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14.09.2017

Produktiv bleiben: So machen Sie mehr aus Ihrer Arbeitszeit


Als Freelancer sein Geld zu verdienen, ist für viele ein Traum. Verlockend die Vorstellung von hohen Stundenlöhnen, tollen Projekten, freier Zeiteinteilung und nicht vorhandenen Vorgesetzten. Die große Freiheit ist für viele aber auch eine unterschätzte Herausforderung an die Selbstdisziplin. Wir stellen 5 Techniken für ein produktives Zeitmanagement vor!




Mit 34,32 % haben über ein Drittel der Freelancer in unserer Umfrage angegeben, dass sie „Produktiv bleiben“ für eine der größten Herausforderungen als Freelancer erachten. Um vernünftige Arbeitszeiten einzuhalten, wäre genau das allerdings eine unabdingbare Voraussetzung. Dies scheint aber tatsächlich vielen schwer zu fallen.




 

Der größte Teil der Umfrageteilnehmer (45,57 %) arbeitet pro Woche 41 bis 50 Stunden. Doch es gibt einige Methoden, mit denen man lernen kann, seine wertvolle Arbeitszeit besser zu nutzen und die Work-Life-Balance zu verbessern.


Wir stellen 5 Techniken vor:


1. Eat that Frog

Sehr einfach, aber unheimlich effektiv: Bringen Sie die „schlimmste“ Aufgabe sofort nach dem Aufstehen hinter sich. Wenn Ihnen keine bestimmte Aufgabe extrem schwer fällt, suchen Sie sich die aus, die Ihnen am meisten für Ihren Arbeitsfortschritt bringt. Wer sich gleich morgens daran macht, gerät nicht so leicht in Versuchung, sich durch Belangloses ablenken zu lassen und startet gleich mit einem guten Gefühl in den Tag. Beißen Sie in den sauren Apfel, springen Sie ins kalte Wasser — es lohnt sich!


2. Pomodoro

Ebenfalls sehr simpel, aber von vielen Freelancern empfohlen: Die Pomodoro-Technik. Mit einem Timer legen Sie für sich feste Arbeitsblöcke fest, in denen Sie sich zu hundert Prozent auf Ihre Arbeit konzentrieren. Fangen Sie klein an, 15 bis 20 Minuten sind in Ordnung. Sie können sich langsam steigern und sehen, wie lange Sie sich gut auf Ihre Aufgabe konzentrieren können. Nach dem Block machen Sie 5 - 10 Minuten Pause. Mit der Zeit werden Sie sich an die festen Pomodoro-Einheiten gewöhnen.


3. Feste Arbeitszeiten
 
Die Ironie ist nicht von der Hand zu weisen: Da wird man Freelancer, um sich seine Zeit selbst einteilen zu können und muss feststellen, dass man mit festen Arbeitszeiten viel besser zurecht kommt. Kommt Ihnen bekannt vor? So geht es tatsächlich vielen Freelancern. Wer sich selbst feste Arbeitszeiten vorschreibt und genau festlegt, was er in dieser Zeit alles erledigen möchte, arbeitet viel fokussierter und bleibt eher am Ball — immerhin arbeitet man auf den Feierabend hin.


4. Tools nutzen

Wer genau weiß, dass es um seine Selbstdisziplin nicht sonderlich gut bestellt ist, könnte Produktivitäts-Tools für sich nutzen. Gerade Freelancer, die sich gerne vom World Wide Web ablenken lassen, können davon profitieren. Das Firefox Plugin Leechblock (kostenlos) ermöglicht das Blocken bestimmter Webseiten zu festgelegten Zeiten. FocusMe bietet für ein paar Euro im Monat deutlich mehr: Webseiten und Programme blockieren oder zeitlich begrenzen, Arbeitsblöcke festlegen und noch mehr.


5. Outsourcing

Alles selbst in die Hand nehmen zu wollen, geht meistens schief. Am Anfang hat man natürlich noch nicht wirklich genug Geld, um etwas outsourcen zu können. Sobald Sie aber genug verdienen, nehmen Sie sich ein paar Lasten ab! Gerade Zeitaufwendiges oder Lästiges darf gerne ein anderer Freelancer übernehmen. Dinge wie Buchhaltung und Steuern oder Recherchearbeiten können sehr gut ausgelagert werden. So helfen Sie sich selbst und bieten anderen Freelancern Arbeitsplätze. Perfekt!






Bild: © TijanaM - shutterstock.com
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