Webinare für Freelancer: Gut für Sie und Ihr Business

19.07.2018

In Sachen Medium der Zukunft kann kaum etwas mit dem Video mithalten. Kaum jemand hat noch Zeit, lange Artikel zu lesen. Menschen informieren sich zwischendurch und nebenbei, in einem Video wird dem Konsumenten alles Wichtige ganz bequem und in kurzer Zeit serviert. Ein Video ist quasi ein Alleskönner: Bild, Ton, Text — es passt perfekt in unsere Multitasking-Gesellschaft.




Kein Wunder also, dass Webinare immer beliebter werden. Mit ihnen kann man in kürzester Zeit viel lernen, sie sind persönlich und gleichzeitig professionell. Gerade als Freelancer können Sie sehr von diesem Trend profitieren. In diesem Artikel erklären wir, was Webinare eigentlich genau sind, warum Sie sie nutzen sollten und wie Sie in fünf Schritten Ihr eigenes Webinar auf die Beine stellen.


Was ist ein Webinar?

Wie das Wort bereits verrät, handelt es sich um ein Seminar, das online stattfindet. Das Konzept klingt simpel, doch es gibt viele verschiedene Varianten. Es gibt Webinare in live und nicht live, manche beinhalten eine Frage-Antwort-Runde oder eben nicht. In manchen gibt es nur einen Redner, in anderen mehreren. Genau wie in reellen Konferenzen oder Seminaren sind die Gestaltungsmöglichkeiten sehr offen. Was alle Webinare vereint: Sie nutzen die Reichweite des Internets, um Menschen auf der ganzen Welt in Echtzeit zu vernetzen.


Darum sollten Sie als Freelancer Webinare nutzen:

    1. Sie können viele Menschen persönlich erreichen

Die besten Marketingstrategien haben eine persönliche Note. Wenn Sie ein potentieller Kunde sehen kann und reden hört, wird ihn das viel intensiver ansprechen als eine gesichtslose, unpersönliche E-Mail. Mit Ihren eigenen Webinaren erreichen Sie spielend unheimlich viele Menschen persönlich.


    2. Sie können Kunden anlocken

Wenn Sie in Ihrem Spezialgebiet als Berater tätig sind, kennen Sie das Prinzip bereits: Ihr Wissen ist ein Service, den Sie verkaufen. Welchen besseren Weg gibt es wohl, allen zu zeigen, was Sie können, als Ihnen einen kleinen gratis Vorgeschmack zu liefern? Webinare eignen sich hervorragend dafür und helfen Ihnen dabei, Kunden für Aufträge zu gewinnen.


    3. Sie können Ihr Freelancer-Netzwerk ausbauen

Freelancer können unheimlich von einem Experten-Netzwerk profitieren. Informationen austauschen, Wissen teilen (und dabei vergrößern), gemeinsam an Projekten arbeiten oder Aufgaben an andere delegieren, die Sie selbst nicht erledigen können — die richtigen Beziehungen kann man immer brauchen. Webinare bieten eine tolle Möglichkeit, diese Beziehungen aufzubauen.


So gestalten Sie ein gelungenes Webinar

    1. Bewerben Sie Ihr Webinar

Der erste Schritt zu einem erfolgreichen Webinar: Die Menschen sollten wissen, dass es stattfindet. Also machen Sie Werbung dafür: Auf Ihrem Blog, in Ihrem E-Mail-Verteiler, bei Ihren Kollegen und in Sozialen Medien. Der beste Weg, das eigene Webinar bekannt zu machen, ist jedoch ein Teil der Community zu werden. Dazu müssen Sie selbst an anderen (beliebten) Webinaren teilnehmen. 


    2. Sorgen Sie für gute Audio-und Videoqualität

Es gibt kaum etwas Schlimmeres als mangelnde Qualität bei Webinaren — der Hauptgrund für Teilnehmer, auszusteigen. Webinare sind eine persönliche Erfahrung, die einfach keinen Spaß macht, wenn der Ton ständig hängt oder das Bild krisselt. Das war in den 90ern in Ordnung, doch heute muss eine Produktion hochwertig sein, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.


    3. Bieten Sie Lösungen für spezifische Probleme

Ein gutes Webinar hat ein klares Ziel. Um Ihr Publikum anzusprechen, sollten Sie ein relevantes Problem aufgreifen, das für viele Menschen von Interesse ist. Sie sollten natürlich auch eine adäquate Lösung für das Problem parat haben. Genau das sollten Sie auch im Titel und der Werbung erwähnen, damit die Zuschauer genau wissen was Sie von Ihrem Webinar erwarten können.


    4. Zeichnen Sie es auf und verwenden Sie es weiter

In Webinaren geht es nicht nur um die Live-Session, die Sie mit Ihrem Publikum veranstalten. Jede Sekunde eines Webinars kann auch in der Zukunft wertvoll sein. Teile der Aufzeichnung können Sie vielleicht sogar für Ihre Webseite oder Werbezwecke nutzen. Wieso sollten Sie sich die gleiche Arbeit zweimal machen?


    5. Nutzen Sie die richtigen Werkzeuge

Es gibt einige Webinar-Tools im Netz. Machen Sie sich auf die Suche und finden Sie eines, dass perfekt zu Ihren Inhalten passt. Zwei der beliebtesten können Sie sich ja schon einmal ansehen:
 
  • GoToWebinar wird von vielen hauptberuflichen Webinar-Veranstaltern genutzt. Als einer der Marktführer bietet das Programm einige Vorteile wie besondere Nutzerfreundlichkeit und intuitive Werkzeuge, mit denen man schnell zurecht kommt. Sieben Tage lang ist die Nutzung kostenlos, danach werden 89 Euro im Monat für 100 Teilnehmer fällig, die Preise sind gestaffelt.
 
  • ClickMeeting, ehemals ClickWebinar, ist ebenfalls ein bekannter Anbieter. Gerade für Anfänger ist der Service womöglich attraktiver, weil die Preise deutlich niedriger angesetzt sind. Hier gibt es zwar auch nicht so viele Profi-Tools, dafür zahlt man monatlich für 25 Teilnehmer nur 20 Euro, für 100 Teilnehmer 49 Euro.






Bild: © Andrey Popov - shutterstock.com
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Kommentare

  • Kommentar von Helmut Fahr am 26.07.2018 um 14:56 Uhr

    Für Organisationen die langfristig laufende Kosten scheuen, ist eine eigene kleine Lösung wie zum Beispiel TurboMeeting empfehlenswert, dies kostet sehr viel weniger als eine vergleichsbare Cloud Lösung für z.B. 15 Mitarbeiter oder mehr, aber bietet ein mehr an Sicherheit, unbegrenzt viele Benutzer Konten, gerade dann wenn eine Organisation allen Mitarbeitern Collaboration-Tools zur Verfügung stellen möchte ist dies von Vorteil.

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