Was macht ein Wirtschaftsmathematiker?

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Wirtschaftsmathematiker sind Mathematiker, die einerseits über ein tiefes Wissen hinsichtlich mathematischer Theorien verfügen, jedoch gleichzeitig auch betriebswirtschaftliche Expertise aufweisen. Dadurch sind sie als Bindeglied zwischen der Ökonomie und der theoretischen Mathematik tätig.

Berufsbild

Wirtschaftsmathematiker sind Problemlöser, die sich komplexen wirtschaftlichen Fragestellungen mit den Werkzeugen der Mathematik nähern. So sind sie in der Lage, Probleme zu quantifizieren und dann mit verschiedenen mathematischen Ansätzen, meist aus dem Gebiet der Stochastik, zu lösen.

Eine Übersicht über Aufgaben, Skills, Voraussetzungen und Gehalt des Wirtschaftsmathematikers
Berufsbild Wirtschaftsmathematiker im Überblick

Aufgaben und Tätigkeiten

Grundsätzlich ist die Aufgabe eines Wirtschaftsmathematikers entweder die quantitative Erfassung einer wirtschaftlichen Problemstellung, die er genau definiert oder eine qualitative Bestandsaufnahme. Diese widmet sich in der Regel einem wirtschaftlichen Vorgang, der allgemeingültig ist.

Wirtschaftsmathematiker übersetzen so Projekte in Zahlen und erstellen Analysen sowie Reports, die Potenziale und Realisierungschancen erörtern. Damit helfen sie Unternehmen bei der Optimierung ihrer innerbetrieblichen Prozesse und der Planung der Unternehmensstrategie. Sie übernehmen aber auch Entwicklungstätigkeiten und sind in der Lage, beispielsweise neue Applikationen und Produkte im IT-Bereich mitzugestalten.

Wirtschaftsmathematiker sind überall dort angestellt, wo sie bestehende Unternehmensstrategien oder Prozesse verbessern sollen. Zudem sind sie oftmals mit der Vorhersage von Marktentwicklungen betraut, was zur Folge hat, dass sie häufig in besonders wettbewerbsorientierten Märkten arbeiten. Vor allem im medizinischen Bereich oder in der Energiebranche, aber auch bei Finanzunternehmen wie Banken oder Fin-Techs sind diese Voraussetzungen gegeben.

Welche Aufgaben hat ein Wirtschaftsmathematiker?

  • Wirtschaftliche Problemstellungen mathematisch erfassen und lösen
  • Problemanalysen
  • Reporting
  • Optimierung von Unternehmensstrategie und Prozessen
Die Aufgaben eines Wirtschaftsmathematikers
Diese Aufgaben fallen für einen Wirtschaftsmathematiker an

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Hard Skills und Soft Skills

Zu den Hard Skills eines Wirtschaftsmathematikers gehören zweifelsfrei tiefgehende Kenntnisse auf dem Bereich der Mathematik, vor allem auf dem Feld der Stochastik. Auch betriebs- oder auch volkswirtschaftliches Wissen und Kenntnisse im Bereich Informatik sind wichtige Voraussetzungen. Zu den Soft Skills gehören idealerweise ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, eigenständig und genau arbeiten zu können.

Was muss ein Wirtschaftsinformatiker können?

  • Tiefgehende Kenntnisse in der Mathematik
  • Betriebs- und Volkswirtschaftliches Wissen
  • Informatikkenntnisse
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Genauigkeit
Die Skills eines Wirtschaftsmathematikers
Diese Skills sollte ein Wirtschaftsmathematiker mitbringen

Voraussetzungen

Wirtschaftsmathematiker absolvieren ein Studium im Bereich Wirtschaftsmathematik oder Mathematik, BWL, Rechnungswesen oder ähnlichen Fachbereichen. Diese Studiengänge werden primär an Universitäten angeboten. Oftmals ist es möglich, weitere Wahlfächer zu belegen. Dazu gehören Marktforschung, Taxation oder Steuerwesen. In vielen dieser Bereiche beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit Themen aus den Bereichen Statistik, Informatik oder Analysis.

Die Voraussetzungen, die ein Wirtschaftsmathematiker erfüllen muss
Voraussetzungen, die ein Wirtschaftsmathematiker in der Regel erfüllen muss

Mühsame Projektakquise?

Spezialisiering

Eine Spezialisierung kann innerhalb der mathematischen Disziplinen, wie der Statistik erfolgen, aber auch hinsichtlich Branchen. So ist es als Wirtschaftsmathematiker möglich an der Börse zu arbeiten, aber auch in der reinen Forschung, im Consulting, bei Banken und in vielen anderen Bereichen. Ein Masterabschluss ist empfehlenswert. Oftmals profitieren Wirtschaftsmathematiker auch von einem Doktortitel.

Gehalt

Das Einstiegsgehalt von Wirtschaftsmathematikern liegt bei etwa 50.000 Euro pro Jahr. Das Durchschnittsgehalt bewegt sich in Regionen um die 65.000 Euro. Wer ein Topgehalt bezieht, erhält 100.000 Euro brutto im Jahr. Letztlich sind diese Zahlen aber nur grobe Richtwerte, denn die Gehälter sind von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Dazu gehören der Grad des akademischen Abschlusses, die Branche und die jeweilige Erfahrung des Wirtschaftsmathematikers.

Wie viel verdient ein Wirtschaftsmathematiker?

Einstiegsgehalt50.000 €
Durchschnittsgehalt65.000 €
Top Gehalt100.000 €

Wie viel verdient ein Wirtschaftsmathematiker als Freelancer?

Der durchschnittliche Freelancer Stundensatz eines Wirtschaftsmathematikers beträgt 99 Euro. Hochgerechnet auf einen 8-Stunden-Tag liegt damit der Tagessatz bei rund 792 Euro (freelancermap Preisindex – Stand Dezember 2019).

Q1 Median Durchschnitt Q3
Wirtschaftsmathematiker Stundensatz 63 € 80 € 99 € 100 €

Q1 bedeutet, dass 25 Prozent der Gehälter unter diesem Wert liegen. Q3 bedeutet, dass 25 Prozent der Gehälter über diesem Wert liegen. Der Median bezeichnet die Mitte aller Daten; 50 Prozent liegen darüber bzw. darunter. Der Mittelwert ist der Durchschnittswert.

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