Umsatzsteuer ID

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Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (auch Umsatzsteuer ID oder USt-ID) vergibt das Bundeszentralamt für Steuern.


Inhalt des Artikels:

  1. Was ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer?
  2. Wer benötigt eine USt-ID?
  3. Was ist der Unterschied zur Steuernummer?
  4. Wie ist die Umsatzsteuer ID aufgebaut?
  5. Die USt-ID im Impressum

Was ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer?

Das Bundeszentralamt für Steuern definiert die Umstatzsteuer-Identifikationsnummer als

ein eindeutiges Identifikationsmerkmal für EU-Unternehmer im Bereich der Umsatzsteuer. Sie dient der Abwicklung von innergemeinschaftlichen Leistungen.

Bundeszentralamt für Steuern

Wer in einem Land der EU Geschäftsleistungen erbringen will, braucht also eine Umsatzsteuer-ID um bei innereuropäischen Transaktionen die Umsatzsteuer richtig abwickeln zu können. Einem Unternehmen steht es im Geschäftsverkehr in Deutschland frei, entweder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder die Steuernummer auf Rechnungen auszuweisen. Während für die Vergabe der Steuernummer das zuständige Finanzamt verantwortlich zeichnet, vergibt die USt-IdNr auf Antrag das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Im europäischen Ausland müssen Unternehmen hingegen verpflichtend die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben.

Sie USt-ID kennzeichnet Firmen innerhalb Europäischen Union und erlaubt die Identifikation von Unternehmen über das MwSt-Informationsaustauschsystem (MIAS), aber auch über das Bundeszentralamt für Steuern. 

Wer benötigt eine USt-ID?

Die USt-ID findet im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen im EU-Raum Anwendung. Umsatzsteuerpflichtige Firmen sind über sie in der Lage, ihre Besteuerung problemfrei abzuwickeln. Im Handel zwischen Unternehmen ist über die USt-IdNr eine Befreiung von der Umsatzsteuer und die Bestimmung es Leistungsortes möglich. In einigen Fällen findet eine Umkehr der Steuerschuld statt, sodass der Leistungsempfänger die Steuerschuld zu tragen hat. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Reverse Charge-Verfahren. Voraussetzung hierfür ist die Angabe der USt-IdNr beider beteiligter Unternehmen.

Was ist der Unterschied zur Steuernummer?

Während die Steuernummer vom jeweiligen Finanzamt zugewiesen wird, vergibt das Bundeszentralamt für Steuern die USt-IdNr. Dazu muss das jeweilige Unternehmen sie jedoch erst beantragen. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer kennzeichnet ein Unternehmen im Speziellen. Die Steuernummer hingegen Privatpersonen. Die USt-ID findet im europaweiten Geschäftsverkehr Anwendung. Dabei sind die USt-IDs beider im Geschäft involvierten Unternehmen auf der Rechnung anzugeben, wo sie die Steuernummer ersetzt. Eine Erwähnung der Umsatzsteuer ID auf dem Briefkopf ist rechtlich nicht ausreichend.

Im grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr innerhalb der EU können sich Firmen über die USt-ID vom korrekten Namen und der richtigen ID des Geschäftspartners versichern. Dies geschieht über eine sogenannte qualifizierte Anfrage beim entsprechenden Service. 

Wie ist die Umsatzsteuer ID aufgebaut?

Der Aufbau der ID folgt stets dem gleiche Muster. Die ersten beiden Stellen bildet der Ländercode, beispielsweise DE für Deutschland, gefolgt von neun Ziffern. Damit unterscheidet sich die USt-ID von Steuernummern, aber auch der Steuer-ID. Beide weisen üblicherweise nur Ziffern auf und sind länger.

Aufbau der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-Id).

Die USt-ID im Impressum

Gesetzlich ist ein Unternehmen, dem eine Umsatzsteuer-ID zugeteilt wurde, zur deren Angabe im Impressum verpflichtet. Sollte es die ID nicht angeben, können Abmahnungen ausgesprochen werden. Die Steuernummer oder die Steuer-ID muss hingegen nicht angegeben werden.

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