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06.04.2017

Versprochene Bandbreiten oft ein Mythos


Internet-Provider versprechen viel, halten aber wenig. Kaum jemand erhält die versprochene Bandbreite.




Es klingt im Angebot verlockend, doch die Enttäuschung kommt meistens schnell. Die maximale Bandbreite, die von Internet-Providern gerne versprochen wird, existiert in der Realität meistens nicht. Das teilt die Bundesnetzagentur nach einer langen Praxis-Messung mit. Wenigstens eine gute Nachricht gab es aber: Die Zeiten von quälend langsamen Übertragungsraten sind fast überall vorbei.

Die besten Ergebnisse sollen stationäre, kabelgebundene Anbindungen bringen, doch die Realität sieht anders aus. Die in Aussicht gestellte Geschwindigkeit erreichten je nach Bandbreitenklasse bei den Prüfungen der Bundesnetzagentur nur zwischen vier und 25 Prozent der Nutzer. Die Ergebnisse hingen vor allem mit Anbieter und Uhrzeit zusammen.

ADSL-Anschlüsse lieferten im Schnitt die schlechtesten Ergebnisse. Sie bilden die Grundlage der meisten Tarife, die zwischen 8 und 18 Megabit pro Sekunde versprechen. Die besten Ergebnisse waren von der Tageszeit abhängig. Das klingt kurios, ist aber logisch: Die Daten werden über ein TV-Kabel verteilt, die verfügbaren Kapazitäten teilt man sich über Verteilerknoten mit den Nachbarn. Abends sind alle zu Hause, für den Einzelnen bleibt dann weniger Leistung als vormittags oder morgens.

Im Vergleich zum Festnetz lieferte der Mobilfunk noch einmal deutlich schlechtere Ergebnisse. Schon bei kabelgebundenen Angeboten erhielten keine 30 Prozent der Nutzer maximal die Hälfte der angekündigten Bandbreite. Bei den Mobilfunkanbindungen müssen sogar über 70 Prozent der Nutzer mit weniger als 50 Prozent der versprochenen Leistung auskommen.

Kurios: Trotz deutlich schlechterer Leistung waren im Durchschnitt mehr Mobilfunkkunden zufrieden mit ihrem Anbieter. Ganze 82,8 Prozent beurteilen ihn mit „sehr gut“, „gut“ oder „zufriedenstellend“. Die Festnetzanbieter konnten nur 65 Prozent ihrer Kunden überzeugen.
Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass die Nutzer hier andere Faktoren wie die Mobilität oder die Verfügbarkeit mobiler Anbindungen höher schätzen als die Höchstbandbreite. Für die Untersuchung wurden ein Jahr lang regelmäßig Messungen an über 150.000 Anschlüssen vorgenommen. 






Quelle: http://winfuture.de/news,96821.html
Bild: © Klaus Eppele - Fotolia.com
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