ARAP

A

Arap steht für aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Sie finden Anwendung im Rechnungswesen in den Wirtschaftswissenschaften und bezeichnen zukünftige Aufwände, die in einer früheren Geschäftsperiode gebucht werden.


Inhalt des Artikels:

  1. Definition
  2. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
  3. Passive Rechnungsabgrenzungsposten
  4. Ausnahmen

Definition

In der Buchführung ist die Rechnungsabgrenzung Teil des Jahresabschlusses. Sie unterteilt Werte aus der Gewinn- und Verlustrechnung oder der Bilanz in den passenden Zeitabschnitt. Das kann das komplette Geschäftsjahr sein, oder auch nur ein Quartal oder ein Halbjahr. ARAP wird dann gebucht, wenn ein Aufwand, der im Folgejahr entsteht, bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr als Ausgabe in die Buchhaltung aufgenommen wird.

Aktive Rechnungs-abgrenzungsposten sind Aufwände für das Folgejahr, die bereits im vorherigen Geschäftsjahr als Ausgaben in der Buchhaltung vermerkt werden.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten dienen dazu, Unternehmensausgaben dem korrekten Zeitraum zuzuweisen. So kann es vorkommen, dass ein Unternehmen im November eine Rechnung bezahlt, die Mietausgaben bis einschließlich Januar abdeckt. Somit fällt ein Drittel der Ausgaben ins neue Jahr, zwei Drittel müssen aber im alten Jahr verbucht werden. 

Natürlich wird die Rechnung in voller Höhe beglichen. Die Ausgabenabgrenzung wird nur in der Buchhaltung vorgenommen. Zu diesem Zweck bucht man den Anteil der Miete für das kommende Jahr als aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Das ARP Konto stellt ein Nebenkonto dar, auf welches das Unternehmen zugreift, wenn der Aufwand fällig wird – hier im Januar des neuen Jahres. Sobald der abgegrenzte Aufwand vom Januar fällig wird, wird dieser mit dem abgegrenzten Posten auf derm ARAP Konto verbucht.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Neben den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten existieren auch passive Rechnungsabgrenzungsposten. Sie helfen eingehende Zahlung korrekt in der Buchhaltung zu vermerken. Als Beispiel kann wieder eine Mietsituation dienen. Dieses Mal jedoch mit dem buchenden Unternehmen als Vermieter. Legt man den gleichen Zeitraum zugrunde, erhält es eine Miete für November bis Januar. Die im Folgejahr fällige Miete wird abermals zwischengeparkt. Dieses Mal jedoch auf einem passiven Rechnungsabgrenzungsposten, also PRAP. Wird im Folgejahr der Ertrag vom Januar fällig, gilt es den abgegrenzten Posten wieder korrekt zurückzubuchen.

Ausnahmen

Der Bundesfinanzhof hat inzwischen festgelegt, dass ein ARAP nur dann gebildet werden muss, wenn der Aufwand über 410 Euro liegt. Diese Geringfügigkeitsgrenze bemisst sich nach der Höhe des Betrages für geringwertige Wirtschaftsgüter. Unter dieser Grenze ist der Posten unwesentlich und kann außer Acht gelassen werden.

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