Jira Software | Definition & Funktion | Freelancer Wiki
Die Projektmanagement-Software Jira eignet sich nach eigenen Angaben für Teams jeder Art

Egal ob für Marketing-Kampagnen, Support-Anfragen oder die Produktentwicklung – wenn es nach dem Software-Hersteller Atlassian geht, braucht man nur noch ein Tool, um alle Projekte und jedes Team zu managen: Jira. Aber was genau ist Jira eigentlich und was kann man damit machen? Diese Fragen und viele mehr klären wir in diesem Artikel.

Was ist Jira?

Jira ist eine Projektmanagement-Software des Anbieters „Atlassian“. Das moderne Tool unterstützt verschiedene agile Projektmanagement-Methoden, beispielsweise Scrum oder Kanban. Agile Teams können Projekte auch in anderen Ansichten planen, etwa in einer übersichtlichen Roadmap (die dem klassischen Gantt-Chart ähnelt), einer Kalender- oder wahlweise Listenansicht.

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Für wen ist Jira geeignet?

Aufgrund seiner übersichtlichen Benutzeroberfläche und gleichzeitig leistungsstarken Funktionsumfangs bietet sich die Jira-Software für einzelne User und kleine Teams als auch große Unternehmen an. Obwohl Jira ursprünglich als Projektmanagement-Software für Entwicklerteams gedacht war, wurde das Tool mit zunehmendem Funktionsumfang bei Marketing-, Support-, Sales- und anderen Teams beliebter.

Wie funktioniert das Projektmanagement mit Jira?

Für die Verwendung von Jira müssen Projekte in Teilvorgänge zerlegt werden. Diese einzelnen Vorgänge (Tasks) werden in Form von Tickets in Kanban- oder Scrum-Boards abgelegt. Je nach Projektfortschritt werden die Vorgänge per Drag-and-Drop in die nächste Phase verschoben. Jira bietet zudem unterschiedliche Ansichten, um den Überblick über Projekte zu behalten. Dazu gehört beispielsweise die Listenansicht oder die Kalenderansicht.

Die einzelnen Teilvorgänge sind individuell anpassbar. User statten Tickets beispielsweise mit folgenden Elementen aus:

  • Projektstatus
  • Verantwortlichkeiten
  • Texte und Bilder
  • Verlinkungen zu Videos oder Webseiten
  • Stoppuhr für die Zeiterfassung
  • Kommentarfunktion
  • und mehr

Es ist auch möglich, die Boards selbst anzupassen, etwa durch Einfärben der Hintergrundfläche und einzelnen Tickets oder durch die Individualisierung der einzelnen Projektphasen.

Diese Features bietet Jira für das agile Projektmanagement

Jira ist auf das agile Projektmanagement ausgelegt und unterstützt die Zusammenarbeit von Teams innerhalb der gesamten Organisation. Für das Projektmanagement liefert Jira unter anderem Kanban- und Scrum-Boards sowie die Roadmap. Welche Projekt-Features die Software zu bieten hat, klären wir jetzt:

Kanban-Boards

Mit Vorlagen für Kanban-Boards erleichtert Jira insbesondere ungeübten Usern den Einstieg in das agile Projektmanagement. Einzelne Projektphasen wie „To-do“ oder „Done“ sind bereits vordefiniert. Einzelne Projektvorgänge bzw. Aufgaben können mit unterschiedlichen Informationen angereichert werden, etwa mit der verantwortlichen Person oder einer Deadline. Ist die Teilaufgabe abgeschlossen, muss diese lediglich per Drag-and-Drop in die nächste Phase verschoben werden.

Scrum-Boards

Auch Scrum zählt zu den agilen Projektmanagement-Methoden, die hier problemlos abgebildet werden können. Bei Scrum wird in klar definierten Zeiträumen – sogenannten „Sprints“ – gearbeitet. Diese Option eignet sich besonders für Teams, die ihre Projektziele schnell erreichen müssen, beispielsweise Entwicklerteams, die neue Features zu einem bestimmten Datum veröffentlichen müssen.

Üblich bei dieser Projektmanagement-Methode sind „Daily-Scrums“. Das sind maximal 15-minütige Meetings, in denen sich Projektteams über Fortschritte, Hindernisse und Learnings austauschen können. Ein eigenes Video-Tool für Remote-Teams gibt es hier nicht. Dieses kleine Manko gleicht der Anbieter mit passenden Integrationen zu Tools wie Slack, Microsoft Teams oder Zoom wieder aus.

