Freelancing und Krankenversicherung – wie die Sicherheit bleibt

F

Durch die sogenannte Versicherungspflicht in Deutschland wird das Thema Krankenversicherung zum festen Begleiter eines jeden Selbstständigen. Ob nun neu im Geschäft oder als Freelancer bereits lang erfahren – man stellt sich berechtigterweise hierzu immer neue Fragen. So ist zum Auftakt einer Selbstständigkeit oftmals grundlegend die Frage nach Veränderungen in der aktuellen Krankenkasse zwecks Versicherungsstatus und den dazugehörigen Beitragskosten. Lang erfahrene Freelancer hingegen stellen sich eventuell die Frage, ob z.B. eine Rückkehr aus der privaten Versicherung in die gesetzliche noch möglich ist und unter welchen Voraussetzungen.

Anzeige

Pauschale Antworten auf diese Fragen lassen sich im Netz zwar immer finden. Doch welche Form der Krankenversicherung für die eigene berufliche Situation die richtige ist oder welcher Versicherungsstatus als Freelancer überhaupt vorliegt oder benötigt wird, ist bei der Selbstständigkeit sehr individuell. Dies kann sich je nach Auftragslage, Umsätzen und Gewinnen zudem wieder schnell ändern.

Damit die Sicherheit in der Krankenversicherung als Freelancer erhalten bleibt, Überraschungen bei Beitragszahlungen vermieden werden und bewusste Entscheidungen für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung getroffen werden, sind hier gute Tipps zusammengestellt – für neue und erfahrene Selbstständige.

Freelancing und Krankenversicherung – neu im Geschäft?

Ob neben- oder hauptberuflich – der Arbeitsmarkt für Freelancer boomt. Neben den Vorteilen des eigenen Chefseins, der freien Zeiteinteilung und der Projektwahl nach persönlichen Stärken gibt es auch einige organisatorische To Do´s zu beachten. Denn spätestens seit der Einführung der Versicherungspflicht in Deutschland kommt auch der Aspekt der Krankenversicherung mit dazu.

Beschäftigt man sich das erste Mal mit diesem Thema, kommen schnell einige Fragen auf: „Eine Versicherung habe ich bereits, was muss ich nun tun?“, „Ist für mich eine private oder gesetzliche Krankenversicherung besser, wo liegen die Unterschiede?“ oder „wie viel Beitrag ist für die Versicherung im „neuen Arbeitsstatus“ zu bezahlen?“.

Da sich hier leider keine pauschale Antwort „googeln“ lässt, ist eine individuelle Beratung empfehlenswert. Denn was alle Freelancer schon heute gemeinsam haben: ihr Krankenversicherungsstatus ist in der Regel auf die neue Jobsituation entsprechend anzupassen. Kümmert man sich hierzu fristgerecht, spart man sich gleich bürokratische Mehraufwände und gegebenenfalls sogar unliebsame Nachzahlungen.   

Was genau kann man als Freelancer also tun, um für seine persönliche Lebens- und Arbeitssituation das Passende in Sachen Krankenversicherung zu finden? Und wie kann man mit einfachen Schritten einen möglichen Statuswechsel in der Krankenversicherung überprüfen?

Wir haben einen Tipp: das Freelancer-Tool der Siemens-Betriebskrankenkasse und ihre persönliche Beratung.

SBK-Freelancer-Tool – schneller Status-Check deiner Krankenversicherung

Das SBK-Freelancer-Tool verspricht Freelancern und denen, die es gerade werden, eine Beurteilung ihrer Krankenversicherung(-spflicht). Das heißt, man erfährt hierbei, ob und was sich aufgrund der Freelancer Tätigkeiten in der Krankenversicherung ändern könnte. Das individuelle Ergebnis erhält man sofort online und wird bei komplexeren Jobkonstellationen durch eine persönliche Beratung von Versicherungsexperten der SBK begleitet.

SBK-Freelancer-Tool: und so einfach geht’s!

