Arbeitszeugnis für Freelancer – darauf müssen Sie achten!

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Angestellte haben das Recht, nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber ein Zeugnis zu erhalten. Bei Freelancern jedoch sieht die Situation anders aus.

Inhalt des Artikels:

  1. Referenz statt Arbeitszeugnis für Freiberufler
  2. Darauf sollten Freelancer bei Referenzen achten
  3. In einigen Branchen sind mündliche Referenzen üblich
  4. Tipp für Selbständige

Selbständige und Freiberufler benötigen ebenfalls Unterlagen, die ihre Leistungen dokumentieren, um kontinuierlich potentielle Auftraggeber zu gewinnen. Gibt es etwas, das als Arbeitszeugnis für Designer oder Programmierer in Selbständigkeit herhalten kann?

Juristisch steht jedem Angestellten ein Zeugnis zu. Dabei können Angestellte zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Zeugnis wählen. Letzteres kommt nur dann in Frage, wenn die Dauer der Anstellung fundierte Angaben über die erbrachten Leistungen zulässt. 

Referenz statt Arbeitszeugnis für Freiberufler

Inhaltlich besteht das Arbeitszeugnis aus Pflichtangaben, die im Wesentlichen aus der Beschreibung der ausgeführten Tätigkeiten, der Leistungsbeurteilung und der Verhaltensbeurteilung bestehen. Aber auch die Beendigungsformel, die Dank oder sogar Bedauern ausdrücken kann, ist zusammen mit der Formulierung der Zukunftswünsche aussagekräftig. Selbstverständlich sind Ort, Datum und Unterschrift auf dem Schriftstück obligatorisch. 

Für Freelancer ist es unbedingt notwendig, Nachweise über die Art, Qualität und den Erfolg ihrer Dienstleistungen zu erhalten. Kein Kunde wird Ihnen jedoch als Freelancer ein klassisches Arbeitszeugnis ausstellen. Da ein Zeugnis bei einem freiberuflichen Arbeitsverhältnis nicht in Frage kommt, kann es durch ein anderes Dokument ersetzt werden. Alternative zum Arbeitszeugnis zum Beispiel für Programmierer oder Designer, die als Freelancer arbeiten, kann das Referenzschreiben sein. Gleichzeitig bleiben aussagekräftige Arbeitsbeispiele für Freiberufler unabdingbar, um neue Aufträge zu sichern.

Darauf sollten Freelancer bei Referenzen achten

Freiberufler verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit Selbstmarketing. Neben der Dokumentation von Arbeitsproben haben sich berufliche Empfehlungen oder Referenzschreiben etabliert. 

Eine Referenz ist eine freiwillige Leistungsdokumentation und unterliegt keiner festgelegten Struktur. Fragen Sie deshalb den Auftraggeber rechtzeitig nach einem Schriftstück, das Ihre Arbeitsergebnisse festhält. Die Arbeitszeugnis-Pflichtangaben gelten für eine Referenz nicht. Inhaltlich sollten in einem Referenzschreiben aber ähnliche Informationen enthalten sein wie in einem Arbeitszeugnis:

  • Wer ist der Auftraggeber ?
  • In welchem Zeitraum wurde die Dienstleistung erbracht?
  • Wie lautete der Auftrag, worin bestanden die Tätigkeitsfelder konkret?
  • Wie zufrieden war der Auftraggeber mit den Resultaten (Fachkompetenz, Zielerreichung)?
  • Wie war die interne und externe Zusammenarbeit (Mitarbeiter, Projektleiter, Auftraggeber, externe Gesprächspartner)
  • Ansprechpartner und Telefonnummer des Auftraggebers
  • Abschlussformel, Unterschrift

Jetzt downloaden: Vorlage fürs Referenzschreiben

In einigen Branchen sind mündliche Referenzen üblich

Wenn Sie Ihren Auftraggeber darum bitten, dass Sie die Telefonnummer weitergeben dürfen, kann sich ein zukünftiger Arbeitgeber einen persönlichen Eindruck von Ihren Fähigkeiten verschaffen. Sich persönlich informieren zu können, schafft auf Kundenseite Vertrauen und Sicherheit.

Ein Empfehlungsschreiben geht sogar noch über die Referenz hinaus. Es ist an eine konkrete Zielperson gerichtet und deshalb noch wirkungsvoller. 

Optimal ist hier die Bewertungsfunktion von freelancermap, auf die Sie in Ihrem Account-Bereich zugreifen können. Unter „Bewertungslink versenden“ können Sie sich einfach und direkt eine Bewertung Ihrer Auftraggeber einholen.

Tipp für Selbständige: Referenzschreiben selbst vorbereiten

In manchen Unternehmen fehlt es an Zeit, Schriftstücke über die Leistung eines Freelancers zu erstellen, zumal sie dazu auch arbeitsrechtlich nicht verpflichtet sind. Wer eine Referenz statt eines Arbeitszeugnisses erhalten möchte, tut gut daran, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Bereiten Sie also rechtzeitig einen entsprechenden Entwurf unterschriftsreif vor und legen Sie ihn dem Kunden vor. Wenn der Auftraggeber zufrieden war, wird er Sie sicher gerne unterstützen und Ihnen die gewünschte Referenz ausstellen. 

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