Lohnsteuer

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Im Gegensatz zur Einkommensteuer für Freelancer, müssen sich Unternehmen mit Angestellten mit der Lohnsteuer beschäftigen. Sie bezeichnet die Steuern auf der Einkunft des Abeitnehmers und wird drekt auf den ausgezahlten Gehältern erhoben. Der Arbeitgeber übermittelt den Lohnsteuerbetrag seiner Mitarbeitenden direkt ans Finanzamt.


Inhalt des Artikels:

  1. Was ist die Lohnsteuer?
  2. Wer muss Lohnsteuer zahlen?
  3. Die verschiedenen Lohnsteuerklassen
    1. Lohnsteuerklasse I
    2. Lohnsteuerklasse II
    3. Lohnsteuerklasse III
    4. Lohnsteuerklasse IV
    5. Lohnsteuerklasse V
    6. Lohnsteuerklasse VI?
  4. Fristen der Lohnsteuer
  5. Was ist die Lohnsteuer?

    Bei der Lohnsteuer handelt es sich nicht um eine unabhängige Steuer. Sie zählt als eine Variante der Einkommensteuer und ist vom Einkommen einer Person abhängig. Steuerrechtlich gesehen schuldet sie der Arbeitnehmer aufgrund seines verdienten Gehalts dem Finanzamt. Die Lohnsteuer wurde 1919 im Rahmen einer umfangreichen Finanzreform eingeführt. Die Verwaltung obliegt den Ländern, die Einnahmen gehen jedoch zu jeweils 42,5 Prozent an Bund und Länder, während die Gemeinden 15 Prozent für sich vereinnahmen.

    Wer muss Lohnsteuer zahlen?

    Alle natürlichen Personen, die aus nichtselbständiger Arbeit Einnahmen erzielen, unterliegen in Deutschland der Lohnsteuerpflicht. Die genaue Definition der qualifizierten Berufe liefert das Einkommensteuergesetz. Von der Lohnsteuer betroffen ist die Einkunft, also der Lohn eines Arbeitnehmers, aber auch Gratifikationen, die er von seinem Arbeitgeber erhält. Der Arbeitnehmer gilt demzufolge als der Steuerschuldner. Die Steuer wird aber vom Arbeitgeber direkt an das Finanzamt überwiesen.

    Fällig wird die Lohnsteuer immer dann, wenn der Arbeitnehmer sein Gehalt erhält. Dadurch erklärt sich der Umstand, dass sie direkt von selbigem abgezogen wird. Der Arbeitnehmer sieht den Lohnsteuerbetrag nicht auf seinem Konto – da dieser direkt an das verantwortliche Finanzamt abfließt – er wird aber, zusammen mit den anderen Abzügen, auf seinem Gehaltsnachweis ausgewiesen.

    Die verschiedenen Lohnsteuerklassen

    Obgleich jeder Angestellte in einem abhängigen Arbeitsverhältnis lohnsteuerpflichtig ist, zahlt nicht jeder Lohnsteuerpflichtige die gleiche Lohnsteuer. Insgesamt existieren sechs verschiedene Lohnsteuerklassen. Wer in welche Steuerklasse eingeteilt wird ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Massgebend sind z.B. der Familienstand und die Höhe des Bruttoeinkommens oder die Höhe der Einkuft des (Ehe-)Partners.

    Es gibt sechs Steuerklassen in Deutschland. Faktoren für die Einteilung sind der Familienstand, aber auch das Einkommen und die Art des Jobs.

    Wer gehört zu Lohnsteuerklasse I?

    In die erste Kategorie fallen alle Arbeitnehmer, die ledig, verwitwet, geschieden oder dauerhaft getrennt leben.

    Wer gehört zu Lohnsteuerklasse II?

    Hier finden sich alle Arbeitnehmer, für die der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende anzuwenden ist.

    Wer gehört zu Lohnsteuerklasse III?

    Die Steuerklassen 3 und 5 sind vor allem für Verheiratete attraktiv, bei denen einer der beiden Partner deutlich mehr verdient als der andere. Der Besserverdiener kann dann in die Steuerklasse 3 eingestuft werden. Auf sie entfällt die geringste Besteuerung. Für den jeweiligen Partner gilt dann automatisch die Steuerklasse 5. Eine solche Kombination wählen Ehepartner vor allem dann, wenn die Einkommen weit auseinander liegen. Die steuerliche Gesamtlast ist in diesem Fall geringer als in anderen Kombinationen.

    Wer gehört zu Lohnsteuerklasse IV?

    Verheiratete, deren Einkommen sich auf gleichem Niveau befindet, fallen in der Regeln in die Steuerklasse 4. 

    Wer gehört zu Lohnsteuerklasse V?

    Hier gilt wieder der Grundsatz, der bei Steuerklasse 3 Anwendung findet. Lohnsteuerklasse 5 eignet sich für Verheiratete mit stark unterschiedlich hohen Einkommen. Der finanziell schwächere Part fällt dann in die Lohnsteuerklasse 5.

    Wer gehört zu Lohnsteuerklasse VI?

    Haben Arbeitnehmer mehrere Jobs und somit verschiedene Arbeitgeber, werden sie in die Lohnsteuerklasse 6 eingestuft. Ausserdem werden Arbeitnhemer in diese Kategorie eingestuft, wenn die Lohnsteuerabzugsmerkmale nicht auf elektronischem Wege dem Finanzamt zur Verfügugn gestellt werden und sie somit nicht identifiziert werden können. Die Lohnsteuerklasse 6 hat die höchsten Abzüge.

    Fristen der Lohnsteuer

    Die Lohnsteuer muss bis zehn Tage nach verstrichener Anmeldefrist zur Lohnsteueranmeldung auf digitalem Weg geleistet werden. Der Anmeldezeitraum ist der jeweilige Kalendermonat. Nur in Ausnahmefällen gilt er jährlich oder quartalsweise.

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