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07.09.2017

Die Verlockungen der Festanstellung


Das Leben als Freelancer hat viele Vorteile: Unabhängigkeit, freie Zeiteinteilung, sein eigener Chef sein. In dieser Zeit sammelt man viel Erfahrung, die in Personalabteilungen durchaus Beachtung findet. Je nach Auftragslage und Lebensumstände ist der Gedanke an ein reguläres Beschäftigungsverhältnis bei vielen Freiberuflern daher nicht fern, wie unsere Freelancer Studie zeigt.





In unserer Umfrage gab knapp ein Fünftel der Teilnehmer an, wieder in eine Festanstellung wechseln zu wollen (2,53%) oder bei passendem Gehalt offen dafür zu sein (15,05%). Wenn Sie bemerken, dass das freie Arbeiten nicht mehr in Ihre Lebensrealität passt oder Ihnen ein lukratives Angebot vorliegt, sollten Sie diesen Schritt ins Auge fassen - zumal sich sich beide Beschäftigungsformen durchaus kombinieren lassen. Nutzen Sie Ihre Erfahrungen, um bei der Bewerbung zu punkten. Wir haben ein paar Bewerbungs-Tipps, die Ihnen den Weg (zurück) vereinfachen sollen:


1. Nutzen Sie Ihr Netzwerk

Als Freelancer haben Sie einen entscheidenden Vorteil: Sie können auf ein großes Netzwerk zugreifen, die Kunden kennen Sie und wissen Ihre Arbeit zu schätzen. Wenn Sie sich umhören, haben Sie gute Chancen, vakante Stellen bereits im Vorfeld zu kennen und sich gleich zu bewerben. Vielleicht haben Sie aber auch einen guten Kunden, der sowieso ein Auge auf Sie geworfen hat und Sie gerne abwerben würde? Wenn Sie genug von Ihrem Dasein als Freelancer haben, nutzen Sie Ihre Chance!


2. Sammeln Sie Empfehlungsschreiben

So wie Arbeitnehmer ein Arbeitszeugnis fordern, sollten sich auch Sie als Freelancer nach einem erfolgreichen Projekt ein Empfehlungsschreiben ausstellen lassen. Natürlich sollten Sie diese nicht wahllos Ihrer Bewerbung hinzufügen, sondern genau die Schreiben heraussuchen, die möglichst perfekt auf die Stellenausschreibung passen. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Geschäftspartner zu bitten, ihre Leistungsbereitschaft und Ihre soziale Kompetenz zu beschreiben. Das wird den Personaler überzeugen.


3. Entkräften Sie Vorurteile

Personaler sind Freelancern gegenüber nicht selten voreingenommen. Viele befürchten, dass sie nicht gern im Team arbeiten und sich in Hierarchien nicht unterordnen können. Es gilt also, den Personaler im Anschreiben der Bewerbung möglichst vom Gegenteil zu überzeugen. Betonen Sie Ihre Teamfähigkeit, Ihr großes Augenmerk auf guten Service, Kritik- und Konfliktfähigkeit und vor allem Ihre Zuverlässigkeit. All das sind Eigenschaften, die ein guter Freelancer auf jeden Fall hat und auch ein Arbeitnehmer haben sollte.


4. Vermeiden Sie Rechtfertigungen

Sie schreiben eine Bewerbung, weil Sie davon überzeugt sind, dass Sie perfekt für die ausgeschriebene Stelle geeignet sind. Nicht, um zu erklären weshalb Sie nicht mehr selbstständig sind. Sie konnten sich in den letzten Jahren auf dem Arbeitsmarkt behaupten, sind an harte Arbeit gewöhnt. Außerdem bringen Sie gewisse Stärken wie Flexibilität, Entscheidungsfreude und Selbstständigkeit sowie außerordentliche Fachkenntnisse mit. Kein Grund, sich zu schämen, oder?


5. Bearbeiten Sie Ihren Lebenslauf

Neben dem Anschreiben muss der Lebenslauf auf einen Blick zeigen, dass Sie für den Job geeignet sind. Statt der üblichen Berufserfahrung sollten Sie passende Projekte anführen, die den Personaler überzeugen. Machen Sie sich zudem bewusst, welche besonderen Erfahrungen Sie als Freelancer sammeln konnten. Vielleicht hatten Sie Verantwortung für Mitarbeiter zu tragen oder waren durch spezielle Marketing-Aktionen besonders erfolgreich? 

Sie sehen, dass neue Ambitionen oder selbst ein Scheitern als Freelancer durchaus als neue Chance zu begreifen ist und Ihre Erfahrung Sie weiterbringen wird. Warum nicht eine gesicherte Festanstellung und gelegentlich lukrative Remote-Projekte im Home-Office? Egal, ob Sie dann doch beim Freelancerleben bleiben möchten oder sich wirklich auf die Suche nach Festanstellungen machen wollen: Beides finden Sie über die "erweiterte Suche" auf www.freelancermap.de.






Bild: © klublu - shutterstock.com
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