Mit nur einem Klick erreicht man das SBK-Freelancer-Tool. Hier gibt man für den Status-Check alle relevanten Daten ein – hierzu zählt z.B. der aktuelle Versicherungsstatus, Details zu zeitlichen und finanziellen Umfängen der geplanten Tätigkeit und zu parallel bestehenden Beschäftigungen. Für die persönliche Beratung in komplexeren Sachverhalten werden noch die Kontaktdaten benötigt und nach nur einem weiteren Klick erhält man sofort sein persönliches Ergebnis.

Es zeigt an, ob Anpassungen im Krankenversicherungsstatus erforderlich werden oder nicht. Bei Bedarf erfolgt im Anschluss noch eine telefonische Beratung der Versicherungsexperten der SBK. Hier werden im direkten Gespräch noch weitere wertvolle Kniffe zum Handling der Krankenversicherung als Freelancer mitgegeben – gemünzt auf die eigene individuelle Situation. 

Wichtig zu wissen: der Datenschutz und die Vertraulichkeit sind im SBK-Freelancer-Tool immer gewährleistet.

Für die Planungssicherheit geht´s hier entlang.

Crashkurs: Krankenversicherung für Freelancer – was verändert sich?

Eine einfache Antwort auf diese Frage: es kann, aber muss keine Veränderung für die Krankenversicherung bedeuten. Hierzu sind weitere Faktoren zu berücksichtigen.

Ausgangslage für eine Beurteilung der Krankenversicherung ist immer der aktuelle Versicherungsstand: hier gibt es unterschiedliche Status wie „familienversichert, pflicht- oder freiwillig versichert.“ Jeder Status bringt unterschiedliche Beitragszahlungen mit sich, z.B. ist eine Familienversicherung in der Regel kostenfrei. Der aktuelle Status spiegelt meistens auch den Berufs- oder Ausbildungsstatus wider: d.h. man geht noch zur Schule oder studiert, man ist in einem Angestelltenverhältnis oder bereits klassisch als Selbstständiger hauptberuflich tätig.

Kommt hier nun eine Freelancer Tätigkeit hinzu, gelten unterschiedliche Verdienstgrenzen und Arbeitsumfänge, die zur Beurteilung der Krankenversicherung herangezogen werden. Das Thema ist von Fall zu Fall unterschiedlich zu beurteilen, weshalb eine persönliche Betrachtung der individuellen Situation und ein Austausch mit einer Krankenkasse immer sinnvoll sind.

Für einen schnellen Status-Check steht das SBK-Freelancer-Tool kostenfrei zur Verfügung.   

Das Ergebnis: Statuswechsel in der Krankenversicherung?

Ergibt der Status-Check, dass es sich um eine hauptberufliche Selbstständigkeit handelt, ist die Krankenversicherung in der Regel anzupassen. Das heißt, es ergeben sich u. a. Veränderungen im Krankenkassenbeitrag. Dies gilt im Regelfall nur für die gesetzliche und nicht für die private Krankenversicherung.

Als gesetzlich Versicherter ist die Höhe der Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung als Selbstständiger vom Einkommen abhängig. Das heißt, der Beitrag wird aus dem Beitragssatz der Krankenkasse und der Höhe des Gesamteinkommens berechnet. Neben dem Brutto-Gewinn werden zudem Zinseinnahmen, Mieteinnahmen oder sonstige Einkünfte zum Gesamteinkommen gerechnet. Das Gesamteinkommen wird nur bis zur Höhe der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 4.537,50 € (für 2020: 4687,50 €) berücksichtigt. Liegt das Einkommen darunter, richten sich die Beiträge nach der Höhe der tatsächlichen Einkünfte. Die untere Grenze zur Beitragsberechnung liegt bei monatlich 1.038,33 € (für 2020: 1061,67 €).

Im Vergleich dazu orientiert sich der Beitrag für privat Versicherte nicht am Einkommen, sondern wird durch andere Faktoren, wie z.B. den Umfang der versicherten Leistungen, das Alter oder den persönlichen Gesundheitszustand bestimmt.

Ein Faktencheck – gesetzliche oder private Krankenversicherung?

