Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung

Als Freiberufler tun Sie alles in Ihrer Macht stehende, dass Sie Ihre Dienstleistung zufriedenstellend ausführen. Was geschieht aber, wenn ein Kunde einen Mangel feststellt? Müssen Sie für Ihre Leistung garantieren? Welchen Unterschied gibt es zwischen Garantie und Gewährleistung? Wir klären Sie zu diesem Thema auf.




Freiberufler unterschreiben mit ihren Auftraggebern im Regelfall einen Vertrag, indem rechtliche Fragen rund um das Arbeitsverhältnis zwischen den beiden Parteien geklärt werden. Große Vorsicht ist geboten, wenn im Vertrag das Wort garantiert genannt wird, zum Beispiel: Ich liefere Wordpress-Themes garantiert in 48 Stunden aus. Freiberufler haften im Normalfall nur dann, wenn ein Fehler zu verschulden ist. Mit einer Garantie sollten sie grundsätzlich nicht sorglos umgehen.


Garantie und Gewährleistung – der Unterschied

Was ist der Unterschied zwischen einer Garantie und einer Gewährleistung? Die Definition ersterer wird seit 2002 im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 443) geregelt.
 
  • generell muss eine Garantie und ihr Inhalt erklärt werden
  • die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche gelten weiterhin
  • Garantien können durchaus auf spezielle Ansprüche limitiert werden

Eine Gewährleistung wiederum ist im Grunde ein gesetzlicher Mängelanspruch. Dieser steht einem Käufer zu, sobald ein Kaufvertrag abgeschlossen wurde. 
Garantien hingegen werden optional von einem Dienstleister angeboten. Sie als Freiberufler könnten also eine Garantie ausstellen, müssen es aber nicht.


Haftung vs. Garantie vs. Gewährleistung

Viel bedeutender als der Unterschied zwischen einer Garantie und Gewährleistung ist für Freelancer die Haftung. Das deutsche Recht ist in dieser Hinsicht nämlich sehr deutlich. Für Schäden müssen Freiberufler haften (Stichwort Pflichtverletzung). 

Als Freiberufler müssen Sie darauf achten, 
 
  • keine Termine oder Fristen zu verpassen, 
  • gegen Datenschutzvorschriften zu verstoßen oder
  • Geheimhaltungsvereinbarungen zu missachten.

Natürlich können Sie Ihre Haftung beschränken oder sich mit einer Berufshaftpflichtversicherung gegen Schadenersatzansprüche absichern.


Portfolio als Garantie für potenzielle Kunden

Wie bereits gesagt, sollten Sie als Freiberufler keine Garantien machen. Als Alternative hat sich unter Freelancern das Portfolio durchgesetzt. Dort bilden Sie erfolgreiche Projekte und zufriedene Kunden ab und wecken auf diese Weise vertrauen.
Ein Portfolio können Sie sowohl online als auch offline zur Schau stellen, sei es auf Ihrer Webseite oder in einer speziellen Mappe, die Sie potenziellen Kunden vorlegen. Beginnen Sie frühzeitig mit der Aufbereitung Ihres Portfolios. Je größer dieses wird, desto vertrauenswürdiger wirken Sie.


Gewährleistungen beim Verkauf des Firmenwagens

Wenn Sie als Freiberufler ein Fahrzeug besitzen und dieses betrieblich genutzt haben, können sie dieses durchaus an Privatpersonen verkaufen. 
Als Freiberufler wird das Fahrzeug nicht von privat an privat verkauft, sodass Sie eine Gewährleistung geben müssen – und diese ist bei Gebrauchtwagen ein Jahr lang gültig, wenn sie ausdrücklich so formuliert ist. 
Achtung: Wer die Gewährleistung im Vertrag nicht auf ein Jahr setzt, dann beträgt sie standardmäßig zwei Jahre. Die Gewährleistung bei einem Fahrzeug greift ausschließlich bei Verschleißteilen, nicht bei Mängeln am Getriebe oder Motor.


Fazit: Die Haftung ist wichtig!

Für Freiberufler spielt der Unterschied zwischen einer Garantie und Gewährleistung eine weniger wichtige Rolle. Garantien vergeben Freelancer selten und die Gewährleistung greift nur beim Verkauf eines Firmenwagens. Achten Sie hingegen auf die Haftung als Freelancer.






Bild: © drubig-photo - Fotolia.com
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