White Papers — Ihr nächster Karriereschritt als Freelancer?

16.10.2018

Sie sind ein absoluter Experte auf einem speziellen Gebiet und schreiben macht Ihnen Spaß? White Papers könnten eine tolle Einnahmequelle für Sie als Freelancer sein. Die Aufgabe ist etwas für Menschen, die gerne richtig tief in ein Thema eintauchen, gründlich recherchieren und ihr Wissen dann strukturiert und professionell in einem White Paper zusammenfassen können. Wenn das genau nach Ihrem Ding klingt, erklären wir Ihnen in diesem Artikel alles Wichtige zum Thema. Was genau ist ein White Paper? Welche Kenntnisse sollten Sie mitbringen? Am Ende bekommen Sie eine Schritt für Schritt Anleitung, damit Sie gleich loslegen können!




Was ist ein White Paper?

White Papers sind Dokumente, die den Leser sehr genau über ein spezielles Thema oder ein Problem und dessen Lösung informieren. Im letzteren Fall wird es häufig als Marketinginstrument genutzt. Das Thema wird sehr gründlich aufgearbeitet, die Schreibarbeit kann mehrere Wochen dauern. Der Sprachstil ist oft technisch, manchmal sogar wissenschaftlich. Für Freelancer mit dem richtigen Fachwissen stellen White Papers eine tolle Einnahmequelle dar.


4 Kenntnisse, die Ihnen beim Schreiben helfen:

    1. Expertenwissen
Das Wichtigste, um ein gutes White Paper zu schreiben, ist Fachwissen. Durch Recherche kann man sich natürlich zusätzliches Wissen aneignen, doch eine gute Basis sollte schon vor dem Start vorhanden sein. Wer noch nie in der IT-Branche gearbeitet und keinerlei Berührungspunkte mit dem Markt hat, sollte in diesem Bereich nicht unbedingt sein Thema suchen. Es ist nicht unmöglich, aber so zeitaufwendig dass es sich kaum noch lohnen wird.
   
    2. Gut strukturierter Schreibstil
Mit einem White Paper wollen Sie den Leser von etwas überzeugen. Dazu sind zwei Dinge notwendig: Ein gutes Argument. Und die richtige Struktur. Das White Paper muss klar verständlich geschrieben sein und die Leser dazu anregen, weiterzulesen. Wer bereits im Vorfeld als freiberuflicher Texter tätig war, hat natürlich einen Heimvorteil.
   
    3. Wille, ins Thema einzutauchen
Es gibt gewaltige Unterschiede zwischen dem Schreiben eines Blog-Artikels und einem White Paper. Es beginnt schon bei der Länge. Ein Blog-Post wird höchstens ein paar Seiten lang sein, ein White Paper hat in der Regel zehn bis zwanzig Seiten. Wer so einen langen Text schreiben will, braucht Ausdauer und Geduld. Freie Texter könnten die Arbeit an einem nie enden wollenden Text am Anfang als frustrierend empfinden. Doch am Ende werden Sie stolz auf sich sein.
   
    4. Akademischer Hintergrund
Ein akademischer Hintergrund ist natürlich kein Muss, aber er hilft. Denn alle bisher aufgelisteten Dinge lernt man an einer Hochschule: Lange, strukturierte Texte schreiben und sich in ein Thema vertiefen. Wer hier schon Erfahrungen gesammelt hat, hat einen Vorsprung und Fähigkeiten entwickelt, die ihm beim Schreiben eines White Papers helfen werden.


So schreiben Sie ein White Paper in 3 Schritten:

    1. Recherchieren
Am Anfang eines jeden White Papers steht die Recherche. Sie stellt nicht nur den Startpunkt, sondern auch den wichtigsten Punkt dar. Es bringt nichts, sich einfach nur nach Fakten und Thesen umzusehen, die die eigene Meinung unterstützen. Ein White Paper beleuchtet ein gewisses Thema objektiv, von allen Seiten. Leser merken schnell, wenn Sie zu einseitig über etwas schreiben.


    2. Informieren
Ihr White Paper soll die Leser nicht nur überzeugen, sondern auch informieren. Sie sollten Umstände so gut und so anschaulich es geht beschreiben. Behalten Sie beim Schreiben immer im Kopf, dass Ihre Leserschaft vielleicht keine Ahnung von dem Thema hat und auch nicht die Recherchearbeit geleistet hat, die Sie hinter sich haben. Mit Beispielen und Fakten erklären Sie, was Sie genau meinen. Lassen Sie ruhig auch einmal Fachfremde den Text überfliegen. Durch das Feedback erkennen Sie schnell, ob Sie Ihr Thema verständlich vermitteln können.


    3. Argumentieren
Am Ende präsentieren Sie Ihre Argumente. Warum ist Ihre Lösung besser als alle anderen? Diesen Teil sollten Sie deutlich von den Informationen abgrenzen. Und es empfiehlt sich, ehrlich zu sein. Wenn Sie bereits Gegenargumente im Kopf haben, die Ihre Ausführungen schwächen könnten, vermeiden Sie den Fehler, sie zu verschweigen. Beschreiben Sie die Schwachstellen und beweisen Sie den Lesern, dass Ihre Argumente dennoch Bestand haben. Den Gegnern vorausschauend den Wind aus den Segeln zu nehmen, ist die beste Art mit Kritik umzugehen.






Bild: ra2studio - Fotolia.com
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Kommentare

  • Kommentar von Daniel am 18.10.2018 um 16:40 Uhr

    Und wie mache ich das zu Geld?

  • Kommentar von Mirko Windmüller am 18.10.2018 um 17:11 Uhr

    Zitat aus dem Text: (...) Für Freelancer mit dem richtigen Fachwissen stellen White Papers eine tolle Einnahmequelle dar. (...) - sinngemäß steht das gleiche auch schon im Copy-Text.
    Leider ist davon im Beitrag weiter nichts mehr zu finden... Natürlich erwartet niemand ein Geheimrezept "Über Nacht zum Millionär" aber eine ansatzweise Erläuterung, welche Monetarisierungsoptionen es gibt, hätte ich mir schon versprochen. So wird halt nur erklärt, was ein whitepaper ist... aber nicht, warum ich welche schreiben sollte... abgesehen natürlich davon, dass ich damit Reputation und Referenzen aufbessere - aber das ist nicht das, worauf der Beitrag vermeintlich abzielt.

  • Kommentar von Stefanie Winkelmann am 19.10.2018 um 07:21 Uhr

    Danke für den informativen Artikel! Allerdings stimme ich Daniel zu: Im Eingang sowie im Newsletter werden Whitepapers als tolle Einnahmequelle angeteasert. Im weiteren Verlauf findet sich dieser Gedanke jedoch nicht mehr. Das wäre ein schöner Aufhänger für einen weiteren Artikel, der sich genau mit dieser Frage befasst.

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