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20.02.2018

Deshalb sollten Sie sich als Freelancer selbst evaluieren


Das neue Jahr ist noch jung, doch haben Sie das alte auch ordentlich abgeschlossen? Nehmen Sie sich Zeit, um sich Gedanken um das vergangene Jahr zu machen. Gerade für Freelancer kann es sehr nützlich sein, das Jahr zu evaluieren und sich bewusst zu machen, was man gut gemacht hat oder auch besser machen könnte.




Es kann auch unangenehm sein, darüber nachzudenken wo man gerade steht und wo man im Moment gerne sein würde. Wer aber fundierte Entscheidungen auf Grundlage seines eigenen Jahresrückblicks trifft, bringt sich in Sachen Erfolg ein großes Stück nach vorn. Wir erklären, was der Rückblick bringt und haben einen kleinen Evaluations-Leitfaden für Sie zusammengestellt.


Deshalb lohnt sich eine Evaluation:

1. Ein strukturierter Rückblick verschafft Ihnen den Durchblick

Ein Rückblick auf Sie und Ihr Unternehmen am Jahresende ordnet Ihre Gedanken. Unbewusst evaluiert man sich sowieso ständig: Die Evaluation ist der Moment am Ende des Tages, in dem Sie im Bett liegen und entweder ein Gefühl des Erfolgs oder eben des Misserfolgs in sich spüren. Wir bewerten uns und den Tag, doch besonders aussagekräftig ist dieses impulsive Gefühl nicht. Ein kleiner Fehler kann die Erfolgsmomente des Tages komplett aus dem Blickfeld verbannen und das Urteil sehr verzerren. Um voran zu kommen und Pläne zu schmieden, ist es also unbedingt nötig, am Ende des Jahres noch einmal alles ganz objektiv Revue passieren zu lassen.


2. "Eigen-Lob stinkt" motiviert

Gerade für Sie als Freelancer ist diese Erinnerung an Ihre Leistungen und eine objektive Beurteilung wichtig. So mancher Außenstehende mag denken, sie seien sehr ich-bezogen, doch wer sonst soll Ihnen Feedback geben? Keiner Ihrer Kunden wird zu diesem Zweck am Jahresende anrufen oder vor Ihrer Tür stehen. Sie haben keinen Chef, der Ihnen am Ende des Jahres auf die Schulter klopft, den Bonus-Scheck überreicht und Ihre Arbeit lobt oder Sie zu besseren Leistungen anspornt. Sie sind Ihr eigener Chef, diesen Job müssen Sie somit eben selbst erledigen. Und Sie sollten Ihn wirklich erledigen, denn nur verdientes Lob kann man seinen hohen Standard halten.


5 Dinge, die Sie evaluieren sollten:

Jetzt, wo wir Sie hoffentlich motivieren konnten, sich selbst zu evaluieren, haben wir auch gleich noch eine Liste zusammengestellt, die auf Ihrer Evaluationsliste nicht fehlen sollten:


1. Einkommen

Hier gibt es nur wenig zu erklären: Wie viel haben Sie verdient? Wie sieht es aus, wenn Sie Ihren Verdienst mit dem vom letzten Jahr vergleichen? Werden Sie Ihren Stundensatz im kommenden Jahr erhöhen? An Ihrem Einkommen können Sie Ihren Erfolg ziemlich gut ablesen. Und auch, wenn Geld nicht alles sein sollte— am Ende entscheidet es über Ihren Erfolg oder Misserfolg.  


2. Stundensatz

Der Stundensatz ist eng verknüpft mit dem Einkommen, dennoch lohnt es sich ihn als extra Punkt zu betrachten. Ist Ihr Stundensatz vielleicht zu hoch oder zu niedrig? Möchten Sie ihn ändern? Diese Frage müssen Sie sich während Ihrer Karriere regelmäßig stellen, denn Ihr Stundensatz muss immer an Ihre Lebenshaltungskosten angepasst werden.


3. Wachstum

Wächst Ihr Unternehmen oder stagniert es gerade? Wachstum hat viele verschiedene Bedeutungen. Es kann mehr Geld bedeuten, mehr Kunden, neue Fertigkeiten oder auch das Erschließen der Märkte im Ausland. Evaluieren Sie alle  für Sie relevanten Punkte und überlegen Sie, ob der Bereich wachsen soll und was sie dafür tun können. Langsames, aber stetiges Wachstum hat sich bewährt.


4. Freude

Hatten Sie im letzten Jahr Spaß an der Arbeit? Es mag profan klingen, ist aber ein wichtiges Thema. Wenn Sie Projekte annehmen, an denen Sie keine Freude haben oder Ihr Arbeitsalltag einfach nicht so ist, wie Sie es sich vorgestellt haben, sollten Sie etwas ändern. Wer keinen Spaß an der Arbeit hat, macht nicht nur etwas falsch, sondern macht es voraussichtlich auch nicht mehr besonders lang.

 
5. Feedback

Nutzen Sie Ihr Kundennetzwerk, um sich Feedback geben zu lassen. Das kann sehr wertvoll sein, weil Kunden genau wissen, was Sie sich von Ihnen noch wünschen würden und was Sie vielleicht besser machen können. Sie sehen Dinge, für die wir kein Auge haben, weil wir zu sehr im Thema sind. Nicht jeder wird Ihnen eine Rückmeldung geben, aber selbst eine ist besser als gar keine.






Bild: © Konstantin Yuganov - fotolia.com
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