Freelancer im Interview: Cordula Marienberg

23.10.2018

Die ehemalige Abteilungsleiterin eines großen und bekannten Unternehmen entschied sich nach 25-jähriger Tätigkeit als Betriebswirtin für die Freiberuflichkeit. Ihre Beweggründe, auf was sie sich spezialisierte und warum sich das freelancermap-Mitglied Cordula Marienberg für das Automatisieren ausspricht, lesen Sie in unserem Interview.





Kleine Aufwärmrunde - Stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor:
Mein Name ist Cordula Marienberg und ich komme aus Uelzen in Niedersachsen. Nach 25-jähriger Tätigkeit als Betriebswirtin im Bereich Organisation (QM-Beauftragte und IT) habe ich mich auf Fotodesign spezialisiert. Und hier vor allem im Bereich Produktfotografie für Online-Shops und 360° Panorama-Fotografie.
 
Was sind die Probleme und Aufgaben, bei denen Sie Ihren Kunden helfen? 
Ich bin sehr kreativ und beherrsche die Technik. Somit kann ich den Kunden professionelle Produktfotos auch in einer 360° Ansicht erstellen. Dabei bin ich sehr präzise und schnell. Wer glaubt, dass Produktfotos mit einem Handy gemacht werden können, glaubt sicherlich auch an den Weihnachtsmann.

Reden wir über den Start Ihrer Karriere: Was hat für Sie den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben?
Nach 25 Jahren im Büro hatte ich das Gefühl, alles erreicht zu haben. Ich war Abteilungsleiterin in einem sehr großen und bekannten Unternehmen und für alle Abläufe im Einzelhandel zuständig. Mein Motto war immer, alles was man automatisieren kann, muss man nicht mit der Hand machen. Dafür haben mein Team und ich Programmanforderungen geschrieben, die Programme getestet und dokumentiert. Das Roll-Out wurde durch Schulungen von uns unterstützt. An dem Punkt angekommen – mit dem Gefühl alles erreicht zu haben, habe ich mir überlegt, was ich denn so machen könnte und mich dann dazu entschlossen, mein Hobby – das Fotografieren – zum Beruf zu machen. Hochzeitsfotografen gibt es ja wie Sand am Meer – daher habe ich mich auch die 360° Produktfotografie spezialisiert. Mittlerweile erstelle ich auch Panorama-Touren für Restaurants und Hotels – je nach Anfrage.
 
Natürlich sind wir jetzt gespannt – konnten Sie bei der Projektsuche gute Erfahrungen mit freelancermap machen?
Hier sind sehr interessante Ausschreibungen, leider passen diese kaum zu meiner Branche. Ein bis zwei Bewerbungen hatte ich gestartet und habe davon sogar einen Auftrag generieren können.​​​​​​​

Was machen Sie, wenn Sie nicht in Ihr Spezialgebiet vertieft sind? Welche Themen innerhalb, aber auch außerhalb der IT-Branche interessieren Sie?
Da ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, bleibt dann nur noch das Aussuchen neuer Motive übrig und das mache ich durch viele Radtouren oder Reisen. Beim Kochen kann ich entspannen und meine Sorgen und Probleme komplett vergessen.​​​​​​​

Nun vom Besonderen zum Allgemeinen: Die IT-Branche wächst und wächst – worin sehen Sie die Herausforderungen der nächsten Jahre und vermissen Sie manchmal auch “the good old days”?
Die Maschinen übernehmen und das ist auch gut so. Eine Maschine ist nicht beleidigt oder bekommt Schnupfen. Leider steckt das alles noch sehr in den Kinderschuhen und so manches Unternehmen redet von Omni-Channel, nur weil es einen Online-Shop und eine Filiale gibt. Die Kunst ist es, diese sinnvoll und logisch miteinander zu verknüpfen. Aktuell funktioniert das nur, weil Menschen die Abläufe manuell kontrollieren. Da ist noch viel  zu tun! Und ganz ehrlich – nein, ich vermisse nichts von früher.​​​​​​​

Gibt es noch eine interessante Geschichte oder eine Anekdote aus Ihrer freiberuflichen Tätigkeit, die Sie gerne mit uns teilen würden?
Ich habe einmal Tränen gelacht als ich für einen Haushaltsgeräte-Hersteller 360° Produktfotos gemacht habe und bei der nachträglichen Bildbearbeitung das Spiegelbild meiner Katze auf dem Produkt gesehen habe. Die Mitarbeiter der Firma fanden das auch sehr lustig – damals hat die Firma auf facebook damit Werbung gemacht.

Vielen Dank für das Interview!

freelancermap-Profil von Cordula Marienberg
 
Webseite von Cordula Marienberg





 
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