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20.02.2018

Darum sind Sie Freelancer


Im Freelancer Kompass 2017 haben uns 1.112 Freelancer verraten, was für sie das Größte am Freelancer-Dasein darstellt. Den Status als Festangestellter mit bezahltem Urlaub, Versicherungen und Lohnausgleich im Krankheitsfall aufzugeben, ist für viele undenkbar. Den meisten Arbeitnehmern ist nicht klar, wie man sich aus diesem bequemen Leben verabschieden kann. Was also treibt all die Selbstständigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu, ihren Job an den Nagel zu hängen? Wir wissen es!





1. Unabhängigkeit

Unangefochten auf Platz 1 der Liste der größten Vorteile als Freelancer: Die Unabhängigkeit. Für 57,91% der Umfrageteilnehmer ist es das Schönste, keinen Chef mehr im Nacken zu haben, der den Arbeitsalltag bestimmt. Keine starren Strukturen, in die man sich fügen muss. Keiner, der einem sagt was man wann und in welcher Weise zu tun hat. Keine Aufgaben, die man gar nicht machen möchte, um die man aber einfach nicht herum kommt. Hach, das Freelancer-Leben ist toll…


2. Freie Zeiteinteilung

Sie wollen ausschlafen? Tun Sie es! Sie wollen nachts arbeiten? Kein Problem! Für 55,04% der Freelancer zählt die freie Zeiteinteilung zu den größten Vorteilen des Freelancer-Daseins. Gerade für Menschen, die sich morgens aus dem Bett quälen müssen oder Freelancer mit Familie ist die flexible Tagesplanung ein Segen. Manchen hilft es zwar trotzdem, sich feste Arbeitszeiten vorzunehmen, doch wenn mal etwas Schöneres dazwischen kommt, ist niemand böse wenn man sich dafür entscheidet.


3. Entscheidungsfreiheit

Das hohe Maß an Entscheidungsfreiheit belegt Platz 3 unserer Liste. 44,42% der Freelancer genießen es, nicht mehr nach der Pfeife eines anderen tanzen zu müssen. Diese Entscheidungsfreiheit bedeutet zwar auch ein viel höheres Maß an Verantwortung, doch das Gefühl alles selbst in der Hand zu haben, ist befreiend. Gerade sehr kreative Menschen leiden oft unter den Grenzen, die ihnen in der Festanstellung gesetzt werden. Als Freelancer existieren diese Grenzen nicht.


4. Projektvielfalt

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ ist für viele Arbeitnehmer nicht nur ein Film. Die Arbeitstage fühlen sich gern mal an, als ob jemand jeden Morgen auf die Repeat-Taste drücken würde. Kein Wunder, dass für 37,95% der Freelancer die Projektvielfalt einen großen Vorteil bedeutet. Selbstständige können sich aussuchen, für welche Projekte sie arbeiten. Je nachdem, wie vielfältig die Fähigkeiten sind, ist das Spektrum der Arbeitseinsätze sehr groß. Langweilig wird es also sicher nicht.


5. Höheres Einkommen

Für 28,24% ist das höhere Einkommen ein Vorteil als Freelancer. Immerhin 60% der Befragten gaben an, mehr zu verdienen als ihre Kollegen in Festanstellung, nur 12% denken, sie würden weniger verdienen. Wer sich selbstständig macht, befreit sich nicht nur aus dem Korsett seiner Anstellung, sondern wird für seinen Mut auch noch finanziell belohnt. Also trauen Sie sich ruhig! Hilfe zur Kalkulation eines angemessenen Stundensatzes finden Sie bei unseren Ratgeberartikeln. 


6. Home Office 

Am schönsten ist es immer noch zu Hause. Das kommt Ihnen bekannt vor? Dann zählen Sie womöglich zu den 26,71% der befragten Freelancer, für die das Homeoffice einen der größten Vorteile darstellt. Hier stört es niemanden, wenn Sie keinen Anzug tragen oder bei der Arbeit Musik hören. Schlecht gelaunte oder nervige Kollegen gehören der Vergangenheit an und wenn das Kind krank ist, bleibt es eben bei Ihnen zu Hause. Ein extra Arbeitszimmer können Sie sogar von der Steuer absetzen.


7. Kundenauswahl

Auch als Freelancer muss man sich manchmal mit nervigen Kunden herumschlagen. Dennoch ist für 16,37% der Befragten die freie Kundenauswahl ein großer Vorteil. Immerhin hat man es hier noch selbst in der Hand und sie können im Gegensatz zum Festangestellten einfach „Nein“ sagen. Wer als Angestellter an einen unhöflichen oder dreisten Kunden gerät, muss die Zähne zusammenbeißen und da durch. Wenn Ihr Bauchgefühl als Freelancer Alarm gibt, kommt es gar nicht erst soweit.


8. Keine Verdienstgrenzen

Auf dem letzten Platz, aber immerhin von 11,96% unserer Freelancer genannt: Die fehlenden Verdienstgrenzen. Kein Tarifvertrag regelt, wie viel Sie maximal verdienen können — für Freelancer ist alles möglich. Wenn Sie eine Koryphäe auf Ihrem Gebiet sind und wissen, dass die Kunden Unsummen bezahlen würden, um SIE zu bekommen, können Sie auch Unsummen verlangen. Die Nachfrage regelt Ihren Marktwert, das war schon immer so. Und als Freelancer streichen Sie die Gewinne ein, nicht Ihr Chef.


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Bild: © olly - Fotolia.com
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