8 Tipps für Ihren Lebenslauf: Darauf achten Personaler

27.02.2018

Auf der Suche nach einem neuen Job, einem Projekt oder Kunden legen wir alle besonderes Augenmerk auf den Lebenslauf. Er entscheidet, ob wir angerufen werden oder eben nicht. Allerdings — und das dürfte für die meisten eine Überraschung sein — investieren Personaler gerade einmal sechs Sekunden ihrer Zeit für den Blick auf Ihren CV.




Diese Zeitspanne ist extrem kurz, doch Personaler haben schlicht nicht mehr Zeit, um sich die Lebensläufe anzusehen. Bei Hunderten von Bewerbungen müssen Sie sich schnell einen Überblick verschaffen und herausfinden, ob der Bewerber geeignet ist oder nicht. Bevor Sie also Stunden damit verbringen, den vermeintlich perfekten Lebenslauf zu gestalten, sollten Sie sich in ihre Lage versetzen. Darauf achten Personaler wirklich:


1. Einer für alle?

Der größte Fehler, den Sie machen können? Allen potentiellen Arbeitgebern und Kunden den gleichen Lebenslauf zusenden. Jeder Job hat spezielle Voraussetzungen, auf die Ihr Lebenslauf abgestimmt sein sollte. Joberfahrungen oder Fähigkeiten, die für die eine Ausschreibung essentiell sind, können für ein anderes Angebot völlig belanglos sein. Schneiden Sie Ihren Lebenslauf immer genau auf die Anforderungen des Projekts zu, Personaler merken sofort ob Sie sich darüber Gedanken gemacht haben und sortieren Standard-Lebensläufe aus.


2. Schlüsselwörter

In sechs Sekunden kann man sich wirklich nicht besonders viel ansehen. Umso wichtiger, dass der Blick des Personalers gleich auf die richtigen Begriffe fällt, die im besten Fall in Ihrem Lebenslauf stehen. Nicht selten nutzen Personaler die Tastenkombination CRTL+F, um die Lebensläufe im Schnelldurchlauf auf die richtigen Worte zu untersuchen. Finden Sie die gefragten Fähigkeiten oder Begriffe nicht, wird der CV aussortiert. Überlegen Sie sich also vorher, welche Worte Sie auf jeden Fall einbauen sollten. 


3. Klares Design

Eine klare Struktur ist eine der wichtigsten Eigenschaften für den Lebenslauf. Auf einen Blick sollte zu sehen sein, wie er aufgebaut ist und um was es in jedem einzelnen Punkt geht. Ihre Ausbildung sollte getrennt von Ihrer Berufserfahrung aufgelistet werden. Bei besonders vielen Erfahrungen macht eine zusätzliche inhaltliche Unterscheidung womöglich auch Sinn. Und denken Sie daran: Nur Relevantes gehört in den Lebenslauf. Die klare Struktur ermöglicht es dem Personaler, auch in kurzer Zeit das Wichtigste zu scannen.  


4. Links setzen

Wir schreiben das Jahr 2018. Es gibt Computer, es gibt das Internet — viele Bewerbungen werden online abgewickelt. Wenn Sie Ihren Lebenslauf per E-Mail verschicken, trauen Sie sich ruhig, Links einzubauen. Sie haben eine Website? Setzen Sie einen Link. Als Programmierer verlinken Sie den Lebenslauf mit Ihrem GitHub-Profil, wenn dort interessante Projekte zu sehen sind. Wenn Sie den Bereich Social Media für Ihre Arbeit nutzen, kann auch hier ein Link hilfreich sein. Wenn der Personaler mehr von Ihnen wissen will, ersparen Sie ihm mit den Verlinkungen viel Arbeit und Zeit. Definitiv ein Pluspunkt.


5. Bekannte Kunden oder Arbeitgeber

Namen sind Schall und Rauch? Nicht für Personaler. Große Namen schinden Eindruck und bleiben im Gedächtnis, also heben Sie Ihre bekanntesten Kunden und Arbeitgeber hervor. Achten Sie darauf, dass die Unternehmen einen guten Ruf genießen und respektiert werden. Erfahrene Personaler können von Ihren Erfahrungen auf Ihre Fähigkeiten schließen. Sie wissen, dass Angestellte der Firma X mit sehr kurzen Deadlines umgehen können oder besonders kreativ arbeiten. 


6. Rechtschreibung und Grammatik

Dieser Rat ist sicher nicht Neues für Sie, doch er ist nun mal Gold wert und gehört somit auch in diese Liste. Mit Worten umgehen zu können, reicht heutzutage nicht mehr. Wer mit Rechtschreibung und Grammatik nicht klar kommt — gerade in Zeiten der Autokorrektur — macht schlicht einen schlampigen Eindruck. Wer es nicht einmal schafft, das unterstrichene Wort noch einmal nachzuschlagen, wird auch bei der Arbeit nicht auf Details achten.


7. Kleine, unterhaltsame Details

Der Punkt „Hobbies“ im Lebenslauf wird von vielen leider kaum beachtet. Doch gerade, wenn Sie in Ihrer Freizeit ungewöhnlichen Hobbies nachgehen, sollten Sie sie erwähnen. Auch, wenn Sie „nur“ ein Instrument spielen oder zeichnen, gehört das Hobby in den CV. Erstens könnte es sein, dass der Personaler oder andere Mitarbeiter des Unternehmens Ihre Leidenschaft teilen und gleich einen Anknüpfungspunkt haben. Und zweitens bleiben Sie mit Ihren Hobbies viel leichter im Gedächtnis. 


8. Extra-Tipp für ITler

Sehr viele unserer Leser auf freelancermap.de kommen aus der IT-Branche. Daher noch ein extra Tipp speziell für ITler: Personaler im IT-Bereich halten sich kaum mit Berufsbezeichnungen auf. Für sie zählen Ihre Fähigkeiten, also zeigen Sie ruhig, was Sie können! Fügen Sie wenn möglich Beispiele Ihrer Arbeit ein, zum Beispiel mit Links wie in Tipp Nummer vier.






Bild: © racorn - shutterstock.com
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