Freelancing im Lebenslauf

02.11.2018

Die meisten Freelancer sind immer auf der Suche nach neuen Auftraggebern und Projekten. Der Lebenslauf sollte also immer aktuell sein und ganz genau zeigen, mit welchen Fähigkeiten und Erfahrungen Sie Ihren neuen Arbeitgeber beeindrucken können. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihren Lebenslauf möglichst aussagekräftig gestalten können, kommen unsere Tipps genau richtig!




Brauchen Freelancer einen speziellen Lebenslauf?

Wenn Sie neben Ihrem Vollzeitjob als Freelancer tätig sind, scheint es vielleicht unnötig, die Nebentätigkeit extra im Lebenslauf zu erwähnen. Das ist jedoch nur ratsam, wenn Sie sich in Ihrer Rolle als Freelancer keinerlei neue Fähigkeiten angeeignet oder neue Erfahrungen gesammelt haben. Wer jedoch etwas Neues gelernt hat und es den Lesern des Lebenslaufs vorenthält, verbaut sich womöglich die Chance auf Projekte.

Wer im Gegensatz dazu hauptberuflich als Freelancer tätig ist, sollte sein Arbeit selbstverständlich auflisten. Wer hier Projekte auslässt, hat eine Lücke im Lebenslauf – und die wirkt auf potentielle Auftragsgeber nie gut. Ganz egal, ob Sie langfristig als Freelancer tätig sein wollen oder vielleicht wieder zurück in eine Festanstellung möchten: Ihr zukünftiger Arbeitgeber will sicher wissen, was Sie getan haben.


Schreiben Sie verschiedene Lebensläufe

Viele Freelancer haben nicht nur eine Profession, sondern sind wahre Multitalente. Deshalb ist es absolut sinnvoll, gleich mehrere Lebensläufe in Petto zu haben. Ein Auftraggeber, der ein Webdesign-Projekt zu vergeben hat, hat wenig Interesse an Ihren bisherigen Entwickler-Projekten. Er will wissen, welche Webdesign-Kenntnisse Sie haben. Mit einem speziellen Lebenslauf bekommt er diese Informationen auch. 

Jeder einzelne Lebenslauf sollte Ihre wichtigsten Erfahrungen in der jeweiligen Nische belegen. Zudem sollte er natürlich auf den Arbeitgeber oder das Unternehmen zugeschnitten sein, bei dem Sie sich bewerben. Andere Erfahrungen als Freelancer können Sie natürlich auch erwähnen, doch das Hauptaugenmerk sollte auf den gefragten Fähigkeiten liegen, damit deutlich wird wie gut Sie sich für das jeweilige Projekt eignen.

Verschiedene Lebensläufe zu erstellen, kostet zugegebenermaßen Zeit. Doch es lohnt sich wirklich, wenn Sie als Freelancer verschiedene Nischen bedienen möchten. Die extra Lebensläufe sorgen dafür, dass Sie in jedem einzigen Feld erfolgreicher werden können.


Wie sollen die Projekte im Lebenslauf aufgezählt werden?

Es gibt verschiedene Arten, seine Erfahrungen als Freelancer im Lebenslauf aufzulisten. In der Regel kommt es darauf an, welche Vorerfahrungen Sie haben und seit wann Sie als Freelancer tätig sind. Hier sind einige Möglichkeiten:


Chronologisch 

Man macht nie etwas falsch, wenn man die aktuellsten Projekte an den Anfang stellt. Erwähnt werden sollte das Unternehmen, den Zeitraum des Projekts und eine Beschreibung Ihrer Rolle im Projekt und Ihrer Aufgaben.

Im chronologischen Lebenslauf werden die Berufserfahrung in umgekehrter Reihenfolge, also vom aktuellsten zum ältesten Projekt, aufgezählt. Er eignet sich vor allem, wenn Sie schon seit längerem als Freelancer tätig sind und mehrere langfristige Kundenbeziehungen haben. Wenn Sie viele kleine Projekte für unterschiedliche Kunden erledigt haben, für die völlig verschiedene Kenntnisse und Fähigkeiten nötig waren, ist der chronologische Lebenslauf eher ungeeignet. 


Fähigkeiten

Freelancer, die noch nicht so viele Erfahrungen sammeln konnten, sollten in Ihrem Lebenslauf den Fokus auf ihre Fähigkeiten legen. Auch wenn Sie sehr breit aufgestellt sind, bietet sich diese Art an. Der Lebenslauf könnte folgendermaßen aussehen:

    • Social Media
Hier werden Ihre Erfahrungen im Bereich Social Media aufgezählt. Auch hier müssen der Name des Kunden, der Projekt-Zeitraum und Ihre Aufgaben im Projekt erwähnt werden. Auch ein Link zum Projekt macht sich gut.
    • SEO
Wie oben beschreiben Sie hier Projekte, Unternehmen, Zeitraum und Aufgaben.
    • Web Design
    …

Ein Lebenslauf, der statt chronologisch nach Projekten nach Ihren Fähigkeiten und Kenntnissen sortiert ist, ermöglicht einem potentiellen Auftraggeber trotz der Vielfalt Ihrer Berufserfahrungen einen guten Überblick zu bekommen. Eine chronologische Aufzählung wäre in diesem Fall sehr unübersichtlich und nur wenig aussagekräftig.


Kombination aus beidem

In einigen Fällen bietet sich auch eine Kombination aus chronologischem und nach Fähigkeiten aufgebautem Lebenslauf an. Hier ordnen Sie Ihre Projekte wie gewohnt in umgekehrter Reihenfolge, von neu nach alt. Zusätzlich fügen Sie aber einen Abschnitt ein, in dem Ihre Fertigkeiten und Kenntnisse aufgezeigt werden. Dort haben die Projekte Platz, die nicht so recht in die chronologische Reihenfolge passen, aber dennoch wichtig sind.


Tipps für einen unschlagbaren Lebenslauf:
 
    • Nicht alles muss in den Lebenslauf
Um einen Fuß in die Tür zu bekommen, nehmen viele Freelancer am Anfang auch schlecht bezahlte Jobs an, auf die sie in der Regel nicht besonders stolz sind. Wenn Sie Ihren Lebenslauf schreiben, sollten Sie solche „Notprojekte“ jedoch nicht erwähnen. Konzentrieren Sie sich auf die Projekte, die zeigen, was Sie können. Das Gleiche gilt für Freundschaftsdienste, die viele anfangs (umsonst) erledigen, um ihr Portfolio aufzubauen. Sobald Sie zahlende Kunden haben, sollten Sie diese Arbeiten durch bessere ersetzen.

    • Lassen Sie Ihre Arbeit für sich sprechen 
Als Freelancer ist Ihre Arbeit oft aussagekräftiger als eine Beschreibung des Projekts. Fügen Sie also einen Link zu Ihrem Portfolio in den Lebenslauf ein. So werden zukünftige Arbeitgeber direkt zu einer Auswahl Ihrer besten Arbeiten geführt. Es ist zwar wichtig, einen tollen Lebenslauf zu haben, doch ein aussagekräftiges Portfolio ist durch nichts zu ersetzen. Wenn Sie auf Jobsuche sind, sollten Sie also Prioritäten setzen.





Bild: © Viorel Sima - Fotolia.com
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