Kundenakquise optimieren mit Ihrem „Selbstbedienungs-Projektplaner“

29.03.2018

Viele Supermärkte haben bereits automatische Kassensysteme eingeführt — Kunden legen ihre Produkte in den Korb und scannen sie am Ende selbst ein. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Kunden können ihr eigenes Tempo vorgeben, dennoch geht insgesamt alles schneller weil unnötige Interaktionen wegfallen. Unter Freelancern etabliert sich allmählich ein ähnliches System: der „Selbstbedienungs-Projektplaner“. Er spart Zeit und sorgt schnell für Klarheit.




Was ist überhaupt ein Projektplaner?

Ein Projektplaner ist eine Möglichkeit für potentielle Kunden, ihre Ansprüche und Besonderheiten des Projekts auf einem Formular auf Ihrer Webseite zusammen zu fassen. So sehen Sie auf den ersten Blick, ob das Projekt etwas für Sie wäre oder nicht. Das spart auf beiden Seiten nicht nur eine Menge Zeit, sondern stellt für Kunden auch noch eine besonders niederschwellige Kontaktmöglichkeit dar — sie müssen lediglich ein Formular ausfüllen und wissen, was sie wollen.


11 Punkte, die Sie in Ihren Projektplaner einbauen können

Beim Projektplaner gilt: Gestaltung ist alles — sie entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Welche Elemente Sie genau einbauen, hängt von Ihnen und Ihrem Angebot als Freelancer ab. Je mehr Punkte der Kunde ausfüllen kann, desto genauer kann er seine Wünsche und Vorstellungen beschreiben. Zu viele Elemente können jedoch auch kontraproduktiv sein, weil der Kunde die Lust verlieren kann. Es kommt also auf das richtige Verhältnis an. Wir haben ein paar Ideen für Sie:


Basisinformationen

Um diesen Punkt kommen Sie nicht herum, die Basisinformationen müssen Part Ihres Projektplaners sein. Lassen Sie sich den Namen des Kunden, das Unternehmen, die E-Mail-Adresse, die Adresse und eine Telefonnummer mit Erreichbarkeitszeiten geben.  


Zusammenfassung des Projekts

Im Anschluss sollte der potentielle Kunde grob das geplante Projekt beschreiben. Am besten bieten Sie ein offenes Feld, in dem er frei schreiben kann. Wenn Sie vermeiden wollen, dass der Kunde zu viel oder wenig schreibt, geben Sie eine grobe Anzahl der Worte vor. 50-100 Worte oder um die 500 Buchstaben (vergessen Sie nicht, den Zähler zu aktivieren) sollten reichen, um einen ersten Überblick zu bekommen.


Ziele

Jetzt kann es weiter in die Tiefe gehen, fragen Sie nach wichtigen Details des Projekts. Sie wissen bereits, um was es geht — aber was will der Kunde damit erreichen? Wünscht er sich mehr Seitenaufrufe für seine neue Webseite? Will er ein ganz spezielles Publikum ansprechen? Sie könnten den Kunden seine drei wichtigsten Ziele aufzählen lassen, so wissen Sie schnell, um was es ihm wirklich geht.


Unternehmensphiliosophie

Auch das wäre ein interessanter Punkt für Ihren Projektplaner. Wer kreativ für ein Unternehmen arbeitet, sollte sich auf jeden Fall damit beschäftigen, wie das Unternehmen sich selbst sieht. Denn genau dieses Image sollte im Projekt erkennbar sein.


Projekte, die dem Kunden gefallen

Um zu verstehen, was ein Kunde erwartet, kann man einfach fragen, welche anderen Projekte ihm gefallen. Das klingt simpel, zeigt aber schnell, welche Erwartungen er hat. Können Sie sie erfüllen? Das Wissen, wie hoch oder gering die Erwartungen ausfallen, sollten Sie auch in Ihre Preisgestaltung einbeziehen.


Wettbewerb

Ein Teil Ihres Jobs besteht darin, den Wettbewerb und die Konkurrenz des Kunden unter die Lupe zu nehmen. Diesen Arbeitsschritt, der nicht selten mit aufwendiger Recherche verbunden ist, können Sie sich sparen. Fragen Sie den Kunden doch einfach. Er wird die Frage deutlich schneller beantworten können. 


Erfahrung mit Freelancern

Die Arbeit mit Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit Freelancern gemacht haben, ist einfach anders als mit Neulingen. Wenn es noch keine Erfahrungswerte gibt, sollte das zwar nicht gleich ein Ausschlusskriterium sein. Aber es ist auf jeden Fall hilfreich, es zu wissen und könnte ebenfalls ein Element in Ihrem Projektplaner sein.


Welche Fähigkeiten sind gefragt?

Vielen potentielle Kunden fällt es schwer zu beschreiben, was sie wirklich wollen und von einem Freelancer erwarten. Entweder haben sie noch wenig Erfahrung oder haben sich die Frage noch gar nicht selbst beantwortet. Deshalb hilft die explizite Frage nach den gefragten Fähigkeiten sowohl dem Kunden als auch Ihnen. Im besten Fall erstellen Sie eine Liste an Fähigkeiten und Angeboten, aus der der Kunde einfach auswählen kann. 


Deadline

Die Deadline erklärt sich von selbst — der Kunde sollte angeben, ob es einen Zeitrahmen gibt und ob er ein Datum im Kopf hat, an dem das Projekt fertiggestellt sein soll. So sehen Sie schnell, ob Sie für den Zeitraum überhaupt noch Kapazitäten frei haben und das Projekt annehmen können.


Budget

Hier wird es ein bisschen schwierig. Viele Kunden wollen Ihr Budget natürlich nicht preisgeben, weil sie hoffen, weniger ausgeben zu müssen als sie könnten. Anstatt nach einer genauen Zahl zu fragen, kann es helfen, Preisrahmen zur Auswahl anzubieten (500-999 Euro, 1000-1999 Euro usw.). 


Bevorzugte Zahlungsmethode

Hier geht es nicht um die Zahlungsmethoden beim Onlineshopping — PayPal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung. Hier geht es darum, in welcher Weise der Kunde seine Rechnung bei Ihnen begleichen möchte. Ob er also eine Anzahlung leistet und den Rest bei Fertigstellung, ob Sie Meilensteine mit ihm vereinbaren oder ob er komplett am Ende des Projekts bezahlt. Überlegen Sie, was überhaupt für Sie infrage kommt und bieten Sie ihm diese Möglichkeiten zur Auswahl an. 






Bild: © Andrey Popov - shutterstock.com
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