Roadmaps

Neben Kanban und Scrum gibt es auch die Möglichkeit, Projekte in klassischen Gantt-Charts zu planen. So wie in der Bordansicht können einzelne Projekt-Vorgänge via Drag-and-Drop verschoben, Prioritäten angepasst und die Dauer des Vorgangs mühelos eingestellt werden. Wer die klassische Kalenderplanung mit übersichtlichen Timelines bevorzugt, ist mit der Roadmap gut beraten.

Jira Kosten

Jira ist für Teams mit bis zu zehn Usern kostenlos. Der kostenlose Tarif kommt mit praktischen Vorlagen für jede Projektmanagement-Methode, ist ansonsten jedoch stark begrenzt. Zum Beispiel stehen Nutzern lediglich zwei GB Speicherplatz zur Verfügung und erhalten bis zu 100 automatische E-Mail-Benachrichtigungen pro Monat. Ab zehn Teammitgliedern kostet Jira – je nach Tarif und gewählter Zahlungslaufzeit (monatlich oder jährlich) – zwischen 7 $ und 16 $ pro User und Monat.

Hosting und Verfügbarkeit

Jira bietet verschiedene Hosting-Optionen an. Die Jira-Cloud ist eine vollständig gehostete Lösung von Atlassian, die sich besonders für die Unternehmen eignet, die eine schnelle Bereitstellung und einfache Verwaltung bevorzugen. Um die Infrastruktur oder Sicherheitsupdates müssen sich Nutzer nicht sorgen, das übernimmt Atlassian bzw. Amazon-Web-Services.

Größeren Organisationen, die eine höhere Kontrolle über die Daten brauchen und eine flexible Architektur suchen, bietet sich das Jira-Data-Center an. Diese Enterprise-Variante bietet eine hohe Verfügbarkeit und Desaster-Recovery-Features.

Bis Ende 2024 gibt es auch die Option, Jira auf dem hauseigenen „Atlassian-Server“ zu hosten. Hier kann die Infrastruktur vom gesamten Unternehmen selbst verwaltet werden. Obwohl diese Option für Organisationen mit strengen Compliance-Anforderungen nützlich ist, wird der Server zum Ende des Jahres nicht mehr unterstützt.

Weitere Fragen und Antworten zu Jira

Was macht man mit Jira?

Mit der Projektmanagement-Software Jira können Teams Projekte verwalten. Dabei werden einzelne Projektschritte in Vorgänge zerlegt, die wiederum in informative Tickets umgewandelt werden. Diese können Teams in Kanban- und Scrum-Boards sowie Roadmaps oder in der Listen- und Kalenderansicht verwalten und bearbeiten.

Ist Jira ein Projektmanagement-Tool?

Jira ist ein Projektmanagement-Tool des Software-Herstellers Atlassian. Mit dem Tool können Teams ganze Projekte und einzelne Aufgaben über die gesamte Organisation hinweg managen. Produkt- bzw. Entwicklerteams nutzen Jira, um die Wünsche der User umzusetzen und Fehler bzw. Bugs zu beheben. Für Marketing-Teams bietet sich Jira zum Beispiel für Kampagnen an, während Support-Teams Anfragen verwalten.

Ist Jira Kanban?

Kanban ist eine von mehreren Methoden des agilen Projektmanagements. Ursprünglich wurde Kanban für die Prozessoptimierung eingesetzt. Entwickelt wurde die Methode von Toyota. Sogenannte Kanban-Boards ermöglichen es, einzelne Prozessschritte und Projektphasen zu visualisieren und genau definierte Abläufe zu schaffen, die zur Produktivitätssteigerung beitragen. Mit Jira können User unkompliziert individuelle Kanban-Boards erstellen, um produktiver an Projekten zu arbeiten.

Kann man Jira kostenlos nutzen?

Jira kann man im Free-Tarif kostenlos nutzen. In der kostenlosen Version arbeiten bis zu zehn User an gemeinsamen Zielen, bearbeiten Aufgaben, erstellen Formulare und nutzen alle Projektvorlagen, etwa für Kanban-Boards oder Roadmaps. Der Speicherplatz ist allerdings begrenzt auf 2 GB.

Was kann Jira?

Die Jira-Projektmanagement-Software bietet unterschiedliche Funktionen. Zu den Haupt-Features gehören das Aufgabenmanagement, agile Projektmanagement (um z. B. Kanban-Boards zu erstellen) sowie Reportings. Außerdem lässt sich das integrierte Ticket-System individuell anpassen. Das Tool erleichtert dank seiner kollaborativen Funktionen wie der Kommentar- oder Benachrichtigungs-Funktion besonders die Zusammenarbeit im Team.

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