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10.10.2017

Freelancer im Interview: Christian Walter Hinze


Zu dem Arbeitsangebot von Christian Walter Hinze gehört hochwertiges SEO. Dabei lehnt das freelancermap-Mitglied den Linkkauf ab und baut ausschließlich natürliche Backlinks auf. Darüber hinaus schätzt er gute und durchdacht strukturierte Inhalte bzw. Texte für Webseiten und legt großen Wert auf deren Lesbarkeit.





Kleine Aufwärmrunde - Stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor:
Mein Name lautet Christian Walter Hinze. Ich bin ein Kind dieser Stadt: Berlin. Derzeit lebe und arbeitet ich in München. Interessante Formulierung „grobes Fachgebiet“. Es ist SEO mit Fokus auf Content-Marketing - sprich: Gute Inhalte, gut verlinkt. Dies übe ich nun seit dem Jahre 2011 aus. 

Was sind die Probleme und Aufgaben, bei denen Sie Ihren Kunden helfen? 
Es überrascht selbst mich! Zu Anfang meiner freiberuflichen Tätigkeit wollte ich die besten Analysetools nutzen, die ausführlichsten Reports schreiben und schlicht all das anbieten, was man wohl von einem guten SEO erwarten darf. Und obgleich Teile davon zu meiner Arbeitsweise gehören, machen sie mich nicht besonders. Ich verdanke es einer meiner Stammkundinnen, dass ich weiß, was mich besonders macht. „Ich vertraue Ihnen, Herr Hinze.“, sagte sie zu mir nach einem Meeting. Eine Eigenschaft, die ich für selbstverständlich hielt und der ich nicht viel Beachtung schenkte. Meine Kunden vertrauen mir, dass sie von mir erfahren, was wirklich wichtig ist in der Suchmaschinenoptimierung, das sie von mir keine leeren Versprechungen erhalten und das sie verstehen, was genau ich tue. Denn das ist ebenso das größte Problem eines jeden neuen Kunden von mir. Er will seine Dienstleistung und sein Produkt über seine Webseite besser vermarkten - das heißt: In Google gefunden werden - weiß jedoch nicht wie. Hinzukommt, dass sie alle schon mal mit SEOs zusammengearbeitet haben, die man leider als ‚schwarze Schafe‘ betiteln kann. Ein typisches Praxisbeispiel ist die Optimierung des „organischen Besucherstroms“. Dabei liegt die gewünschte Reichweite pro Monat (im Durchschnitt) zwischen 1.000 bis 30.000 Besuchern. Dementsprechend spielt der Inhalt der Kundenseite die wichtigste Rolle. Aber: Natürlich sind hochwertige Backlinks ebenso entscheidend.  

Reden wir über den Start Ihrer Karriere: Was hat für Sie den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben?
Ich glaube, der Zufall regiert mein Leben. Denn geplant hatte ich es nie, in der Suchmaschinenoptimierung zu arbeiten. Auch vor meiner freiberuflichen Tätigkeit war ich Internetaffin. Neben meinem Studium zum Umweltingenieur war ich damals in diversen Foren unterwegs und gab einfach meinen Senf dazu, was ich für korrekt hielt. Durch das viele Schreiben und Helfen, vertraute man mir und man bat mich dann direkt um Hilfe. Der Startschuss, wenn man so will. Statt mein Studium fortzuführen, entschied ich mich für die Selbstständigkeit. Eine Entscheidung, für die ich heute dankbar bin. PS: Eigentlich wollte ich ja Basketball-Trainer von Alba-Berlin werden. Was nicht ist, kann ja noch werden… 

Erhalten Sie Projektanfragen dabei eher von bestehenden Kunden oder suchen Sie aktiv nach spannenden Aufgaben, die Sie besonderes reizen?
Zum Teil selektiere ich die Anfragen, die ich dank meiner Stammkunden erhalte. Paradoxerweise betreibe ich keine Werbung und auch kein Marketing für meine Leistung. Jeder Neukunde von mir kommt durch die Empfehlung eines Stammkunden. Da sind wir wieder bei Vertrauen.  

Natürlich sind wir jetzt gespannt – konnten Sie bei der Projektsuche gute Erfahrungen mit freelancermap machen?
Ich konnte tatsächlich einige Kontakte durch freelancermap herstellen. Das sind tolle Kunden - tolle Menschen - die ich über Ihre Plattform kennenlernen durfte. Im Grunde genommen ist ja ein online-Profil - egal ob nun auf freelancermap oder auf einer Dating-Seite - anonym und im ersten Moment wenig aussagekräftig. Daher ist der Kontakt zwischen einem potentiellen Kunden und dem Freelancer wichtig. Das man versteht, wohin die Reise gehen soll, wovor sich der andere fürchtet und das man auf ihn eingeht. 

Was machen Sie, wenn Sie nicht in Ihr Spezialgebiet vertieft sind? Welche Themen innerhalb, aber auch außerhalb der IT-Branche interessieren Sie?
Innerhalb der IT-Branche: Ich möchte viel über Psychologie, den Google Knowledge Graph, Semantic Search und Copywriting lernen. Außerhalb der IT-Branche: Engagiere ich mich für die Vollgeld-Initiative, für Umwelt- und Sozialverbände, liebe historische Pflanzen und sehe unfassbar gern die Serie „Suits“. PS: Sport betreibe ich natürlich auch. Mein derzeitiges Höchstmaß? 7 Klimmzüge!

Nun vom Besonderen zum Allgemeinen: Die IT-Branche wächst und wächst – worin sehen Sie die Herausforderungen der nächsten Jahre und vermissen Sie manchmal auch “the good old days”?
„Die guten alten Tage“, hängen davon ab, wann man in die Branche eingetreten ist. Und sicherlich haben diejenigen mehr Geschichten zu erzählen, die seit den 90ern in der IT-Branche arbeiten. Im Grunde genommen mag ich die derzeitige Entwicklung der Suchmaschinen, vermehrt auf hochwertige Inhalte und nicht manipulierte Quality-Signals zu setzen. Das einzige Problem, das ich mit der IT- und ganz besonders mit der SEO-Branche habe, ist, das „Hypernisieren“ von Trends. Ob es früher Linkkauf war, Keyword-Density, eigene Content-Netzwerke, Footer-Links, Kommentarlinks oder Social Signals sind. Man ist teilweise so versucht, allen Trends zu folgen, dass wir die Basis guter SEO-Arbeit vergessen. Und in Sachen SEO sind dies „hochwertige Inhalte - für Menschen und Suchmaschinen“ sowie sinnstiftende „natürliche Backlinks“.

Gibt es noch eine interessante Geschichte oder eine Anekdote aus Ihrer freiberuflichen Tätigkeit, die Sie gerne mit uns teilen würden?
An alle Neuen: Findet euren Weg und denkt nach, wenn ihr handelt. Zu Anfang meiner Laufbahn machte ich auch viele Fehler und lernte dazu, doch gerade das macht uns Freiberufler aus: Das wir dazulernen und emsig sind, uns zu verbessern. Unsere Kunden haben das verdient, meinen Sie nicht auch?


Vielen Dank für das Interview!
 




 
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