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12.09.2017

Freelancer im Interview: Heinz Wraneschitz


Als Journalist für Energie-Umwelt-Wirtschaft mit Abschluss zum Dipl.-Ingenieur (FH) liefert das freelancermap-Mitglied Heinz Wraneschitz Texte für Medien, PR (Print, Online), Werbung und auf Wunsch die passenden Fotos dazu. Seine langjährige Berufserfahrung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit festigten sein journalistisches Können.





Kleine Aufwärmrunde - Stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor:
Ein Franke als Journalist in der Energiewelt. Seit 2005 bin ich ausschließlich, schon seit 1992 nebenberuflich „frei“ tätig. Themen suche ich vor allem auf dem Gebiet Energie-Umwelt-Wirtschaft. Ich schreibe und fotografiere für Tages-, Wochen-, Fachzeitschriften, für Online-Medien, aber auch im Auftrag von Unternehmen. Räumlich bewege ich mich vor allem rund um die fränkischen Großstädte Nürnberg, Fürth, Erlangen.

Was sind die Probleme und Aufgaben, bei denen Sie Ihren Kunden helfen? 
Mit regenerativen Energien in jeder Form – Sonne, Wind, Wasser, Bioenergie … - beschäftige ich mich beruflich seit über 30 Jahren. Daher lag es nahe, mich auf diese Formen zu konzentrieren. Dass dabei automatisch die „alten“, fossilen und nuklearen Energiearten ebenfalls ins Spiel kamen, liegt auf der Hand. Und als studierter Energieingenieur habe ich dafür auch die fachliche Basis. Deshalb können Auftraggeber fundierte (Text-)Beiträge mit viel Hintergrundwissen erwarten. Die ich zusätzlich auch noch entsprechend bebildern kann, denn die Fotografie ist bei mir nicht Hobby, sondern ebenfalls Profession.

Reden wir über den Start Ihrer Karriere: Was hat für Sie den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben?
Nach zwanzig Jahren Angestelltentätigkeit in mehreren Unternehmen suchte ich eine neue Herausforderung. Die fand ich nicht bei einem bestehenden Unternehmen. Deshalb gründete ich meinen eigenen Ein-Mann-Betrieb. 

Erhalten Sie Projektanfragen dabei eher von bestehenden Kunden oder suchen Sie aktiv nach spannenden Aufgaben, die Sie besonderes reizen?
Die meisten Themen, die ich bearbeite, suche ich mir selbst. Aber natürlich übernehme ich auch von Kunden definierte Aufträge. So lange ich diese auch ethisch und von den Themen her vertreten kann.

Natürlich sind wir jetzt gespannt – konnten Sie bei der Projektsuche gute Erfahrungen mit freelancermap machen?
Über Freelancermap konnte ich bislang noch keine Aufträge akquirieren. Aber was nicht ist… 

Was machen Sie, wenn Sie nicht in Ihr Spezialgebiet vertieft sind? Welche Themen innerhalb, aber auch außerhalb der IT-Branche interessieren Sie?
Einerseits: Ich versuche, viel Zeit für mein Familienleben zu reservieren. Andererseits: Wo ist die Grenze zwischen Hobby und Beruf(ung)? Aber ja, ich habe auch noch echte Hobbies: Fußball-Schiedsrichter zum Beispiel; ich sage lieber nicht, seit wann. Wobei ich diese Aufgabe nicht mehr aktiv ausübe, sondern in einem Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbands ehrenamtlich Urteile fälle. Beides gleichzeitig wäre nicht erlaubt.

Nun vom Besonderen zum Allgemeinen: Die IT-Branche wächst und wächst – worin sehen Sie die Herausforderungen der nächsten Jahre und vermissen Sie manchmal auch “the good old days”?
Ja. Auch wenn ich damit nicht sagen will, früher war alles besser: Mit dem Fax änderte sich schlagartig alles. Die Zeit, zu reagieren, wurde auf „sofort“ umgeschaltet; zuvor waren Briefe mehrere Tage hin und her unterwegs. Die Online-Kommunikation ist deshalb für mich nicht wirklich eine Revolution, sondern machte alles nur noch ein bisschen schneller. Aber klar: Die elektronische Datenübermittlung machte auch vieles einfacher. Was mich etwas traurig stimmt: Die ständige Erreichbarkeit via Mobiltelefon lässt ein echtes PRIVATleben, wirkliches Ausspannen immer weniger zu. 

Gibt es noch eine interessante Geschichte oder eine Anekdote aus Ihrer freiberuflichen Tätigkeit, die Sie gerne mit uns teilen würden?
Wartet nicht zu lange mit dem Sprung in die Freiberuflichkeit. Denn die Routine des Angestellten-Lebens aus dem Kopf zu bringen fällt umso schwerer, je länger man das fremdbestimmte Abarbeiten von Aufträgen gewöhnt war.


Vielen Dank für das Interview!
 

 




 
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