So sorgen Freelancer vor

16.10.2018

Den wohl verdienten Ruhestand verbinden viele Menschen heute nicht mehr nur mit einem Glücksgefühl und Vorfreude, sondern auch mit einem gewissen Ziehen im Bauch. Wer nicht über einen Beamtenstatus verfügt und kein überdurchschnittliches Gehalt verdient, macht sich höchstwahrscheinlich Sorgen um seine Zukunft. Für Freelancer ist dieses Thema noch brisanter. Ohne Arbeitgeber, der automatisch in die Rentenkasse einzahlt, muss die Vorsorge für das Alter selbst getroffen werden.



 

Laut Freelancer Kompass 2018 beträgt das durchschnittliche Rentenalter für Freelancer 66,28 Jahre. Die Frauen gehen mit 65,66 Jahren etwas früher als die Männer in Rente, die im Schnitt bis 66,36 Jahre arbeiten. Wir haben 1.092 Freelancer gefragt, wie Sie für das Alter vorsorgen. Als Freiberufler ist niemand verpflichtet, in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen. Man ist in Sachen Altersvorsorge also auf sich allein gestellt und sollte der Versuchung widerstehen, in schlechten Zeiten auf die „eiserne Reserve“ zurückzugreifen.


Nur wenige ohne Plan

Eines hat die Umfrage deutlich gemacht: Es gibt nur sehr wenige Freelancer, die keinen Plan für die Zukunft haben. Lediglich 5,49 % der Befragten konnten die Frage „Wie regeln Sie Ihre Altersvorsorge?“ nicht eindeutig beantworten. Einige gaben an, „noch unsicher“ zu sein, andere wollen von „Ersparnissen“ leben. Diese sind jedoch oft schneller aufgebraucht, als man denkt. Es lohnt sich also, sich Gedanken zu machen und sein Geld für später anzulegen.

Auf Platz vier findet sich die gesetzliche Rentenversicherung. Für Arbeitnehmer ist die Einzahlung verpflichtend, für die meisten Freiberufler freiwillig. Über die Hälfte der befragten Freelancer (52,56 %) gaben an, diese Option zu nutzen. Auf dem dritten Platz liegt mit 54,21 % die Vorsorge-Option „Immobilien“. Wer eigenen Wohnraum besitzt, kann im Alter mietfrei wohnen und hat eventuell noch Mieteinnahmen, die den Lebensunterhalt finanzieren können.


Private Rentenversicherung und Kapitalanlagen liegen vorn

Auf Platz zwei der Altersvorsorge für Freelancer liegt die private Rentenversicherung. 55,86 % der Umfrageteilnehmer gaben an, private Rentenversicherungen wir Rürup, Riester oder die betriebliche Altersvorsorge zu nutzen und damit Geld für das Alter anzusparen. Den ersten Platz belegen mit 57,05 % die Kapitalanlagen. Die meisten Freelancer investieren ihr Geld oder legen es an, um im Alter damit über die Runden zu kommen.

Ganz egal, für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden: Wichtig ist, dass Sie überhaupt etwas zur Seite legen. So vermeiden Sie, unnötig lang arbeiten zu müssen und im Alter über zu wenig Ressourcen verfügen zu können. 

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Bild: © Coloures-pic - Fotolia.com
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