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06.04.2017

Schweben statt fliegen: Hyperloop


Innerhalb Deutschlands könnten Flüge schon bald durch den Hyperloop ersetzt werden.




In die Röhre statt ins Flugzeug? Mit Elon Musks Rohrpostzug könnten Passagiere schon bald in einige Städte schweben statt fliegen. Bisher kommen vier deutsche Städte infrage. Interessenten scheint es schon zu geben: Wie eine Sprecherin der Lufthansa gegenüber Bild am Sonntag (BamS) erwähnte, laufen bereits Gespräche mit Hyperloop Transportation Technologies (HTT).

Der Hyperloop nutzt für seine Funktionsweise die Magnetschwebetechnik. In einer nahezu luftleeren Röhre schwebt er, durch die Technik werden Luftwiderstand und Reibung extrem reduziert. So sind Geschwindigkeiten von bis zu 1.200 Kilometern pro Stunde möglich. An dem Konzept von Elon Musk arbeiten neben HTT noch weitere Unternehmen.

In dem Gespräch mit der BamS erklärte die Lufthansa-Sprecherin, Hyperloop sei „eine wichtige Entwicklung, die wir uns genauer anschauen“. Bisher kann die Lufthansa sich vier mögliche Strecken in Deutschland vorstellen, auf denen ein Flugzeug durch den Hyperloop ersetzt werden könnte: von München nach Düsseldorf, Berlin oder Hamburg sowie von Berlin nach Köln. Von München nach Berlin zu fahren würde im Hyperloop nur eine halbe Stunde dauern.

HTT-Chef Dirk Ahlborn sagte der BamS, HTT beginne „jetzt mit der Produktion unserer Transportkapsel“. Für den Bau soll das spanische Unternehmen Carbures zuständig sein. Künftige Tests sollen in Toulouse laufen, wo schon bald ein Forschungs- und Entwicklungszentrum von HTT gebaut werden soll. „In einem Jahr können wir die ersten Kapseln im Testbetrieb fahren lassen.“

Nicht nur die Lufthansa, sondern auch der zweite große Transportdienstleister in Deutschland kooperiert mit dem Unternehmen: HTT arbeitet am Innovation Train der Deutschen Bahn. In dem Projekt wird an der Integration von Technik in Nahverkehrszüge geforscht. Ein Teil sind Augmented Windows, wobei Zugfenster in transparente Bildschirme umgewandelt werden sollen.

Auch die Bundesregierung zeigte sich bereits interessiert an der Technik. So besuchte Verkehrsminister Alexander Dobrindt HTT im vergangenen Jahr. Laut Ahlborn hätte er sich über die Technik informiert und sei „sehr interessiert“ gewesen, aber hätte „sich danach leider nie wieder gemeldet.“






Quelle: https://www.golem.de/news/lufthansa-hyperloop-koennte-innerdeutsche-fluege-ersetzen-1703-126949.html
Bild: © iQoncept - shutterstock.com

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