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15.03.2018

Positive Entwicklung für Freiberufler geht auch 2018 weiter


IT-Freiberufler können mit einem erfolgreichen Jahr rechnen: Vor allem die Bereiche Automotive und Industrie bieten viele Einsatzmöglichkeiten, die einen starken Projektmarkt und gute Auftragsaussichten versprechen.




Dem laufenden Jahr sehen Freiberufler laut der aktuellen SOLCOM Marktstudie „Ausblick auf den Projektmarkt 2018“ optimistisch entgegen und erwarten eine positive Entwicklung der Arbeitssituation und -Konditionen. 
Dank hohem Bedarf an neuen Entwicklungen in Kommunikations- und Produktionsprozessen, sowie der günstigen wirtschaftlichen Lage, wird eine große Nachfrage im IT-Bereich erwartet. 


Modernisierung bietet vielversprechende Hoffnungen

Die digitale Transformation ist in vielen Unternehmen ohne externe Fachkräfte nur schwer durchzuführen, was anhand der Projektauslastung der Freiberufler deutlich wird: Acht von zehn sind demnach sehr gut beschäftigt und jeder Dritte ist sogar mit mehr als 100 Prozent voll ausgelastet. 
Unter anderem durch die günstige wirtschaftliche Lage zeichnet sich bei vielen Unternehmen eine hohe Investitionsbereitschaft zugunsten der Optimierung digitaler Prozesse ab, wodurch der optimistische Ausblick auf den IT-Projektmarkt mit einer positiven Wachstumserwartung von 80,2 Prozent begründet werden kann.
Die Erwartungen bezüglich der Stundensätze 2018 zeigen dahingegen keine große Weiterentwicklung im Vergleich zu 2017. So geht die Mehrheit von einer Stagnation aus.
Eine Vielzahl an Auftragsmöglichkeiten bieten vor allem die Branchen Automobil und Transport & Logistik, denen großes Wachstumspotenzial zugeschrieben wird. Trotzdem können die persönlichen Projektchancen dieses Jahr laut SOLCOM-Projektmarktbarometer Q4/2017 nicht mit den herausragenden Werten vom Vorjahr mithalten, was allerdings kein Grund zur Sorge sein dürfte, da der Wert immer noch signifikant im niedrigen Bereich liegt und die Mehrheit gleichbleibende Chancen erwartet.
Freelancer erwarten trotz den optimistischen Aussichten für den Projektmarkt insgesamt keine großen Auswirkungen oder Entwicklungen für ihre Tätigkeit, sondern gleichbleibende Konditionen.
Dieses Ergebnis kann aufgrund des hohen Vorjahresniveaus in der Kategorie „Stundensätze“ und den persönlichen Projektchancen jedoch als gute Bilanz eingestuft werden.


Industrie 4.0 öffnet neue Türen

Da neben den großen Konzernen auch mittelständische Unternehmen darauf angewiesen sind, ihre Auftragsabwicklung zu optimieren und mit gezielten Technologien komplexe Datenmengen zu verarbeiten, befindet sich die „Industrie 4.0“ auf Rang eins der Themen mit den größten Marktchancen. Auch in die „Automatisierung“ werden große Hoffnungen gesetzt, da insbesondere die Vereinfachung der Arbeitsprozesse, sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sind. 
Diese Themen sind auch bei den Spitzenreitern der wachstumsstärksten Branchen Automotive und Industrie sehr begehrt. Insbesondere Experten für Projektleitung und Beratung im Prozessmanagement können daher mit hoher Nachfrage rechnen und sich über die besten Stundensätze im IT-Bereich freuen, wie das SOLCOM-Projektmarktbarometer Q4/2017 feststellt.
Neben der Verbesserung der Betriebsprozesse ist eine Neustrukturierung im Bereich E-Commerce für viele Unternehmen von zentraler Bedeutung, weshalb auch hier Projektleitung stark gefragt ist und mit hohen Stundensätzen rechnen kann.


SAP wieder beliebter

Entwickler sind aufgrund des Bedarfs an spezifischen Benutzeroberflächen und komplexen Umstrukturierungen auf dem Markt weiterhin von Vorteil. Die meisten Anfragen und auch lukrative Aussichten werden –laut SOLCOM Projektmarktbarometer - für Qualifikationen in der Java-Entwicklung erwartet. 
Im Vorjahr waren SAP-Kenntnisse  nur noch vereinzelt relevant. Umso mehr freuen können sich Freiberufler mit Kenntnissen in SAP-Entwicklung und -Beratung: Im Ranking der meist nachgefragten Qualifikationen liegen diese Kompetenzen aktuell wieder auf dem zweiten und dritten Platz. Dieser Aufstieg geht mit der Beliebtheit der Industrie 4.0 einher, da nicht mehr nur große Konzerne, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen ihre Geschäftsprozesse dementsprechend anpassen müssen. 


Fazit

Das Potenzial der digitalen Technologien ist noch lange nicht aufgebraucht und wird weiterhin qualifizierte Fachkräfte fordern, die Unternehmen unterstützen und Maßnahmen zur Umsetzung neuer Geschäftsstrukturen und modernisierter Prozesse ergreifen. Feststeht, dass mit den kommenden Entwicklungen vor allem spezialisierte Experten anstelle von vielseitigen Allroundern gefragt sind.






Bild: © violetkaipa - Fotolia.com
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