So managen Sie erfolgreich Freelancer(-Teams)

03.07.2018

Die Globalisierung macht auch vor Freelancern nicht Halt — sie und ihre Skills sind überall auf der Welt verteilt. Viele Kunden haben keine Lust, sich ihre Freelancer auf der ganzen Welt zusammen zu suchen. Clevere Freelancer halten daher die Augen nach einem oder mehreren Partnern offen, die ihre eigenen Fähigkeiten ergänzen. Als Team sind sie für Kunden besonders interessant. Doch wie soll das funktionieren, wenn der oder die anderen sich in einem anderen Land befinden? Wir haben sechs Tipps, mit denen Sie als Teamleiter jede Grenze überwinden!




Klare Ziele und Deadlines für alle 

Das Wichtigste: Als Teamleiter sorgen Sie dafür, dass jeder weiß, was er wann und vor allem bis wann zu tun hat. Je größer das Team und je mehr Menschen gemeinsam an einem Projekt arbeiten, desto eher entstehen Unklarheiten in Sachen Zuständigkeit. Gerade Kleinigkeiten, von denen jeder dachte, ein anderer würde sich darum kümmern, gehen dann gerne mal unter. Summieren sich diese Kleinigkeiten, ist am Ende einiges schief gegangen. Nutzen Sie am besten ein Tool wie Slack oder auch einfach Google Docs, in dem sie genau festhalten, wer welche Aufgaben zu erledigen hat — inklusive Deadline.


Feste „Sprechstunden“

Der regelmäßige Kontakt zum Teamleiter wird nicht selten unterschätzt und als Zeitverschwendung angesehen. Schließlich weiß doch jeder, was er zu tun hat, oder? Doch das Anbieten einer festen Telefon- oder Video-“Sprechstunde“ für alle Teammitglieder kann den Erfolg des Projekts maßgeblich beeinflussen. Mit den Sprechstunden sorgen Sie dafür, dass sich Probleme oder Sorgen nicht manifestieren und können direkt reagieren. Natürlich müssen Sie nicht wartend am Telefon oder im Büro sitzen, bis sich jemand meldet — sie können ja nach wie vor weiterarbeiten und verlieren keine Zeit. Aber geben Sie dem Team die Möglichkeit, Sie in diesen ein bis zwei Stunden pro Woche auf jeden Fall erreichen zu können.


Smalltalk fördert das Kennenlernen

Menschen, die sich kennen, können leichter zusammenarbeiten. Also sorgen Sie dafür, dass Sie Ihr Team kennen und die Mitglieder sich untereinander kennenlernen. Das ist natürlich nicht so einfach, wenn man tausende Kilometer voneinander entfernt wohnt und nicht mal eben schnell eine Kaffeepause gemeinsam verbringt. Doch das heißt nicht, dass es unmöglich ist. Legen Sie zum Beispiel fest, dass die ersten zehn Minuten in Team-Meetings dafür genutzt werden, dass jeder kurz erzählt was bei ihm (privat) gerade so los ist. Oder verabreden Sie sich online einmal wöchentlich zu einer gemeinsamen Kaffeepause. Es geht nicht darum, die privatesten Dinge erzählen zu müssen, sondern sich durch Smalltalk ein wenig näher zu kommen.


Videokommunikation nutzen

Wenn man eine Beziehung zueinander aufbauen möchte, ist es natürlich von Vorteil, wenn man sich auch gegenseitig sehen kann. Körpersprache und Mimik sagen so viel mehr aus als Worte, egal ob sie gesprochen oder geschrieben werden. Ein einfacher Witz kann ohne Mimik und Gestik schnell zur Beleidigung werden, Missverständnisse sind fast vorprogrammiert. Also nutzen Sie die Technik, die es Ihnen möglich macht: Etablieren Sie Videoanrufe und Videokonferenzen, damit sich alle sehen und (richtig) verstehen können.


Persönliche Treffen arrangieren

Wenn Sie es irgendwie arrangieren können, sollten Sie ein persönliches Treffen mit allen Teammitgliedern auf die Beine stellen. Es kostet Zeit und Geld, doch es lohnt sich, gerade wenn Sie Ihr Team auf Dauer zusammenhalten wollen. Wann Sie das Treffen stattfinden lassen, liegt ganz bei Ihnen. Wie wäre es einmal jährlich zu einem festen Termin, den sich alle gleich freihalten können? Oder immer zum Start eines neuen Projekts? Ob und wie oft es klappt, hängt jedoch wie gesagt von Ihrer Truppe ab.


Pünktlich zahlen

Am Ende noch ein ganz wichtiger Punkt: Zeigen Sie Ihren Teammitgliedern, was Ihre Arbeit wert ist. Es gibt viele Möglichkeiten dazu, aber sie pünktlich zu bezahlen steht ganz oben auf der Liste. Wer sein Team nicht pünktlich bezahlt, kämpft ganz gezielt gegen den Erfolg des Projekts. Sie kennen es wahrscheinlich von sich selbst: Wenn Sie Ihr Geld nicht bekommen, verlieren Sie ganz schnell die Motivation für gute Arbeit. Selbst wenn die Teammitglieder mit der späteren Bezahlung einverstanden sind, werden Sie nicht 120% geben. Also: Behandeln Sie Ihr Team so, wie Sie selbst behandelt werden möchten — vor allem wenn es um Geld geht. 






Bild: © Ewe Degiampietro - Fotolia.com
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