Social Media Marketing für Freelancer

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Als Social Media Marketing lassen sich jegliche Werbe-und Kommunikationsmaßnahmen bezeichnen, die von einem Unternehmen oder Freelancer auf Social-Media-Kanälen betrieben werden. Was Marketing im Social Web kann, wie Sie Ihre Zielgruppe identifizieren, die passenden Social-Media-Plattformen finden und welcher Content Sie weiterbringen kann, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.


Inhalt des Artikels:

  1. Vorteile von Social Media Marketing
  2. Basics für gelungenes Social Mediamarketing
    1. Grundlagen erlernen
    2. Zielgruppe analysieren
    3. Strategie zurechtlegen
  3. Contentideen für Social Media Marketing
    1. Weitere Tipps
  4. Fazit

Warum kann Social Media Marketing sinnvoll sein?

Laut einer Studie des Deutschen Institut für Marketing nutzen mittlerweile 78,6% soziale Medien als Kommunikations- und Werbemittel. Richtig eingesetzt können soziale Netzwerke ein ebenso sinnvolles Marketing-Tool für Freelancer sein. Nutzer haben hier die Möglichkeit, ihre Bekanntheit zu steigern, das Image zu pflegen, Kundenanfragen zu generieren, Support zu bieten und die Bindung zu ihren Kunden zu intensivieren. Zudem haben soziale Medien gegenüber dem Suchmaschinen-Marketing und der klassischen Pressearbeit den Vorteil, dass sie Raum für Persönlichkeit lassen.

Wie starte ich bei Social Media als Freelancer durch?

1. Sich die grundlegenden Social-Media und Online-Marketing-Skills aneignen

Vorab gilt, sich ausreichend zu informieren und sich die grundlegenden Online-Marketing-Skills anzueignen. Hierfür gibt es unzählige Möglichkeiten: Videos, Bücher und Webinare, etc. die einen guten Einblick in die Welt des Social Media Marketing bieten.

Empfehlenswert ist hier das Online-Training aus dem Hause Google, das die Grundlagen des Content-Marketing erläutert, die Analyse-Tools von Google vorstellt und auch auf das Schalten von Werbung auf Social Media Plattformen eingeht. Wer die allumfassende kostenlose Online-Schulung mitnehmen möchte, sollte 40 Stunden an Zeit mitbringen. Diese wird jedoch abschließend mit einem Zertifikat belohnt. 

2. Ihre Zielgruppe identifizieren und eine Plattform wählen

Die eigene Zielgruppen zu kennen ist grundsätzlich wichtig. Auch beim Betreiben von Social Media Accounts, da sich Ihr Content zielgerichtet an potentielle Kunden, Freelancer-Kollegen und andere Interessierte richtet. 

Die Social-Media-Zielgruppe lässt sich unter anderem anhand demographischer und weiterer Eigenschaften identifizieren

Eventuell verfügen Sie bereits über Buyer Personas oder Zielgruppen Analysen, die Sie für Ihren Businessplan erstellt haben. Aus diesen lassen sich oftmals nützliche Informationen zum Alter, der Interessen, des Berufs, etc. ableiten. Falls nicht, ist es möglich, die Zielgruppe mittels einiger Fragen einzugrenzen: 

  • In welcher Altersspanne bewegt sich meine Zielgruppe?
  • Welche Berufsgruppe möchte ich ansprechen? 
  • Welche Interessen verfolgt meine Zielgruppe (IT-News, Technologien, Arbeit als Freelancer,…) 
  • Wer profitiert von meinem informativen Content? Wessen Probleme löse ich?
  • In welchen sozialen Medien ist meine Zielgruppe aktiv?

Die richtigen Plattformen wählen – LinkedIn, Twitter, Pinterest? 

Sobald die Zielgruppe identifiziert ist, können die sozialen Plattformen, auf denen sich künftig Ihr Social Media Marketing abspielt, ausgewählt werden. Gerade in IT-Kreisen und im B2B-Bereich sollte eher auf Social-Media-Kanäle und Business-Netzwerke wie Facebook, Twitter und LinkedIn zurückgegriffen werden. Auf Plattformen wie Instagram und Pinterest sind vermehrt B2C Unternehmen und Freelancer aus der Kreativbranche zu finden. Grundlegend kann gesagt werde, dass sich Facebook dafür eignet, um mit Branchenkollegen zu kommunizieren und den eigenen Werbeauftritt zu pushen, während sich Business Netzwerke wie LinkedIn eher anbieten, um Kontakt zu potentiellen Auftraggebern herzustellen.

