Gönnen Sie sich und Ihrem Unternehmen einen Frühjahrsputz

15.05.2018

Alles neu macht der Mai — doch ganz so viel Neues braucht es oft gar nicht, um den Staub abzuschütteln, mal Luft zu holen und mit frischem Schwung wieder los zu legen. Gerade für Freelancer ist es oft schwer, alte Gewohnheiten abzulegen, die jedoch oft unnötig viel Zeit kosten. So verwundert es nicht, dass die Befragungen für den Freelancer Kompass 2017 eine zum Großteil deutlich erhöhte wöchentliche Arbeitszeit ergaben.




Im Schnitt arbeiten Freelancer pro Woche 47,15 Stunden, 44,07% der Befragten arbeiten zwischen 41 und 50 Stunden. „Nur“ 6,48% gaben sogar an, über 60 Stunden in der Woche zu arbeiten.

Ein paar kleine Änderungen können die Arbeitszeiten merklich reduzieren. Nicht nur Ihre Familie, sondern auch Ihr Körper wird es Ihnen danken. Wer ständig zu viel arbeitet, hat ein dauerhaft erhöhtes Stresslevel — das schadet der Gesundheit. Mögliche Folgen sind Bluthochdruck, das Herzinfarktrisiko steigt. Auch ständige Kopf- und Rückenschmerzen sind Folgen von negativem Stress, ebenso wie Magen-Darm-Geschwüre, ein geschwächtes Immunsystem und Tinnitus oder Hörsturz. Die Liste ist lang, doch auf Dauer nimmt die Leistungsfähigkeit des Gehirns ab, Sie leisten schlechtere Arbeit. Hier hilft nur: Stress und zu lange Arbeitszeiten vermeiden. Wir haben Tipps:


Räumen Sie Ihr Büro auf 

Zugegeben, ein Home Office ist toll. Aber es verleitet einfach dazu, den Schreibtisch und die Regale zu kleinen Müllhalden verkommen zu lassen. Keine Kollegen, die einen schief angucken, kein Chef, der die Augenbraue hebt und (leider) keine Putzfrau, die für Sauberkeit sorgt. Der Frühjahrsputz ist hier also besonders wörtlich zu nehmen. Entsorgen Sie Unwichtiges, entfernen Sie Privates aus dem Büro. Hier sollte wirklich nur Platz für Ihre Arbeitsutensilien sein. 


Bringen Sie System in Ihre Dokumente

Auch der PC freut sich, wenn er unnötigen Ballast los wird. Legen Sie übersichtliche Ordner an, löschen Sie unwichtiges und verschieben Sie alte Dokumente, die Sie behalten müssen aber nicht regelmäßig nutzen, auf externe Festplatten. Beschriften Sie sie von außen, damit Sie auf einen Blick wissen, was sich darauf befindet. So schaffen Sie es, nicht lange nach Dingen im Büro suchen zu müssen und sparen viel Zeit. 


Geben Sie Aufgaben ab

Sie quälen sich jede Woche mit Dingen herum, die Ihnen einfach keinen Spaß machen und gerade deswegen unheimlich zeitintensiv sind? Dann sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken, ob es einen Dienstleister gibt, der Ihnen die Arbeit abnehmen kann. Zu teuer? Rechnen Sie es durch: Wie viele Stunden vergeuden Sie damit? Nehmen Sie die Stunden mal Ihrem Stundensatz und legen Sie noch ein bisschen Lebensfreude oben drauf. Es lohnt sich!


Befreien Sie sich von ungeliebten Kunden

Auch hier gilt: Was Nerven kostet, kostet im Endeffekt viel zu viel Ihrer wertvollen Zeit. Grund genug, sich von nervigen Kunden zu befreien und sie endgültig aus Ihrem Arbeitsalltag zu streichen. Dieser Schritt bedarf etwas Vorbereitung, vor allem wenn es sich um einen Kunden handelt, der einen großen Teil Ihres Einkommens einbringt. Sie sollten im besten Fall bereits einen Nachfolger haben. Außerdem sollten Sie Ihre Verträge überarbeiten, die es manchen Kunden vielleicht zu leicht machen. Wenn beispielsweise die Rechnungen immer viel zu spät bezahlt werden oder in irgendeiner Weise gratis Arbeit erwartet wird, sollten Sie solche Ärgernisse durch Vertragsklauseln ausschließen lassen. Im Zweifel hilft ein Fachmann.


Aktualisieren Sie Ihre Webseite

Auch Ihre Webseite freut sich über einen Frühjahrsputz. Sehen Sie sich die Webseite durch die Augen des Nutzers an: Ist sie nutzerfreundlich aufgebaut? Findet man schnell, was man sucht? Und vor allem: Wird auf einen Blick klar, welche Arbeiten und Dienstleistungen Sie anbieten? Gerade der letzte Punkt vermeidet unnötige Nachfragen durch Kunden und erspart Ihnen zeitraubende Aufklärungsarbeit. 


Überdenken Sie Ihren Arbeitsalltag

Vielen Freelancern fehlt die Struktur im Arbeitsalltag. Viele Aufgaben würden weit weniger Zeit kosten, wenn Sie einen festen Platz in der Arbeitswoche hätten und wirklich nur dann bearbeitet werden. Im besten Fall erstellen sie sich eine Art Stundenplan, in dem für jede Aufgabe ein fester Zeitraum festgelegt wird. Orientieren Sie sich dabei an Ihrem natürlichen Rhythmus. Wann sind sie am produktivsten? Hier bieten sich besonders anstrengende Aufgaben an. Wann brauchen Sie eine Pause? Ja, auch Pausen sollten fest in Ihrem Plan stehen. So holen Sie das Beste aus Ihrem Arbeitstag heraus.

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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