Sie sind hier:  Freelancer Ratgeber  »  Artikel

 
10.04.2018

Warum jeder Freelancer einen Mentor haben sollte (und wie Sie ihn finden)


„Wenn ich DAS gewusst hätte…“ Wie oft Freelancer auf der ganzen Welt diesen Satz wohl schon gesagt haben? Gerade am Anfang der Karriere können Freelancer eine ganze Menge Fehler machen und nicht alles kann man durchdenken. Ganz egal, ob es darum geht, sein Spezialgebiet zu finden oder sich von Anfang an ein super Netzwerk aufzubauen — es ist kaum möglich, jede wichtige Erfahrung selbst zu sammeln. Wir erklären Ihnen deshalb, warum Mentoren so wichtig sind und wie Sie sie ausfindig machen.




Hier würde Erfahrung helfen, denn aus Fehlern lernt man ja tatsächlich. Aber muss man wirklich jeden Fehler selbst machen, um eine Lehre daraus zu ziehen? Wir sagen: Nein. Wir alle sind soziale Wesen und es ist oft mehr als hilfreich, jemand erfahrenen an der Hand zu haben, der den richtigen Ratschlag parat hat. Sie brauchen also einen Mentor. Aber kein Grund, sich gleich auf die Suche nach DEM EINEN Mentor zu machen. Es gibt überall Menschen, die Ihnen helfen können. Sie müssen sie nur finden. 


Darum sind Mentoren Gold wert:

1. Lernen Sie aus seinen Fehlern

Wir bereits erwähnt, müssen Sie das Rad nicht neu erfinden — die meisten Fehler wurden bereits von einem anderen gemacht. Wenn Sie selbst etwas falsch machen, werden Sie das Gelernte wirklich verinnerlichen. Aber es ist definitiv nicht nötig, sich jedes Mal selbst die Finger zu verbrennen. Manchmal braucht es einfach jemanden, dem Sie vertrauen und der Ihnen sagt, dass Ihre Idee vielleicht doch nicht so toll ist wie Sie dachten.


2. Holen Sie sich eine zweite Meinung

Gerade am Anfang Ihrer Karriere geht es rund, es steht eine Entscheidung nach der nächsten an. Es ist zwar nicht verkehrt, Pro- und Contra-Listen anzufertigen oder seinem Bauchgefühl zu folgen, aber eine zweite Meinung schadet nie. Wenn diese Meinung dann auch noch von jemandem kommt, der Ahnung hat und vielleicht sogar in genau der gleichen Situation wie Sie war, umso besser. 


3. Bauen Sie Selbstvertrauen auf

Der dritte gute Grund für einen Mentor ist das Selbstvertrauen, das man durch ihn aufbauen kann. Als Freelancer bekommt man selten Feedback zu seiner Arbeit, es gibt eben keinen Chef, der einem sagt ob man etwas gut oder schlecht gemacht hat. Ein Mentor ist wertvoll, weil er weiß, wie viel Arbeit Sie sich gemacht haben, was Sie investiert haben und es Ihnen immer wieder vor Augen hält. Er klopft Ihnen im richtigen Moment auf die Schulter und pusht Ihr Selbstvertrauen.


4. Profitieren Sie von seinem Netzwerk

Da ein Mentor schon per Definition über mehr Erfahrung verfügt als Sie, wird er höchstwahrscheinlich auch viel mehr Menschen kennen als Sie. Wenn er Sie an seinem Netzwerk teilhaben lässt und Ihnen die richtigen Leute vorstellt, kann das ein richtiger Karriere-Booster sein.


So finden Sie als Freelancer einen Mentor:

1. Reflektieren Sie Ihre Stärken und Schwächen

Wer den richtigen Mentor finden will, muss erst einmal wissen, was er genau sucht. Was ist das Besondere an Ihnen? Wenn Sie etwas Spezielles schon besonders gut können, wird ein Mentor für genau diesen Bereich nicht besonders effektiv sein. Es sind die Schwächen, auf die Sie sich konzentrieren sollten. Was möchten Sie besser können? Wenn Sie es wissen, können Sie nach jemandem suchen, der genau das perfekt beherrscht und richtig viel von ihm lernen.


2. Durchforsten Sie Ihr Netzwerk

Um einen Mentor zu finden, sollten Sie zuerst Ihr eigenes Netzwerk betrachten. Sie sind mit diesen Menschen verbunden, weil Sie viel von ihnen halten und vielleicht etwas Spezielles an Ihnen bewundern. Viele Personen eignen sich als Mentoren — ehemalige Lehrer oder Professoren, Kollegen, Vorgesetzte. Sie selbst wissen am besten, was Sie von ihnen lernen können und wie Sie damit Ihre Karriere vorantreiben. Das Beste daran: Menschen aus Ihrem eigenen Netzwerk müssen Sie nicht erst kennenlernen. Sie müssen sie lediglich um Rat fragen.


3. Besuchen Sie Freelancer-Treffen

Ganz egal ob online oder persönlich: In Netzwerkgruppen finden Sie Menschen, die für Ihre Branche genauso viel übrig haben wie Sie selbst. Dort haben Sie die Chance Experten zu treffen, die ihr Wissen gerne teilen. Wenn Sie jemanden kennen lernen, der Sie inspiriert, pflegen Sie den so entstandenen Kontakt. Aber übertreiben Sie es nicht! Sie wollen sich ja schließlich nicht aufdrängen, sondern lediglich eine respektvolle, freundliche und professionelle Verbindung aufbauen, bei der Sie etwas lernen können.


4. Nutzen Sie Mentoren-Programme

Wer jetzt Blut geleckt hat, kann sich auch an Mentoren-Programmen beteiligen. Manche „verkuppeln“ Freelancer online mit passenden Mentoren, bei anderen Programmen trifft man sich und lernt seinen Mentor gleich persönlich kennen. Die Programme sind ein guter Weg, um schnell jemanden zu finden. Beachten Sie aber die Regeln der Plattformen und machen Sie sich mit den Gepflogenheiten vertraut, um nicht in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten und am Ende einen Mentor zu haben, mit dem Sie gar nichts anfangen können. 






Bild: © auremar - shutterstock.com
Freelancer Profil kostenlos anlegen. Aktuelle Projekte erhalten!

 Jetzt durchstarten

Weitere Artikel

Kommentare

  • Kommentar von Axel am 21.04.2018 um 13:02 Uhr

    Hallo,

    super Artikel. Es sit nicht immer leicht einen Mentor zu finden. Selbst war die Suche sehr schwer für mich. Aber nach langer Suche hatte ich den richtigen Mentor gefunden. Mittlerweile stehe ich für Freelancer die online Geld verdienen möchten zur Verfügung. Auf meiner persönlichen Seite https://www.freelancerwerden.de stelle ich jede Menge Möglichkeiten vor, online als Freelancer durchzustarten. Das ich dort als persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung stehe, ist ein zentrales Punkt um anderen in diesem Bereich weiterzuhelfen.

    Beste Grüße,
    Axel

Artikel kommentieren