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29.03.2018

Darum sollten Sie sich Google Go aneignen


Google Go hat den Aufstieg von einer absoluten Ausnahme unter den Programmiersprachen zum „nächsten großen Ding“ geschafft. Es ist zwar noch weit entfernt davon, die meist genutzte Programmiersprache zu sein, doch Google Go hat auf jeden Fall das Potential dazu. Es gibt so einige Gründe, weshalb Programmierer Go im Repertoire haben sollten. Wir erklären, warum Google Go so erfolgreich ist und warum Sie am besten gleich heute anfangen, die Programmiersprache zu lernen.




Was ist Go und wer hat’s erfunden?

Google hat die Programmiersprache Go 2007 kreiert. Ursprünglich war sie nur für den internen Gebrauch bestimmt, doch schon bald war klar, dass das große Potential der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden sollte. 2009 wurde Go offiziell vorgestellt und wächst seitdem in rasantem Tempo.

Für Go waren einige der besten Programmierer am Werk. Ken Thompson beispielsweise hat B erfunden, den Vorläufer der Programmiersprache C — bis heute eine unheimlich beliebte Sprache. Auch Rob Pike war maßgeblich an der Entwicklung von Go beteiligt. Er war Teil des Unix-Teams und hat die Sprache Limbo erfunden. Gemeinsam haben sie UTF-8 entwickelt, bis heute die Standardkodierung für XML und HTML. Die beiden Köpfe in einem Team, Personal und Wissen von Google — das klingt nach einem waschechten Erfolgsrezept. Herausgekommen ist Go.


Deshalb sollten Sie Go lernen:

1) Keine andere Sprache wächst schneller

Anfang 2017 hat Tiobe bereits darüber berichtet, dass das Interesse an Go schneller wächst als an irgendeiner anderen Sprache. Go überholt die Konkurrenz mit Leichtigkeit, hat innerhalb eines Jahres 2,16% an Beliebtheit zugelegt und kletterte von Platz 54 auf Platz 13 der beliebtesten Programmiersprachen. Keine andere Sprache ist annähernd so schnell gewachsen, hinter Go liegt Darth abgeschlagen mit einer Steigerung der Beliebtheit um 0,95%.


2) Multicore-Nutzung

Eine der größten Veränderungen seit den 90er Jahren in Sachen Computer-Hardware haben die Prozessoren durchgemacht. Statt einem Rechenkern gibt es inzwischen Quad- und Octa-Core CPUs, also Prozessoren mit acht Rechenkernen — das steigert die Leistung beträchtlich. Viele  aktuelle Programmiersprachen wurden in einer Zeit entwickelt, in der ein einziger Rechenkern verbaut war. Mit der Leistung, die heutzutage möglich (und normal) ist, kommen viele nicht zurecht. Go ist das genaue Gegenteil und macht die Programmiersprache zu einem Multitalent.


3) Gleichzeitigkeit

Einer der größten Vorteile von Go ist die Möglichkeit, gleichzeitig auf mehreren Ebenen damit arbeiten zu können. Mit Goroutines können Sie theoretisch an tausenden Aufgaben gleichzeitig arbeiten und diese auch noch miteinander synchronisieren. Das erlaubt ein deutlich effizienteres Arbeiten als mit anderen Programmiersprachen.


4) Der Code ist einfach und pflegeleicht

Bei der Entwicklung von Go wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, das Programmieren so gut es geht zu vereinfachen. Ein mit Go verfasster Code zeichnet sich tatsächlich durch seine Klarheit und die einfache Pflege aus, immerhin hat Google die Sprache für die interne Infrastruktur kreiert. Zwei Dinge waren dabei besonders wichtig: 1. Die Sprache musste auf Anhieb gut verständlich sein und 2. Sollten die Segmente des Codes so wenig Einfluss aufeinander haben wie möglich. So können nicht nur mehrere Personen gleichzeitig an einem Projekt arbeiten, sondern erleichtert die Wartung und Veränderungen.


5) Go genießt großes Vertrauen

Go wird nicht nur von vielen Programmieren geschätzt, sondern hat sich auch in großen Unternehmen bewährt. Genutzt wird die Sprache beispielsweise von Netflix, der New York Times, dem Economist, GitHub und IBM — und natürlich nach wie vor von Google selbst. Wen das nicht überzeugt, kann sich hier eine Liste aller Unternehmen ansehen, die Go für sich nutzen.


So fangen Sie an
 
Wer jetzt sofort starten will, findet online jede Menge Infos und Tools, um mehr über Go zu erfahren. Unter anderem gibt es ein 30-minütiges Video von Google, in dem es nur um die Programmiersprache geht. Außerdem gibt es dort Beispiele, Neuigkeiten und Möglichkeiten zum Ausprobieren. Auf CodeSchool und Udemy gibt es ebenfalls super Online-Kurse. 






Bild: © Neirfy - shutterstock.com
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