Aus der privaten Krankenversicherung kann man nur in seltenen Fällen wieder in die gesetzliche Versicherung zurück wechseln. Deshalb empfiehlt sich, neben dem konkreten Beitrag oder den Tarifdetails beider Versicherungsformen, folgende Fakten für eine Entscheidung zu berücksichtigen:

  • Bleibt das Einkommen gleich oder steigt es, sodass mit zunehmendem Alter auch wachsende Kosten für eine private Krankenversicherung finanzierbar bleiben (denn eine spätere Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich)?
  • Wie steht es um die Gesundheit? Hier sollte an chronische Erkrankungen und Vorerkrankungen gedacht werden – diese können einen privaten Versicherungstarif ansteigen lassen oder eine Ablehnung bedeuten.
  • In welcher familiären Situation befindet man sich? Möchte man von einer kostenfreien Versicherung für den Ehepartner und den Nachwuchs profitieren, was nur in der gesetzlichen Versicherung in vielen Fällen möglich ist?
  • Faktor Zeit: Ist man bereit, Zeit für Arzt- oder Medikamentenausgaben aufzubringen, um mit der privaten Krankenversicherung regelmäßig abzurechnen?
  • Wie ist die finanzielle Situation? Hat man immer die finanziellen Reserven, beim Arzt und in der Apotheke in finanzielle Vorleistung zu gehen, bis die Beträge von der privaten Versicherung erstattet werden?

Erfahrene Freelancer und die private Krankenversicherung – Rückkehroptionen?

Zu Beginn einer Selbstständigkeit steht man vor der Entscheidung zum Thema Krankenversicherung. Zu Beginn ist allen klar: Versicherung ist Pflicht. Doch unklar ist: welche Krankenversicherung ist die passende? Denn Selbstständige haben hier u. a. die Möglichkeit neben einer gesetzlichen auch eine private Krankenversicherung zu wählen.

Fällt die Entscheidung auf eine private Krankenversicherung, sieht der Gesetzgeber prinzipiell keine Rückkehr in die Gesetzliche vor. Dennoch gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, dass Selbstständige in die gesetzliche Absicherung zurückwechseln.

Erste Voraussetzung für eine Rückkehr von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Zweite Bedingung ist, dass das Arbeitsentgelt hierbei unter der Versicherungspflichtgrenze liegt. Zudem wird bei einem Weiterbestehen der Selbstständigkeit ergänzend überprüft, ob es sich nun tatsächlich nur noch um eine nebenberufliche Selbstständigkeit handelt. Um zu entscheiden, welche Tätigkeit nun wirklich vorrangig ist, wird die wöchentliche Arbeitszeit der selbstständigen Tätigkeit und des Arbeitsverhältnisses sowie auch das jeweilige Einkommen herangezogen.

Wichtiges Kriterium: die Altersgrenze. Denn ab dem 55. Lebensjahr ist eine Rückkehr als Selbstständiger nur noch im Rahmen der Familienversicherung beim Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner möglich. Vorausgesetzt das Gewerbe ist abgemeldet und das Gesamteinkommen des Rückkehrers liegt monatlich unter der Grenze von 445,00 Euro (für 2020: 455,00 Euro).

Für einen Laien ist es oftmals nicht so leicht zu beurteilen, ob eine Rückkehr überhaupt möglich ist. Jeder Fall ist individuell und sollte einzeln beurteilt werden. Dennoch können sich von heute auf morgen andere Lebensumstände einstellen, die eine Prüfung zur Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung erfordern. Die Empfehlung: persönliche Beratung. Diese finden Sie zum Beispiel bei der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK). Hier stehen Ihnen Versicherungsexperten zur Verfügung, um die persönlichen Optionen gemeinsam zu besprechen.

Kontakt
Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK)
Tel.: 0800 072 572 570 07* (gebührenfrei*)
Erreichbarkeit: Montag bis Freitag 8-18 Uhr
* innerhalb Deutschlands; aus dem Ausland erreichen Sie die SBK telefonisch unter +49 89 444 570 88 zu den im Ausland geltenden Telefongebühren.

Über den Autor

Friederike Schaber

Friederike Schaber ist Fachexpertin bei der Siemensbetriebskrankenkasse und gehört zum Entwicklungsteam des SBK-Freelancer-Tools. Gemeinsam mit Ihren Kollegen hat Sie es sich zum Ziel gesetzt, Freelancern mit smarten Online-Lösungen Sicherheit rund um das Thema Krankenversicherung zu geben.

Von Friederike Schaber

Brandneu