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04.10.2017

Durchstarten als Freelancer — welche Kosten muss ich einplanen?


Neben diversen Einsparungen werden neue Kosten auf Sie zukommen, die Sie vorher noch umgehen konnten oder die Sie nicht im Blick hatten, weil Sie von Ihrem Arbeitgeber finanziert wurden. Hier gibt es natürlich große Unterschiede im Preis und einmalige sowie wiederkehrende Posten. Es schadet aber nicht, sie im Blick zu haben und sich auch vor der Selbstständigkeit Gedanken darüber zu machen. Wir haben eine Übersicht zusammengestellt!





1. Büromöbel und Arbeitsmittel

66,67% der Teilnehmer unserer Umfrage haben vor Ihrer freiberuflichen Tätigkeit in einem Unternehmen gearbeitet und sind an einigen Luxus gewöhnt. Man kommt morgens, setzt sich im Büro an seinen Schreibtisch, auf dem der Computer steht. Hier befindet sich alles, was Sie zum Arbeiten brauchen: Möbel, Aktenordner, Tacker, Locher und Drucker. Wenn Sie sich selbstständig machen, müssen Sie (falls nicht bereits vorhanden) all das für Ihr Zuhause anschaffen und gewisse Dinge auch nachfüllen. Sparen Sie bei Erstanschaffungen nicht, vor allem nicht beim Computer. Auch wenn Ihnen ein Laptop genügen sollte: Wenn er Ihr Arbeitsgerät ist, sollte er qualitativ hochwertig sein.


2. Kommunikationsmittel

Ebenfalls durch den Auszug aus dem Büro abhanden gekommen sind der Telefonanschluss und eine gute Internetverbindung. Dafür können je nach Anbieter monatlich 15 bis 65 Euro fällig werden. Wer auf einen Festnetzanschluss verzichten kann, ist mit einem entsprechenden Mobilfunktarif gut beraten.


3. Energie- und Lebensmittelkosten

Nicht zu unterschätzen ist auch der erhöhte Energie- und Lebensmittelverbrauch, wenn Sie den ganzen Tag zu Hause sind. Zu Bürozeiten haben Sie vormittags den ein oder anderen Kaffee in der Firma getrunken, sind abends nach Hause gekommen und haben die nötigen Lichter angeschaltet, geduscht und eventuell den Fernseher angemacht. Nun läuft öfters Tag Wasser auf im Bad, es brennt länger Licht, der Laptop muss geladen oder der Computer mit Strom versorgt werden, vielleicht hören Sie auch Musik zum Arbeiten. Ein Anbieterwechsel könnte sich lohnen. Kaffee und Obst gibt es womöglich nicht mehr auf Firmenkosten, auch Getränke müssen Sie selbst besorgen.

4. Marketing

Ihre Firma hatte eine komplette Marketingstruktur, auf die Sie zugreifen konnten. Nun sind Sie auf sich allein gestellt und sollten sich gut überlegen, wie Ihre Marketingstrategie aussieht. Sie sollten in eine Webseite investieren, die gehostet werden muss und so einmalige sowie monatliche Kosten verursacht. Eine Mitgliedschaft auf einschlägigen Karriere- und Projektportalen ist ebenfalls unverzichtbar. Auch Visitenkarten sind ein gutes Werbemittel, das bezahlt werden muss. Planen Sie ein regelmäßiges Budget dafür ein.


5. Geschäftsreisen und Weiterbildungen

Auch als Freelancer stehen Geschäftsreisen an. Genau wie bei nötigen Fort- und Weiterbildungen hat diese Kosten bisher Ihr Arbeitgeber bezahlt. Eintritte für Messenbesuche und Konferenzen sowie zugehörige Transport- sowie Hotelkosten gehen jetzt zu Ihren eigenen Lasten. Informieren Sie sich im Internet, viele Weiterbildungen gibt es inzwischen günstiger oder sogar gratis im Netz. So können Sie versuchen, die Kosten gering zu halten.






Bild: © dessauer - Fotolia.com
 
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