorhersehbare Flaute? Merken Sie beispielsweise, dass Ihre Ansprechpartner jedes Jahr im August schwer erreichbar sind und Sie dadurch ausgebremst werden? Oder können Sie saisonbedingt fĂŒr eine bestimmte Zeit keine AuftrĂ€ge akquirieren? Dann planen Sie Ihren Urlaub zukĂŒnftig genau da und machen Sie eine Freelancer-Pause. Ob Sie diese an einem fernen Strand in der SĂŒdsee oder beim Töpferkurs in Bayern verbringen ist egal – wichtig ist nur, dass Sie sich dabei entspannen können. BeschĂ€ftigen Sie sich zur Abwechslung nicht mit Kunden und AuftrĂ€gen. So tanken Sie Energie und können danach frisch erholt zurĂŒck in den Arbeitsalltag starten.

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6. Sparen statt Protzen

Ja, es ist verlockend. Die Projektfluate ist vorbei, Sie haben viel gearbeitet und auch viel Geld verdient. Zeit sich etwas schönes zu gönnen! NatĂŒrlich spricht nichts gegen einen tollen Urlaub oder eine sonstige Belohnung fĂŒr die harte Arbeit. Aber denken Sie daran, dass auch wieder schlechtere Zeiten kommen. Planen Sie also nicht nur die Auftraglage, sondern auch Ihre Finanzen stets voraus, damit Sie wissen, teuer die Belohnung ausfallen darf.

Legen Sie sich fĂŒr die nĂ€chste Durststrecke ein finanzielles Polster an. So trotzen Sie manch schwachen Zeit und kommen trotz schwankender Auslastung gut ĂŒber die Runden. Mehrere Konten können dabei hilfreich sein. Verwalten Sie ihr Einkommen vom Hauptkonto aus und ĂŒberweisen Sie sich beispiel separat ein Gehalt, einen Betrag fĂŒr „schlechte Zeiten“, etwas fĂŒr die Ferien etc. So sparen Sie automatisch Geld an und haben etwas fĂŒr NotfĂ€lle und Investitionen auf der Seite.

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