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22.08.2017

Freelancer-Tipps: So überbrücken Sie Durststrecken


Das Leben als Freelancer ist nicht immer leicht. Auch Sie werden es kennen: Manchmal läuft es rund und Sie können sich vor Arbeit kaum retten. Dann kommen wieder Zeiten, in denen sich alle potentiellen Kunden gegen Sie verschworen zu haben scheinen. Immer ein Projekt in Petto zu haben, fällt schwer - laut unserer Umfrage hat mit 75,81% über Dreiviertel der Freelancer Probleme damit.





Das Ziel sollte ein gesundes Mittelmaß sein, denn weder mit viel zu vielen noch mit zu wenigen Aufträgen kommen Sie als Freelancer gut zurecht. Im besten Fall sind Sie für beide Fälle gerüstet. Mit unseren Tipps kein Problem:


Konzentrieren Sie sich auf Langzeit-Kunden

Kleine Projekte sind toll, um ein wenig Abwechslung in den Alltag zu bringen und kreativ sein zu können. Der Fokus sollte jedoch auf langfristigen Projekten liegen. Es spart wesentlich mehr Zeit und Geld, Kunden zu behalten als neue zu finden. Fakt ist: Die Zeit, die Sie in die Suche nach kleinen Projekten investieren, bezahlt Ihnen niemand. Also versuchen Sie, Kunden zu finden, die regelmäßig Aufträge für Sie haben oder lassen Sie sich als „Fester Freiberufler“ anstellen. So ist Ihnen ein monatliches Grundeinkommen (relativ) sicher und Sie sparen sich einen großen Teil der mühsamen und zeitaufwendigen Suche nach Neukunden.


Rühren Sie die Werbetrommel

In Zeiten, in denen es richtig gut läuft, verfallen viele Freelancer in eine Art Marketing-Lethargie. Die Arbeit ruft, der Rubel rollt — für Werbung habe ich keine Zeit. Ein großer Fehler. Marketing sollte für Sie zur Routine werden und im besten Fall in Ihren täglichen Tagesablauf integriert werden. Je regelmäßiger Sie sich darum kümmern (Mindestens ein Mal pro Woche!), desto weniger Zeit müssen Sie langfristig dafür aufwenden. Automatisieren Sie Marketing-Instrumente wie E-Mails und Social-Media-Beiträge, um noch effizienter zu arbeiten. Und bieten Sie immer wieder anderen Menschen Ihre Dienstleistungen an. Warten Sie nicht darauf, dass Ihre Kunden Sie finden, sondern suchen Sie nach Ihren Kunden. Im Zentrum dessen steht natürlich Ihr Profil, mit dem Sie und Ihre Erfahrung im Netz vertreten sind.


Zauberwort: Kundenfreundlichkeit

Stellen Sie sich vor, Sie sind Ihr Kunde und besuchen Ihre Webseite bzw. Profil. Was wird der Kunde dort erleben? Gestalten Sie alle Prozesse so geschmeidig wie möglich — sobald irgendwo etwas hakt oder nicht so funktioniert, wie es soll, ist ein Kunde schneller weg als Sie denken. Legen Sie dem Kunden irgendwo Steine in den Weg oder haben Sie ihm alles so leicht wie möglich gemacht? Kann ein interessierter Kunde sich einfach und ausreichend über Sie informieren? Wie sieht Ihr Portfolio aus? Kann man Sie problemlos kontaktieren? Wechseln Sie die Perspektive oder lassen Sie, wenn Ihnen die Objektivität dafür fehlt, Freunde einen Blick darauf werfen.


Sparen statt Protzen

Ja, es ist verlockend. Die Durststrecke ist vorbei, Sie haben viel gearbeitet und auch viel Geld verdient. Warum also nicht auch mal ein bisschen Geld "verprassen"? Natürlich dürfen und sollten Sie sich Urlaub gönnen oder irgendetwas anderes Schönes. Aber denken Sie daran, dass auch wieder schlechtere Zeiten kommen. Legen Sie sich also ein finanzielles Polster an, um auch in einer schwachen Zeit gut über die Runden zu kommen. Hilfreich ist ein zweites Konto, auf das sämtliche Einnahmen gehen. Von dort aus überweisen Sie sich ein Gehalt. So sparen Sie automatisch Geld an und haben etwas für Notfälle auf der Seite.


Nutzen Sie die ruhigeren Zeiten

Ärgern Sie sich nicht zu sehr über die nicht besonders arbeitsintensiven Zeiten! Wenn Sie Geld brauchen, ist das natürlich keine Option. Wenn Sie aber keine Geldsorgen plagen, sollten Sie die Zeit ausnutzen und sich einfach mal entspannen. Sie haben jedes Jahr um die gleiche Zeit eine vorhersehbare Flaute? Machen Sie genau da Urlaub und machen Sie eine Freelancer-Pause. Oder besuchen Sie einen Kurs, um sich neue Fähigkeiten anzueignen — egal ob für Sie persönlich oder für Ihren Job. Beschäftigen Sie sich zur Abwechslung nicht mit Kunden und Aufträgen. So tanken Sie Energie und können danach frisch erholt zurück in den Arbeitsalltag starten.





Bild: © alphaspirit - Fotolia.com

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