Ihre Freelancer-Webseite: Self-Hosted oder Free Hosting?

02.11.2018

Als Freelancer können Sie heutzutage kaum noch auf eine eigene Webseite verzichten. Wenn es dann soweit ist und Sie sich an den Aufbau Ihrer Webseite machen, werden Sie gleich zu Anfang eine wichtige Entscheidung treffen müssen: Self-hosted oder Free-Hosting-Plattform? Wir erklären, was der Unterschied ist und warum gratis nicht immer die bessere Wahl ist.




Was ist Free Hosting?

Free Hosting bedeutet genau das, was es heißt. Sie können die Plattform umsonst nutzen. Einfach ein Template auswählen, Inhalte einfügen und fertig. Anbieter sind zum Beispiel WordPress.com, blogger.com oder tumblr.com. Klingt super, oder? Free Hosting hat auf jeden Fall Vorteile:

    • Es ist umsonst. Sie können hier komplett umsonst Ihre eigene Webseite erstellen — das ist natürlich ein großer Vorteil.
    • Einfache Handhabung. Die Free-Hosting-Plattformen sind sehr nutzerfreundlich aufgebaut. Meistens sind Tutorials verfügbar, mit denen Sie auch noch technisches Know-How innerhalb von Minuten Ihre Freelancer-Webseite bauen können.
    • Auch hohe Besucherzahlen sind kein Problem. Auch wenn Sie viele Besucher auf Ihrer Webseite erwarten, müssen Sie bei Free-Hosting-Plattformen in der Regel kein Upgrade durchführen.


Welche Nachteile hat Free Hosting?

    • Sie haben keine Rechte an Ihrer Webseite. Alle Daten auf Ihrem Blog werden auf Servern des jeweiligen Anbieters gespeichert. Im Endeffekt haben Sie keine Kontrolle über Ihre Daten und darüber, was mit Ihrer Webseite passiert. Im schlimmsten Fall wird Ihre Seite einfach gelöscht — und Sie können nichts dagegen tun.
    • Free Hosting wirkt weniger professionell. Wenn Sie eine Free-Hosting-Plattform nutzen, wird am Ende Ihrer Domain immer der Name des Anbieters stehen. Und ihrewebseite.de sieht nunmal professioneller aus als ihrewebseite.blogger.com.
    • Sie können damit schwerer Geld verdienen. Im Normalfall begrenzt eine Free-Hosting-Plattform Ihre Möglichkeiten, selbstständig Werbeanzeigen auf Ihrer Webseite zu platzieren. Einen Nebenverdienst durch Anzeigen und Affiliate Marketing zu generieren, ist damit deutlich schwerer.


Was bedeutet self-hosted?

Ein self-hosted Blog läuft auf Ihrem eigenen Server bzw. über einen Drittanbieter. Es gibt viele Anbieter wie Bluehost, SiteGround, HostGator und auch eine self-hosted Version von Wordpress, die dann als WordPress.org läuft. Die Auswahl ist wirklich groß. Bei diesen Anbietern mieten Sie quasi für Geld einen Platz, auf dem Ihre Webseite läuft.


Welche Vorteile hat Self-Hosting?

    • Sie behalten die Kontrolle. Eine self-hosted Plattform ermöglicht Ihnen die volle Kontrolle über Ihre Daten und Ihre Webseite. Sie bestimmen Design und Layout, ob und wie Sie durch Anzeigen Geld damit verdienen und wie Sie Ihr SEO managen. Wenn Sie langfristig mit dieser Seite arbeiten wollen, sind diese Punkte einfach wichtig.
    • Sie wirkt professionell. Sie haben Ihre eigene Domain, an der auch nicht der Name des Anbieters hinten dran klebt.
    • Die Anwendung ist einfach. Die meisten self-hosted Plattformen sind absolut nutzerfreundlich aufgebaut. Auch Anfänger schaffen es, in kurzer Zeit ihre eigene Webseite zu bauen. Für besonders Unsichere gibt es eine große Anzahl an Tutorials.
    • Sie können einfacher Geld damit verdienen. Anzeigen schalten und Affiliate Links einbauen und damit nebenbei Geld verdienen? Kein Problem, hier gibt es keine Reglements.


Welche Nachteile hat Self-Hosting?

    • Es kostet Geld. All die Vorteile der self-hosted Plattform kosten Geld. Sie können im Voraus oder monatlich bezahlen.
    • Ein bisschen technisches Know-How ist von Vorteil. Zugegeben, es ist ein wenig schwieriger, die Webseite selbst zu gestalten, als fertige Templates auf Free-Hosting-Plattformen zu füllen. Aber dafür bekommen Sie genau das, was Sie sich vorgestellt haben und was zu Ihnen passt. 


Und welche Entscheidung ist nun die richtige?

Im Großen und Ganzen ist auf lange Sicht die self-hosted Plattform vorzuziehen. Sie wirkt auf (potentielle) Kunden professioneller, überlässt Ihnen die totale Kontrolle und ermöglicht Ihnen, genau Ihr Design und Ihre Vorstellungen umzusetzen.

Wenn Sie absoluter Blog-Anfänger sind und sich die Sache erst einmal ansehen möchten, können Sie natürlich die Free-Hosting-Version nutzen. Für Hobby-Zwecke genügt sie vollkommen und kostet Sie keinen Cent.





Bild: © Roobcio - shutterstock.com
Freelancer Profil kostenlos anlegen. Aktuelle Projekte erhalten!

 Jetzt durchstarten

Weitere Artikel

  • So trennen Freelancer Arbeit und Privatleben

    Erzählt man neuen Bekannten, dass man als Freiberufler tätig ist, bekommt man fast immer zu hören, wie neidisch der Bekannte darauf sei, von zu Hause aus arbeiten zu können. Das Home-Office-Modell ist in Deutschland unter Arbeitnehmern noch nicht besonders verbreitet, Freelancer hingegen arbeiten häufig von zu Hause aus. Das Home Office hat unbestritten viele Vorteile, macht es jedoch besonders schwer, sein Privatleben vom Beruf zu trennen.
  • Freelancer im Interview: Cordula Marienberg

    Die ehemalige Abteilungsleiterin eines großen und bekannten Unternehmen entschied sich nach 25-jähriger Tätigkeit als Betriebswirtin für die Freiberuflichkeit. Ihre Beweggründe, auf was sie sich spezialisierte und warum sich das freelancermap-Mitglied Cordula Marienberg für das Automatisieren ausspricht, lesen Sie in unserem Interview.
  • White Papers — Ihr nächster Karriereschritt als Freelancer?

    Sie sind ein absoluter Experte auf einem speziellen Gebiet und schreiben macht Ihnen Spaß? White Papers könnten eine tolle Einnahmequelle für Sie als Freelancer sein. Die Aufgabe ist etwas für Menschen, die gerne richtig tief in ein Thema eintauchen, gründlich recherchieren und ihr Wissen dann strukturiert und professionell in einem White Paper zusammenfassen können. Wenn das genau nach Ihrem Ding klingt, erklären wir Ihnen in diesem Artikel alles Wichtige zum Thema. Was genau ist ein White Paper? Welche Kenntnisse sollten Sie mitbringen? Am Ende bekommen Sie eine Schritt für Schritt Anleitung, damit Sie gleich loslegen können!

Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden

Artikel kommentieren