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SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments Area, zu Deutsch Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum und ist Teil des Europäischen Binnenmarktes. Es beschreibt das Verfahren für Transaktionen in einem einheitlichen europaweiten Zahlungsraum in Euro. Damit will die Europäische Union mehr Effizienz und Wettbewerb in den gemeinsamen Markt im unbaren Zahlungsverkehr bringen. Eingeführt wurde das SEPA-Verfahren vom EPC (European Payments Council), dem Europäischer Zahlungsverkehrsausschuss. Dieser wurde von der europäischen Kreditwirtschaft im Jahre 2002 gegründet.
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Die SEPA-Verordnung

Am 31. März 2012 trat die "Verordnung zur Festlegung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 924/2009" in Kraft trat. Die Verordnung regelt die verbindlichen technischen Anforderungen für Lastschriften und Überweisungen in Euro. Nach festgelegten Terminen für die Umstellung dürfen nur noch SEPA-Produkte verwendet werden, da die bisherigen nationalen Verfahren die Anforderungen des European Payments Council für Lastschriften und Überweisungen nicht erfüllen. Die nationalen Verfahren dürfen demnach nur noch bis Februar 2014 zur Verwendung kommen.

Vorteile des SEPA-Verfahrens

Wenn erst einmal die Umstellung auf das Verfahren erfolgt ist, verringern sich die Laufzeiten von Überweisungen ins europäische Ausland. Zuvor stellten gerade diese Überweisungen erheblichen zeitlichen Aufwand dar. Ebenso verringern sich die Gebühren beim Zahlungsverkehr. Außerdem wird mit einer SEPA-Überweisung auch die Abwicklung des Zahlungsverkehrs innerhalb Deutschlands auf einen einzigen Tag reduziert. Über das SEPA-Verfahren werden auch Lastschriften durchgeführt. Darüber hinaus kann man nach erfolgreicher Umstellung an allen Geldautomaten der an SEPA angeschlossenen Länder und in jedem Geschäft, indem die Zahlung mit Kreditkarte möglich ist, mit dieser bezahlen.

Länder und Regionen, die am SEPA-Verfahren teilnehmen
  • Belgien
  • Deutschland
  • Bulgarien
  • Estland
  • Dänemark
  • Griechenland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Polen
  • Liechtenstein
  • Luxemburg
  • Malta
  • Litauen
  • Mayotte
  • Lettland
  • Miquelon
  • Niederlande
  • Monaco
  • Norwegen
  • Portugal
  • Österreich
  • Rumänien
  • Saint-Pierre
  • Zypern
  • Ungarn
  • Schweiz
  • Tschechien
  • Slowakei
  • Schweden
  • Spanien
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien
  • Slowenien

SEPA-Zahlungen nur mit IBAN und BIC

Innerhalb des Verfahrens werden bei Überweisungen die Zahlungsempfänger nur durch die IBAN (International Bank Account Number) - und BIC (Bank Identifier Code)-Nummer eindeutig identifiziert. Die IBAN-Nummer erfasst maximal 34 Stellen und kann anhand der Kontonummer umgewandelt werden. Dabei beschreiben die ersten beiden Zeichen einen zweistelligen Ländercode nach ISO 3166-1. Die beiden nächsten Zeichen bestehen aus Ziffern und bedeuten eine Prüfsumme mit Prüfziffern nach ISO 7064. Danach folgt die Kontonummer, die maximal 30-stellig sein darf. Die BIC-Nummer kann maximal elf Stellen umfassen und beginnt mit einem vierstelligen Bankcode, gefolgt von einem zweistelligem Ländercode. Darauf folgt eine zweistellige Codierung des Ortes, angegeben in Buchstaben. Den Abschluss der BIC-Nummer bildet eine dreistellige Kennzeichnung der Abteilung oder Filiale.

Überweisungen und Lastschriftverfahren mittels SEPA

Mit dem SEPA-Lastschriftverfahren ergeben sich ganz neue Anforderungen an IT-Prozesse und Datenverarbeitung. Da SEPA-Überweisungen und -Lastschriften ein spezifisches Datenformat besitzen, ist eine Umstellung der Software notwendig. Damit diese Umstellung einfacher wird, wird von den Banken eine Testphase vorgesehen. Erfolgt eine SEPA-Umstellung nicht rechtzeitig, kann es zu Mahnungen oder vorübergehende Zahlungsunfähigkeiten kommen. Durch eine frühzeitige Umstellung können die anfallenden Kosten hierfür verhindert werden. Für eine SEPA-Firmenlastschrift und SEPA-Basislastschrift muss ein mit einer handschriftlichen Unterschrift versehenes SEPA-Mandat des Zahlenden vorliegen. Ansonsten kann keine Lastschrift erfolgen. Das Mandat ist mit der bisherigen Einzugsermächtigung gleichgestellt. Dabei erhält jedes Mandat eine Mandatsreferenz, die für jeden Kunden eindeutig dargestellt werden muss. Bereits vorliegende Einzugsermächtigungen müssen nicht erneuert werden, sondern dürfen zur SEPA-Basislastschrift Verwendung finden. Allerdings wird es notwendig, dass Unternehmen ihre Kunden über diese Umstellung in Kenntnis setzen. Unternehmen benötigen eine Gläubiger-Identifikationsnummer, die sie bei der Deutschen Bundesbank elektronisch anfordern können.


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