Beim Thema Social Media Marketing geht es nicht darum, überall präsent zu sein – viel sinnvoller ist es, sich auf eine überschaubare Zahl an Profilen in wenigen Netzwerken zu beschränken, darin aber auf eine kontinuierliche und aktive Interaktion und Kommunikation zu setzen. Sorgen Sie für Vernetzung, indem über gemeinsame Interessen und Tätigkeitsfelder gesprochen wird.

Business-Netzwerke wie LinkedIn haben zusätzlich den Vorteil, Usern einen gut strukturierten Überblick über Sie als Person zu geben. Aus diesem Grund sollte Ihr Profil regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden.

3. Social Media Strategie zurechtlegen

Nachdem die Zielgruppe definiert und die passenden sozialen Netzwerke gefunden wurden, geht es ins Detail: 

  • Ziele setzen – Was möchte ich mit meiner Marketing Strategie erreichen? (Reichweite generieren, Interaktion steigern, Internetpräsenz zeigen, Kundenbindung aufbauen, etc.) 
  • Content planen – Was möchte ich teilen? Wie oft möchte ich etwas teilen? Welcher Content bietet Mehrwert für meine Community?  
  • Ergebnisse überprüfen durch Social Media Monitoring Tools – Was habe ich durch meine bisherige Social Media Strategie erreicht? Kann ich meine Strategie optimieren? 

Tipp: So gut wie jedes soziale Netzwerk bietet sein eigenes Social-Media-Monitoring-Tool an, in dem der Erfolg von Beiträgen abgelesen werden kann. 

Welcher Content eignet sich für Social Media Marketing?

Primär geht es beim Social Media Marketing als Freelancer nicht darum, Aufträge zu ergattern und für seine Dienstleistung zu werben, sondern darum, positive Kontakte zu knüpfen, individuell zu kommunizieren, Präsenz zu zeigen und auf Ihre Expertise aufmerksam zu machen. Daran sollte sich auch der Content Ihres Social Media Auftritts orientieren. Die Kunst bei jeglichen Social-Media-Aktivitäten besteht darin, den richtigen Ton der Plattform zu treffen und das richtige Verhältnis zwischen Authentizität, Offenheit und Unaufdringlichkeit zu schaffen.

Mögliche Ideen für Social Media Postings wären beispielsweise kommentierte Neuigkeiten aus der Branche, Neuigkeiten zu Ihrer Person oder Ihrem Produktportfolio. Zudem leben die sozialen Netzwerke von Bildern und Videos – Mit Tools wie Canva lassen sich interessante und branchenrelevante Statistiken und Zahlen in anschauliche Infografiken verwandeln. Persönlichkeit bringen beispielsweise Bild- und Videobeiträge aus dem Alltag oder Business-Veranstaltungen in Ihren Content.

Content Ideen für Social Media Marketing

Weitere Tipps zum Content

  • Recherchieren Sie in ihrem bestehenden Kundenportfolio – Wem folgen Ihre Kunden, was posten jene Seiten und Personen, daraus ergeben sich oftmals wertvolle Tipps und Ideen für Ihr Social Media Profil!
  • Themenfelder wie Politik, Religion und psychische Befindlichkeiten können die Grundlage für hitzige Diskussionen sein – Seien Sie hier eher vorsichtig. 
  • Langer Atem zahlt sich aus – regelmäßige, relevante Postings und Interaktion und auf den gewählten Social-Media-Plattformen sorgen dafür, dass Sie im Gedächtnis bleiben.

Sie sind bereits fit im Bereich Social Media Marketing und Sie sind auf der Suche nach Projekten?

Fazit

Social Media Marketing kann ergänzend zu bestehenden Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen genutzt werden, jedoch ersetzt die Kommunikation via sozialer Netzwerke keineswegs den persönlichen Kontakt zum Kunden. Wenden Sie daher nicht zu viel Zeit für Ihre Social-Media-Aktivitäten auf, um sich weiterhin auf Ihre Kernkompetenz konzentrieren zu können.

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Über den Autor

Elena Pruchniewski

Elena Pruchniewski studiert Technikjournalismus und PR an der TH in Nürnberg und ist als Werkstudentin im Bereich Online- und Social  Media-Marketing tätig. Damit ist sie seit April 2019 ein Teil des freelancermap-Teams.

Von Elena Pruchniewski

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