Mobile Apps: Innovativ, einfach, klar. Bestimmen Sie das Arbeiten von morgen?

14.06.2011

Mal ehrlich: Telefonieren wir denn immer noch mit unserem Telefon? Oder war telefonieren gestern und was heute zählt ist Mails lesen, im Internet surfen, chatten über Skype, Facebook checken oder virtuelle Gitarre spielen? Das Smartphone ist heutzutage kaum mehr wegzudenken und sein Absatz steigt rekordverdächtig. Die Bitkom berichtet, dass 2011 über 10 Millionen Smartphones verkauft werden sollen, das wäre ein Anstieg von 39%. Und was macht das Smartphone zu unserem besten Freund? Apps! Die sind aber nicht nur zur Unterhaltung da…

Der App Store boomt und auch Software-Anbieter springen auf den fahrenden Zug mit auf. Apps zu komplizierter Software kommen auf den Markt – denn wer anhaltendes Unternehmenswachstum möchte, muss die Zielgruppe ‚unterwegs‘ zufriedenstellen. Aber woher kommt dieser Trend? Was macht die Miniprogramme zum Erfolgsschlager? Sind Notebooks und komplizierte Software out - werden Apps, Smartphones und Tablets das Arbeiten von morgen bestimmen?

2 in 1: Das Mobile Web.

Noch in den 90er Jahren war es faszinierend, dass man zum Telefonieren nicht an einen Ort gebunden war! Dann entwickelte sich das ‚Handy im Kühlschrankformat‘ zum ‚Hosentaschen-Web‘. Zur gleichen Zeit wandelte sich das Web von einem reinen Informationsmedium zum Web 2.0 – oder Social Web – ‚people get connected‘! Diese beiden Revolutionen hatten lange Zeit nichts miteinander zu tun, es war aber nur eine Frage der Zeit bis sie verschmelzen, und zwar als ‚Mobile Web‘.

Das mobile Internet hat sich nun auch schon etabliert und verspricht laut Accenture ein riesen Potential für dauerhaftes Wachstum. Kein Wunder, dass sich die Big Player Apple, Google, Microsoft alle auf diesen Markt stürzen, Und das erfolgreich – Google rief mal eben die „Mobile First‘ Strategie aus, entwickelte das Betriebssystem ‚Android‘ und verkauft damit mehr Smartphones als Nokia. Dieser Trend dreht die ganze Telekom-Branche um.

Und die Revolution geht weiter…



Der neue Trend: Apps! Die Miniprogramme, die auf das Smartphone heruntergeladen werden können, revolutionierten das ‚Mobile Web‘. Steve Jobs gründete am 11. Juli 2008 den App Store und seither entwickelt sich dieser Markt rasant und auch seine Business-Relevanz nimmt ständig zu.

2010 lag der Umsatz der Apps bei ungefähr 4,2 Milliarden – das große Kuchenstück bekommt hier natürlich Apple. Prognosen zur Umsatzentwicklung liegen bei 11 bis sogar 39 Milliarden Dollar bis 2013. Und wenn man bei diesen Zahlen noch bedenkt, dass die meisten Apps ja gar nichts kosten, oder man vielleicht höchstens 1 bis 2 Euro dafür hinlegen muss, ist dieser Umsatz nicht zu unterschätzen. Apple führt diesen Trend mit drei Milliarden Downloads und 140 000 Programmen für iPhone, iPod touch und iPad an. Doch die Konkurrenz zieht nach und will mitmischen: Google, Nokia, aber auch Netzwerkbetreiber wie Vodafone oder T-Mobile wollen was vom Kuchen abhaben.

Unternehmen müssen reagieren

Laut Accenture sind es immer noch vor allem Entertainmentprogramme, die heruntergeladen werden. Aber gerade businessrelevante Miniprogramme werden mehr und mehr entwickelt und genutzt – denn das Büro der Zukunft steht im Web! Schon die Nutzung von Web 2.0 Tools hat gezeigt, dass Unternehmen sich neuen Technologien anpassen müssen um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Immer mehr Softwarelösungen bieten Apps an, die oft komplexe Software auf ein Minimum reduziert umso „Usability“ und „User Experience“ auf ein nächstes Level zu bringen. Gerade Finanzapplikationen sind dafür geeignet. So bietet der Online Buchhaltungsanbieter e-conomic seinen Kunden eine iPhone oder Android App an. Buchhaltung ist ja von Haus aus nicht die einfachste und übersichtlichste Angelegenheit der Welt – doch was Apps auszeichnet ist, dass jeglicher unnötiger Schnick-Schnack über Bord geworfen wird und was bleibt ist eine schlanke, klare und einfache Anwendung, die schnelle Lösungen zu verschiedenen Arbeitsproblemen bietet. Denn was der ‚moderne Kunde von heute‘ möchte, ist schneller Zugang zu Informationen, wo immer er ist.



