Nie wieder: Diese Anfängerfehler sind typisch für angehende Freelancer

08.11.2018

Nobody is perfect – das wissen auch Freelancer. Auch wenn die meisten von Ihnen sich nahe an der Perfektion bewegen... Doch über was ärgern Sie sich bei einem Blick in die Vergangenheit? Gibt es etwas, dass Sie lieber vorher gewusst hätten? Wir haben unsere Freelancer im Rahmen des Freelancer Kompass 2018 gefragt, welche Fehler Sie zu Beginn begangen haben. Das sind die Ergebnisse.





Überforderung  

Knapp zehn Prozent der Umfrageteilnehmer haben zu Beginn ihrer Karriere zu viele Aufträge angenommen (9,52 %). Die Gründe dafür sind vielfältig. Einige haben Angst, zu wenig zu verdienen und denken, sie müssten jedes Projekt annehmen. Andere wissen noch nicht genau, was sie wollen und am besten können und tanzen auf allen Hochzeiten gleichzeitig. 

Auf Platz acht steht mit 12,64 % die Buchhaltung, die viele Freelancer anfangs noch selbst erledigen, weil sie denken es sei nicht so schwer oder sich die Kosten für einen Buchhalter sparen wollen. 

Um sich nicht zu überfordern, lohnt es sich jedoch, einen Experten für die Buchhaltung zu bezahlen, der langfristig in der Regel sogar Geld einspart. Auch in Sachen Aufträge werden Freelancer mit der Zeit wählerischer.


Zu wenig auf sich und die Familie geachtet

Auf Platz sieben landet mit gut 15 % die schlechte Zahlungsmoral einiger Kunden, die sich Freelancer anfangs gefallen lassen haben (15,84 %). Zahlende Kunden sind jedoch unabdingbar, um seinen Lebensunterhalt als Freiberufler bestreiten zu können. Im schlimmsten Fall scheitern Selbstständige schon zu Beginn an nicht zahlenden Kunden. 

Über ein Fünftel der Befragten gab an, anfangs zu wenig Zeit für die Familie eingeplant zu haben (22,16 %), die Vernachlässigung der Familie belegt somit Platz sechs unserer Liste. Auf Platz fünf landet mit 23,08 % die Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse: Knapp ein Viertel der Freelancer gab an, sich anfangs zu wenig Urlaub genommen zu haben.

Gerade zu Anfang haben viele Freelancer Angst, es könnte sich rächen einen Auftrag abzulehnen. Im Nachhinein sehen es 25,46 % als Fehler an, auch schlechte Aufträge angenommen zu haben – Platz vier unserer Anfängerfehler.


Unzureichende Zukunftsplanung

Auf Platz drei und zwei dreht sich alles um die Zukunft: 28,21 % unserer Freelancer haben es anfangs versäumt, genug Geld auf die Seite zu legen. So etwas rächt sich schnell, wenn Rechnungen oder der Steuerbescheid ins Haus flattern. 

Fast jeder dritte Freelancer (30,31 %) hat zu Beginn der Selbstständigkeit die Projektakquise vernachlässigt und diesen Fehler damit auf den zweiten Platz befördert. Um nicht plötzlich ohne Auftrag dazustehen, muss man als Anfänger immer auf der Suche nach neuen Kunden sein, auch wenn das sehr anstrengend sein kann. Es lohnt sich!


DER Fehler schlechthin: Zu geringer Stundensatz

Auf Platz eins unserer Top 10 der Anfängerfehler steht der zu geringe Stundensatz. Ein Klassiker, den nahezu jeder zweite Freelancer (57,14 %) nur zu gut kennt. Zu denken, die Kunden würden den vermeintlich hohen Preis nicht zahlen und man würde mit einem hohen Stundensatz keine Kunden finden, ist typisch für Neulinge. Auch in unserer Umfrage haben die jüngsten Freelancer den niedrigsten Stundensatz angegeben. Nach und nach bekommt man jedoch mit, was man verlangen kann und muss, um als Freelancer gut leben zu können.


Fazit

Als Anfänger unsicher zu sein und nicht alles sofort richtig zu machen, ist völlig normal und in Ordnung. Nicht verzweifeln, sich von einem Erfahrenen auch mal einen guten Rat geben lassen und es beim nächsten Mal besser machen – nicht der schlechteste Plan. Das Gute ist ja, dass man aus Fehlern lernen kann. 

Sie suchen mehr Daten und Statistiken aus der Welt der Freiberuflichkeit? Hier finden Sie den aktuellen Freelancer-Kompass!





Bild: © kite_rin - Fotolia.com
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