Vorsätze für 2019: Mehr Freizeit, weniger Stress

30.11.2018

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – Zeit, sich Gedanken über die letzten Monate zu machen und Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Denn welcher Zeitpunkt eignet sich besser dafür als der Jahreswechsel? Sind Sie zufrieden mit Ihrem Freelancer-Dasein? Waren Sie so erfolgreich, wie Sie es sich vorgestellt hatten? Konnten Sie sich weiterbilden und neue Kunden für sich begeistern? Hatten Sie genug Zeit für Familie und Freunde? Und vor allem: Für sich? Unser Freelancer Kompass gibt Einblicke!




Der Freelancer Kompass 2018 hat gezeigt, woran es den meisten Freelancern mangelt. Fast die Hälfte der Befragten (46,43 %) gönnt sich weniger als den gesetzlichen Mindestanspruch von 24 Tagen Urlaub im Jahr. Seien Sie ehrlich: Gehören Sie auch zu denjenigen, die an ursprünglich freien Tagen „noch schnell etwas im Büro erledigen“? Die ständig das Gefühl haben, noch nicht genug gearbeitet zu haben? Und auch nach Feierabend nur an Projekte denken können?

Gute Vorsätze sind schon mal ein Anfang auf dem Weg zu einem gelasseneren Leben. Falls Sie selbst nicht darauf kommen, haben wir ein paar Ideen für Sie zusammengestellt, die Ihren Alltag im kommenden Jahr als Freelancer schöner machen:

    1. Mehr Urlaub
Nahezu jeder zweite Freelancer schafft es nicht, den gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub einzuhalten. Ein erhöhtes Stresslevel und Daueranspannung schlagen nicht nur auf das Gemüt, sondern machen sich auch körperlich bemerkbar. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungs- und Schlafstörungen kommen Ihnen bekannt vor? Höchste Zeit, den nächsten Urlaub zu buchen! Je früher Sie Ihre Auszeiten planen, desto besser können Sie sie vorbereiten – also schmieden Sie für 2019 schon mal fleißig Pläne. Sagen Sie den Kunden Bescheid, packen Sie Laptop und Geschäftstelefon in die heimische Schreibtischschublade und fahren Sie los! 

    2. Mehr Zeit mit guten Menschen
Ganz egal, ob sie Ihre Familie nur selten sehen oder sich kaum noch erinnern können, wie Ihre Freunde aussehen – auch als Freelancer braucht man soziale Kontakte außerhalb des Kundenkreises. Legen Sie Regeln für sich selbst fest: „Mindestens zwei Wochenenden im Monat gehören der Familie.“ „Jeden Dienstag treffe ich mich mit Freunden.“ Wenn Sie Treffen fest einplanen, ist es leichter sie auch einzuhalten. Sie werden sehen: Die kleinen Auszeiten tun nicht nur Ihnen, sondern auch ihrem Umfeld gut. 

    3. Mehr Lebensfreude
Gönnen Sie sich etwas! Wann haben Sie zuletzt etwas NUR für sich getan? Hatten Sie mal Hobbys, die im Alltagstrott untergegangen sind? Wann waren Sie zuletzt auf einem Konzert oder haben einen Kurztrip unternommen, der keine Geschäftsreise war? Haben Sie schon mal an ein Wellness-Wochenende gedacht? Denken Sie darüber nach, was Ihr Leben wirklich lebenswert macht. Ist es wirklich Ihre Arbeit oder sind es doch eher die kleinen Dinge, an die Sie sich gern erinnern? 

    4. Weniger Perfektionismus
Klar, Ihre Kunden haben Erwartungen, die Sie erfüllen wollen und sollen. Doch auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen: Niemand ist perfekt – auch nicht Sie. Man kann nicht immer alles richtig machen, eine falsche Entscheidung oder ein Fehler sind kein Weltuntergang. Mit Fehlern richtig umzugehen, haben viele von uns leider verlernt und sorgen damit für Höchstanspannung im Berufsalltag. Zeit, einen Schritt zurück zu gehen, die Erwartungen an sich selbst eine Stufe nach unten zu schrauben und entspannter zu werden.

    5. Weniger Erreichbarkeit
Können Sie sich noch an die Zeit vor dem Handy erinnern? Zu Hause stand ein Telefon, wenn niemand zu Hause war hat auch niemand den Hörer abgehoben. Für Dringendes gab es einen Anrufbeantworter, wenn man Zeit dazu hatte hat man sich zurück gemeldet. Unterwegs war man ganz bei sich selbst und der Sache – man hat nicht während des Einkaufens Verträge ausgehandelt oder am Steuer das nächste Meeting besprochen. Legen Sie Geschäftszeiten fest, in denen Sie erreichbar sind. Und schalten Sie das Smartphone danach ab.

    6. Weniger Zeitdruck
Als Freelancer läuft man immer Gefahr, irgendwann ohne Projekt dazustehen. Heißt das, dass man jeden Auftrag annehmen muss? Nein! Je mehr Projekte Sie sich aufbürden, desto mehr geraten Sie unter Zeitdruck und schaffen es irgendwann nicht mehr, alle zufrieden zu stellen. Schreiben Sie sich Arbeitszeitpläne, in denen Sie genau festhalten, von wann bis wann Sie sich um was kümmern werden. So sehen Sie schnell, ob Sie noch Kapazitäten frei haben und den Auftrag wirklich noch annehmen können. Zu viel um die Ohren? Dann lieber „Nein“ sagen.

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Bild: © Zerbor - Fotolia.com

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