Solch ein ‚moderner Kunde‘ ist auch Christopher Plantener, Geschäftsführer der eMarketing-Agentur Zielgut. Als überzeugter App-Nutzer, sind die Miniprogramme in seinem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Die Arbeit mit Kollegen, die in verschiedenen Ländern arbeiten, wird über Podio organisiert, Dateien werden über Dropbox automatisch auf allen Computern, iPhone oder iPad gespeichert und Brainstorming ist durch die App von iThoughtsHD leicht gemacht. Die Buchhaltung von Zielgut läuft über e-conomic – auch hier nutzt Christopher Plantener die Vorteile der hauseigenen App. Oft unterwegs, auf dem Weg zu Kundengesprächen, kann über die App von e-conomic noch schnell die genaue Kundenadresse geprüft werden oder der Tankbeleg eingescannt, sodass der Steuerberater Ihn buchen kann. Soll der Kunde noch zum Essen ausgeführt werden, stehen etliche Restaurant-Guides zur Verfügung und die passende Location ist schnell gefunden. War das Gespräch erfolgreich – schickt Plantener das erste Angebot schon gleich über die e-conomic App raus. Warum geht dies alles so schnell? Weil Apps leicht zu bedienen und klar strukturiert sind. Was gesucht wird ist schnell gefunden! Was gespart wird – kostbare Arbeitszeit!

What will the future hold?

Apps reduzieren sperrige Software auf ein Miniprogramm, das leicht und schnell zu nutzen ist. Der Arbeitsalltag wird immer schnelllebiger und was zählt sind zeitnahe Infos und schnelle Reaktion. Und genau das wird durch die Arbeit mit Apps ermöglicht. Es wird interessant sein zu beobachten welches Ausmaß die Nutzung von Apps einnehmen wird. Es bleibt abzuwarten, ob Tablets und Smartphones gekoppelt mit Apps die Oberhand gewinnen. Aber eines ist sicher – das Arbeiten von morgen wird eindeutig schneller, mobiler und vernetzter sein. Apps könnten hier den Unterschied ausmachen!

Weitere Artikel

  • Unternehmensformen für IT-Selbständige

    Selbständige in der IT Branche haben in Deutschland verschiedene Rechtsformen zur Auswahl, unter denen sie ihrer Tätigkeit nachgehen können. Ob Einzelunternehmer oder Personen- (wie GbR, PartnerG) und Kapitalgesellschaften (wie GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG) hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab und muss im individuellen Einzelfall näher betrachtet werden.
  • So korrigieren Sie Ihre Rechnungen richtig!

    Selbständige, Freiberufler und Unternehmer sind grundsätzlich dazu verpflichtet, erbrachte Leistungen gegenüber dem Kunden mit einer Rechnung abzurechnen. Ist unser Kunde selbst Unternehmer, benötigt er die Rechnung als Nachweis, um sich die ausgewiesene Umsatzsteuer vom Finanzamt erstatten zu lassen.
  • Nachträgliche Rechnungsumschreibung – Ist das erlaubt?

    Stellen wir uns einmal folgende Situation vor: Wir als Vertragspartner haben unsere Leistung innerhalb des Rechtsverhältnisses erbracht und möchten nun selbstverständlich, dass der Leistungsempfänger die noch ausstehende Schuld begleicht. Unser Kunde kann die Rechnung jedoch nicht bezahlen. Glücklicherweise hat sich ein befreundeter Unternehmer unseres Kunden dazu bereiterklärt, den Rechnungsbetrag zu bezahlen und möchte eine neue Rechnung auf seinen Namen ausgestellt bekommen. Darf ich als Rechnungssteller einfach eine neue Rechnung auf den Unternehmer als Rechungsempfänger ausstellen? Ist das überhaupt erlaubt? Und welche Folgen kann eine Rechnungsumschreibung haben?

Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden

Artikel kommentieren