9 super Werkzeuge für Spiele-Designer und -Entwickler

03.08.2018

Können Sie sich noch an ihr erstes Computerspiel erinnern? Riesige Pixel, wacklige Optik, hier und da hängt die Verbindung — aber Spaß hat es natürlich trotzdem gemacht. Die Gamer-Szene hat mit rasender Geschwindigkeit die ganze Welt erobert. Computerspiele sind nicht mehr nur eine Beschäftigung für nerdige Kinder, sondern sind zur anerkannten Freizeitbeschäftigung für Groß und Klein geworden. Wenn Sie selbst ein Teil der Community sein und ihre eigenen Spiele entwickeln wollen, sind Sie herzlich willkommen. Die Spieleentwicklung bietet ein facettenreiches Arbeitsfeld, in dem jeder sein Gebiet finden kann. Es gibt Hunderte von Werkzeugen, die speziell für die Spieleentwicklung konzipiert sind. Wir geben Ihnen einen kleinen (!) Einblick und stellen die wichtigsten vor.




Spiele-Engines:

    1. Unreal Engine 4

Unreal ist schon eine ganze Zeit lang sehr beliebt auf dem Markt und wird für sehr viele aktuelle Spiele genutzt. Mit den Ressourcen von Unreal 4 können Sie so gut wie jedes Spiel realisieren, egal ob es ein Open-World RPG oder ein 2D-Spiel sein soll — Unreal Engine 4 ist eine gute Wahl.

   
    2. Unity

Unity ist genauso beliebt wie Unreal Engine, bietet aber ein paar Vorteile, die bei der Auswahl je nach geplantem Spiel entscheidend sein können. Die Spiele lassen sich damit nämlich schneller umsetzen und es ist viel leichter zu lernen. Zudem ist es für Spiele, die für mehrere Plattformen ausgerichtet sein sollen, besser geeignet. 


Coding:

    1. Visual Studio

Wer Handy-Spiele für Android oder iOS entwickelt, sollte sich Microsofts Visual Studio ansehen. In den letzten 20 Jahren war es das Programm der Wahl für die Integrated Developer Environment (IDE). Das Tool unterstützt mehrere Sprachen, Debugger, Editoren und mehr. Es ist ein richtiges Kraftpaket und wurde erst kürzlich für die mobile Branche optimiert.


    2. GNU Tool Chain

Die GNU Compiler Collection ist die Open-Source-Variante von Visual Studio. Wer für das Linux-Ökosystem entwickelt, hat wahrscheinlich schon einiges aus dem Repertoire installiert. Das GNU Tool Chain ist mit so gut wie jeder Programmiersprache kompatibel. Es ist kein eigenständiges IDE, hat aber alles was Sie brauchen. 


Smartphone & Co.:

    1. Marmalade

Die wohl größte Veränderung im Spielesektor ist die Entwicklung in Richtung mobiles Spielen — also auf dem Smartphone, das so gut wie jeder als kleinen Mini-Computer mit sich herumträgt. Marmalade ist eine der größten Plattformen dahinter. Es funktioniert mit Android und iOS und unterstützt Sie mit C++ oder Xcode bei der Entwicklung von Handy-Spielen.


    2. ARM

Das Unternehmen ARM Limited entwickelt Designs für Mikroprozessoren — genau die, die in fast allen derzeitigen Smartphones und Tabletcomputer ihr Zuhause finden, darunter das iPhone und die Android-Geräte. ARM erstellt aber auch Software-Entwickler-Tools, mit denen Sie bugfreie, absolut geschmeidige Spiele entwickeln können. Das beste daran: Die Tools sind kostenlos!


Ihre eigenen Werke:

    1. Photoshop

Wenn es darum geht, digitale Kunstwerke zu erschaffen, kommt man an Photoshop kaum vorbei. Das hat seine Gründe — trotz der relativ hohen Kosten. Photoshop bietet mehr Features und Plug-Ins als jede andere, ähnliche Software. Sehr viele Menschen können damit umgehen (oder denken es zumindest) und die Qualität der Produkte spricht für sich. Leisten kann es sich aber trotzdem nicht jeder.


    2. GIMP

Genau diese Preis-Umstände haben GIMP zu seinem Erfolg verholfen. Nichts kommt so nah an Photoshop heran, außerdem ist es open source. GIMP kann fast alles, was Photoshop auch kann, aber man braucht Zeit, um sich durch das Programm zu arbeiten. Benutzerfreundlich sieht leider anders aus. Wenn man sich aber durchbeißt, hat man eine top Alternative zu Photoshop.


    3. Blender

Zu guter Letzt sei noch Blender erwähnt. Wer aufwendige 3D-Spiele entwickelt, muss nicht länger suchen. Blender bietet das größte 3D-Paket da draußen — völlig kostenfrei. Hier finden Sie tonnenweise Features, gleichzeitig ist das Programm open source. Auch wenn es wegen der nicht unbedingt intuitiven Bedienung ein bisschen dauern kann, bis Sie sich Blender angeeignet haben — es lohnt sich.






Bild: © Syda Productions - shutterstock.com 
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