Was macht ein Wirtschaftsmathematiker?
Ein Wirtschaftsmathematiker verbindet mathematische Methoden mit betriebs- und volkswirtschaftlichen Fragestellungen. Er analysiert komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge, entwickelt quantitative Modelle und unterstützt Unternehmen bei strategischen Entscheidungen.
Das Wichtigste in Kürze
- Wirtschaftsmathematiker modellieren wirtschaftliche Fragestellungen mathematisch
- Schwerpunkte liegen in Statistik, Stochastik und Datenanalyse
- Einsatzgebiete sind u.a. Finanzwirtschaft, Versicherungen, Energie und Beratung
- Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt bei 54.600 Euro brutto
Berufsbild
Wirtschaftsmathematiker sind Spezialisten für quantitative Analysen. Sie übertragen ökonomische Problemstellungen in mathematische Modelle und werten große Datenmengen aus.
Sie arbeiten häufig an der Schnittstelle von Mathematik, Statistik, Informatik und Ökonomie. Im Unterschied zum reinen Mathematiker liegt der Fokus stärker auf praktischen Anwendungen in Unternehmen.

Aufgaben und Tätigkeiten
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Grundsätzlich ist die Aufgabe eines Wirtschaftsmathematikers entweder die quantitative Erfassung einer wirtschaftlichen Problemstellung, die er genau definiert oder eine qualitative Bestandsaufnahme. Diese widmet sich in der Regel einem wirtschaftlichen Vorgang, der allgemeingültig ist.
Wirtschaftsmathematiker übersetzen so Projekte in Zahlen und erstellen Analysen sowie Reports, die Potenziale und Realisierungschancen erörtern. Damit helfen sie Unternehmen bei der Optimierung ihrer innerbetrieblichen Prozesse und der Planung der Unternehmensstrategie. Sie übernehmen aber auch Entwicklungstätigkeiten und sind in der Lage, beispielsweise neue Applikationen und Produkte im IT-Bereich mitzugestalten.
Wirtschaftsmathematiker sind überall dort angestellt, wo sie bestehende Unternehmensstrategien oder Prozesse verbessern sollen. Zudem sind sie oftmals mit der Vorhersage von Marktentwicklungen betraut, was zur Folge hat, dass sie häufig in besonders wettbewerbsorientierten Märkten arbeiten. Vor allem im medizinischen Bereich oder in der Energiebranche, aber auch bei Finanzunternehmen wie Banken oder Fin-Techs sind diese Voraussetzungen gegeben.
Welche Aufgaben hat ein Wirtschaftsmathematiker?
- Entwicklung mathematischer Modelle
- Durchführung statistischer Analysen
- Simulation von Markt- oder Risikoszenarien
- Erstellung von Prognosen
- Reporting und Visualisierung von Ergebnisse
- Optimierung von Geschäftsprozessen
- Beratung von Management oder Fachabteilungen

Anforderungen und Kompetenzen
Zu den Hard Skills eines Wirtschaftsmathematikers gehören zweifelsfrei tiefgehende Kenntnisse auf dem Bereich der Mathematik, vor allem auf dem Feld der Stochastik. Auch betriebs- oder auch volkswirtschaftliches Wissen und Kenntnisse im Bereich Informatik sind wichtige Voraussetzungen.
Zu den Soft Skills gehören idealerweise ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, eigenständig und genau arbeiten zu können.
Was muss ein Wirtschaftsinformatiker können?
- Tiefgehende Kenntnisse in der Mathematik
- Programmierkenntnisse
- Datenanaylse und Modellierung
- Betriebs- und Volkswirtschaftliches Wissen
- Analytisches Denken
- Abstraktionsvermögen
- Präzision
- Eigenständige Arbeitsweise

Ausbildung und Voraussetzungen
Wirtschaftsmathematiker absolvieren ein Studium im Bereich Wirtschaftsmathematik oder Mathematik, BWL, Rechnungswesen oder ähnlichen Fachbereichen. Diese Studiengänge werden primär an Universitäten angeboten.
Oftmals ist es möglich, weitere Wahlfächer zu belegen. Dazu gehören Marktforschung, Taxation oder Steuerwesen. In vielen dieser Bereiche beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit Themen aus den Bereichen Statistik, Informatik oder Analysis.

Spezialisierung
Eine Spezialisierung kann innerhalb der mathematischen Disziplinen, wie der Statistik erfolgen, aber auch hinsichtlich Branchen. So ist es als Wirtschaftsmathematiker möglich an der Börse zu arbeiten, aber auch in der reinen Forschung, im Consulting, bei Banken und in vielen anderen Bereichen. Ein Masterabschluss ist empfehlenswert. Oftmals profitieren Wirtschaftsmathematiker auch von einem Doktortitel.
Gehalt
Das Einstiegsgehalt von Wirtschaftsmathematikern liegt bei etwa 47.300 Euro pro Jahr. Das Durchschnittsgehalt bewegt sich in Regionen um die 54.600 Euro. Wer ein Senior-Gehalt bezieht, erhält über 65.000 Euro brutto im Jahr.
Letztlich sind diese Zahlen aber nur grobe Richtwerte, denn die Gehälter sind von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Dazu gehören der Grad des akademischen Abschlusses, die Branche und die jeweilige Erfahrung des Wirtschaftsmathematikers.

Wie viel verdient ein Wirtschaftsmathematiker?
| Erfahrung | Gehalt |
| Einsteiger | 47.300€ |
| Durchschnitt | 54.600€ |
| Senior | 65.800€ |
Wie viel verdient ein selbstständiger Wirtschaftsmathematiker?
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beträgt der Tagessatz hochgerechnet auf einen 8-Stunden-Tag.