Freelancer: So klappt es mit dem neuen Kunden

28.02.2019

Als Freelancer hat man immer etwas zu tun. Entweder steckt man in einem Projekt, kümmert sich um die Buchhaltung oder ist auf der Suche nach neuen Kunden, die für ein steigendes Einkommen sorgen. Die Projektakquise ist der wohl wichtigste Punkt auf der Freelancer-Agenda, gehört jedoch laut Freelancer Kompass 2018 definitiv nicht zu den einfachsten Aufgaben: Mit 62,64 % wählten rund zwei Drittel der 1.092 Teilnehmer die Projektakquise zur größten Herausforderung als Freelancer. Damit sich die harte Arbeit auch lohnt und mit ihrem neu gewonnenen Kunden nichts schief geht, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt. Wichtig ist vor allem, dass die gegenseitigen Erwartungen und Vorstellung geklärt werden. Der Kunde muss ganz genau wissen, was er will und Sie müssen wissen, was genau Sie zu tun haben. Folgende Fragen sollten Sie Ihrem zukünftigen Kunden stellen, bevor Sie loslegen!





Was erwartet der Kunde von dem Projekt?
Lassen Sie sich in allen Einzelheiten erklären, was Ihr Auftraggeber möchte. Davon auszugehen, dass Sie beide die gleichen Vorstellungen haben, nur weil der Kunde Sie engagieren will, kann schwer nach hinten losgehen. Klären Sie alle Details, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben. Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, persönlich mit dem Auftraggeber zu sprechen, sollten Sie wenigstens skypen oder notfalls telefonieren. Wird alles nur schriftlich geklärt, sind Missverständnisse vorprogrammiert. Es darf am Ende keine offenen Fragen geben, Sätze wie „Das wird sich dann schon ergeben“ sind immer ein Alarmzeichen und können im Laufe des Projekts zu Spannungen führen.

Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?
Je mehr Sie über die Zielgruppe Ihres Projekts wissen, desto besser können Sie Ihr Produkt darauf zuschneiden. Fragen Sie also ganz genau nach, an wen sich das Endprodukt, also zum Beispiel ein Blog-Artikel, richtet.

Bis wann soll das Projekt fertig gestellt sein?
Klären Sie ab, bis wann Ihre Arbeit erledigt sein muss. Ist die Zeitvorgabe realistisch und haben Sie genügend Kapazitäten dafür frei? Lohnt es sich unter Umständen, andere Projekte dafür zu verschieben? Besprechen Sie auch, in welcher Form Sie Ihr Endprodukt liefern sollen. Wenn Sie eine Webseite gestalten, ist das Ergebnis klar. Für Graphiker stellt sich jedoch schon die Frage, welches Dateiformat der Kunde wünscht oder ob die Arbeit auch in gedruckter Form vorliegen soll. 

Wie viele Updates soll es geben?
Es gibt sehr unterschiedliche Kunden. Die einen würden am liebsten während der Arbeit neben Ihnen stehen. Die anderen möchten nichts hören und sehen, am Ende einfach nur das fertige Ergebnis präsentiert bekommen. Klären Sie im Vorfeld ab, in welchem Umfang der Auftraggeber eingebunden werden möchte und definieren Sie sinnvolle Meilensteine. So vermeiden Sie auch unnötige Nachfragen während des Projekts und beugen ständigen Änderungswünschen vor. 

Wie viel und wann möchte der Kunde zahlen?
Sind die finanziellen Angelegenheiten geklärt? Werden Sie nach Stunden bezahlt oder für das ganze Projekt? Was kostet Ihre Arbeit? Bekommen Sie Ihr Geld in Raten während des Projekts oder nach Fertigstellung? Hier sollten Sie auch sicherstellen, dass der Kunde von sämtlichen Extra-Gebühren Ihrerseits weiß. Was kosten Entwürfe? Was passiert wenn der Kunde fünfmal etwas verändern lassen will? Was passiert wenn er nicht bezahlt oder sich Lieferfristen verschieben?

Wer hat die Rechte an Ihrer Arbeit?
Unbedingt geklärt werden sollten auch die Rechte an Ihrer Arbeit. Natürlich bezahlt der Kunde für Ihre Arbeit, doch Sie sollten sehr genau klären, ab wann er die Rechte für das Produkt erhält. So vermeiden Sie beispielsweise, dass der Kunde Ihre Entwürfe bereits ganz gut gebrauchen kann und Ihr Projekt cancelt, bevor Sie auch nur einen Cent gesehen haben. Zudem sollten Sie sicherstellen, dass Sie Ihre Arbeit auch in Ihr Portfolio aufnehmen können.

Und jetzt?
Bevor Sie beginnen, sollten Sie dem Kunden noch einmal erklären, was Sie jetzt vorhaben und sicher gehen, dass Sie ihn richtig verstanden haben. Halten Sie diese Abmachungen schriftlich fest, idealerweise fließen sie in den Vertrag ein. Am Ende des Projekts sollten Sie nach einer Empfehlung fragen. Gerade als Einsteiger sind echte Kundenmeinungen zur Neukundengewinnung Gold wert. Wenn Ihr Auftraggeber zufrieden war, wird er Ihrem Wunsch sicher gerne nachkommen.

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