Webdesigner vs. DIY-Webseite: So überzeugen Sie Ihre Kunden von sich

24.04.2018

„Wie verdienst du als Webdesigner heutzutage eigentlich noch Geld, wenn sich jeder umsonst seine eigenen Webseite bauen kann?“ Das ist sehr wahrscheinlich die meist gestellte Frage an Webdesign Freelancer und die Antwort ist gar nicht so einfach. Denn es ist die Wahrheit: Jeder, der Lust dazu hat, kann sich eine Webseite erstellen und muss dazu kein einziges Wort mit einem Webdesigner gewechselt haben.




Aber werden sich diese DIY-Lösungen auf Dauer etablieren? Wir finden, dass sie in der Regel die schlechtere Option sind. Wenn Sie genauso denken und noch ein paar überzeugende Argumente für Ihre brauchen — bitte schön: Sechs Gründe, warum DIY-Plattformen schlechter sind als ein Webdesigner.


1. Einzigartigkeit

Wer weiß worauf er achten soll, wird die selbst gebauten Webseiten sehr leicht von den professionell erstellten Seiten unterscheiden können. Die Seiten sind sich alle sehr ähnlich, was sehr schnell langweilig und fade wirkt. Es ist eine Webseite wie hundert andere auch — wer will schon, dass die Besucher des eigenen Webauftritts so darüber denken?

Sie wollen doch, dass die Webseite die Einzigartigkeit Ihres Unternehmens und Ihre Persönlichkeit widerspiegelt, oder? Das könnte schwierig werden mit vorgefertigten Templates und Bausteinen, die vor Ihnen schon Tausende genutzt haben.


2. Drag & Drop ersetzt keine Design-Regeln

Beim Bauen einer Webseite geht es um mehr als die Auswahl verschiedener Puzzleteile und das anschließende Zusammensetzen zu einem vollständigen Bild — auch wenn die Betreiber der DIY-Seiten das suggerieren. Aber mit der Realität eines Webdesigners hat das wenig zu tun. Völlig egal, ob es um den richtigen Weiß-Anteil auf Ihrer Seite, den Call-to-Action-Button an der richtigen Stelle oder den Weg, den die Besucher auf Ihrer Seite nehmen sollen, geht: Es gibt Design-Regeln und Ihr Webdesigner kennt sie. Hier wird nicht Lego gespielt.


3. Service-Wüste DIY-Plattform?

Wenn Sie eine DIY-Plattform nutzen, um Ihre Webseite zu erstellen, gehen Sie in der Regel ein Abhängigkeitsverhältnis ein. Also sollten Sie auf den Service des Anbieters achten: Wie oft bekommen Sie ein Update? Sorgt die Plattform dafür, dass Ihre Seite auch auf mobilen Geräten und anderen Betriebssystemen gut aussieht? Wird die SEO-Anpassung geändert, wenn Google sich entscheidet, Seiten nach anderen Kriterien an der Spitze der Suchergebnisse anzuzeigen?

Unterm Strich können Sie diese Fragen nie verlässlich beantworten — Sie müssen dem Anbieter vertrauen. Doch es geht um Ihre Webseite, Ihr Unternehmen. Wäre es da nicht besser, einer realen Person dieses Vertrauen zu schenken, als einer (fast) kostenlosen Plattform?


4. DIY-Seiten haben Rechte

Zusätzlich zum (meist) fehlenden Service sollten Sie bedenken, dass die Plattformen oft die Rechte an Ihrer Webseite besitzen. Zwar sind Sie für das Management und die Inhalte verantwortlich, doch die Provider behalten sich eine Menge Rechte vor. Meistens gut versteckt und klein geschrieben in den Nutzungsbedingungen. Ein Webdesigner arbeitet für Sie, Sie bezahlen und bekommen neben einer tollen Webseite auch noch sämtliche Rechte abgetreten. Auf Dauer deutlich vertrauenswürdiger und unkomplizierter.


5. Eine „gratis“ Webseite zu bauen kann Hunderte Stunden kosten

Klar klingt es verlockend, wenn die Webseite umsonst ist. Doch als Unternehmer sollte Ihnen klar sein, dass umsonst nicht gleich umsonst ist. Denn je kleiner das Unternehmen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schlicht Besseres zu tun haben als sich selbst beizubringen wie man eine Webseite erstellt. Gerade wenn sie professionell aussehen soll, kann das Hunderte von Arbeitsstunden kosten. Herzlichen Glückwunsch — Sie haben ein paar Tausend Euro gespart, aber zwei Monate damit vertrödelt, eine semiprofessionelle Webseite zu bauen. War es das wert?


6. DIY-Seiten laufen oft schlecht

Der letzte Sargnagel für die DIY-Plattformen zum Erstellen von Webseiten: Die Performance lässt zu wünschen übrig, meistens sind sie deutlich zu langsam. Für den Erfolg einer Webseite spielt die Geschwindigkeit jedoch eine überaus wichtige Rolle, hier geht es um Sekunden. Muss ein Besucher fünf Sekunden warten, bis die Seite geladen hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er die Seite wieder schließt bevor er auch nur irgendetwas davon gesehen hat. Webdesigner wissen nicht nur, wie man eine Webseite gut aussehen lässt, sondern gestalten sie auch so dass der Nutzer Spaß daran hat. Außerdem sorgt er dafür, dass Ihre Seite auch gut gefunden wird. 


Fazit: Sparen Sie ruhig, wo Sie können, aber nicht am Webdesigner.






Bild: © Rawpixel.com - Fotolia.com

Freelancer Profil kostenlos anlegen. Aktuelle Projekte erhalten!

 Jetzt durchstarten

Weitere Artikel

  • Vertrag als Freiberufler kündigen – was ist zu beachten?

    Wer seinen Vertrag als Freiberufler kündigen und dem Vertragspartner Lebewohl sagen will, muss einige Aspekte beachten. Worauf es bei der Vertragskündigung als Freelancer ankommt, lesen Sie hier.
  • Unternehmensformen für IT-Selbständige

    Selbständige in der IT Branche haben in Deutschland verschiedene Rechtsformen zur Auswahl, unter denen sie ihrer Tätigkeit nachgehen können. Ob Einzelunternehmer oder Personen- (wie GbR, PartnerG) und Kapitalgesellschaften (wie GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG) hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab und muss im individuellen Einzelfall näher betrachtet werden.
  • So korrigieren Sie Ihre Rechnungen richtig!

    Selbständige, Freiberufler und Unternehmer sind grundsätzlich dazu verpflichtet, erbrachte Leistungen gegenüber dem Kunden mit einer Rechnung abzurechnen. Ist unser Kunde selbst Unternehmer, benötigt er die Rechnung als Nachweis, um sich die ausgewiesene Umsatzsteuer vom Finanzamt erstatten zu lassen.

Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden

Artikel kommentieren