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22.08.2017

Online-Kredit für Freiberufler


Als Freiberufler wollen Sie mit Sicherheit Investitionen tätigen, die Ihrer Karriere zugutekommen. Ob ein neuer Laptop oder eine wichtige Software – wenn Ihnen die Mittel fehlen, sollten Sie einen Freiberufler-Kredit in Anspruch nehmen.




Nicht gewerbesteuerpflichtige Unternehmer können bei einigen Anbietern Kredite für private Zwecke beantragen. Gerade neue Freiberufler haben die Möglichkeit, auf diese Weise ihren Karrierestart zu beschleunigen und sind dadurch der Konkurrenz einen Schritt voraus. Tipps und Informationen zum Kredit für Freiberufler gibt es nachfolgend.

 


Problem für Freelancer: Fehlende Gehaltsabtretung

 

Ob Texter, Steuerberater oder Designer – wer als Freiberufler einen Kredit aufnehmen möchte, steht vor einem Problem: Ihnen fehlt ein regelmäßiges Gehalt, so wie es ein normaler Angestellter monatlich erhält.

 

Kreditgesellschaften orientieren sich normalerweise an der Gehaltsabtretung, um die Kreditsicherheit des Antragstellers zu kalkulieren. Freiberufler beziehen aber kein festes Gehalt und haben im Regelfall einen schwankenden Umsatz. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass ihr monatliches Einkommen oftmals viel höher als das eines Angestellten ist.

 


Direktbank vs. Filialbank vs. Sparkasse

 

Sparkassen und Filialbanken sind gegenüber Freiberuflern meist wenig kulant. An berufstätige Privatpersonen vergeben sie einen Kredit, solange diese alle Voraussetzungen erfüllen. Was bleibt Ihnen als Freiberufler also übrig? Versuchen Sie Ihr Glück bei einer Direktbank.

 

Die meisten Direktbanken besitzen spezielle Kredite für Freiberufler. Sie können im Regelfall online prüfen, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen und Ihnen wird innerhalb kürzester Zeit eine Zu- oder Absage erteilt.

 

Anstelle der Gehaltsbescheinigungen müssen Freiberufler für einen Kredit die letzten Steuerbescheide vorlegen. Ein weiteres Kriterium einiger Banken ist eine mehrjährige Aktivität oder andere Sicherheiten, zum Beispiel eine Lebensversicherung, Immobilie oder Spareinlagen.

 

Übrigens: Interessanterweise gibt es für Freelancer keine höheren Zinsen, auch wenn ihr Ausfallrisiko höher ist als jenes eines Angestellten. Der Jahreszins hängt von der Bonitätsprüfung ab. Als Freiberufler werden Sie gegenüber anderen Berufstätigen nicht unfair behandelt.

 


Alternative: Kredit von Privatpersonen für Freiberufler

 

Wenn Sie keinen klassischen Freiberufler-Kredit erhalten können, gibt es für Sie eine Alternative: Der Kredit von Privatpersonen, auch P2P-Kredite genannt.

 

Mit Sicherheit haben Sie schon von der Crowdfunding-Seite Kickstarter gehört. Ähnliche Portale befassen sich mit der Kreditvergabe von Privat. Das Prinzip ist dasselbe: Sie erstellen ein Projekt: Zum Beispiel wollen Sie als Freiberufler einen neuen Laptop erwerben, weil ihr aktuelles Gerät acht Jahre alt ist und seinen Zweck nicht mehr erfüllt. Im Anschluss investieren Privatpersonen mit verschiedenen Geldbeträgen in Ihr Projekt. Sobald das Ziel erreicht ist, erhalten Sie das Geld und können es in den Laptop investieren. Sie selbst legen fest, welchen Jahreszins Sie Ihren Investoren zurückzahlen möchten.

 

Wichtig: Erstellen Sie eine vertrauenerweckende Beschreibung mit ausführlichen Informationen zu Ihrer Person, warum Sie Geld benötigen und welche Garantien Sie geben können.

 


Mit einem Online-Kredit erfolgreich werden


Ob ein neuer Laptop, Marketingmaßnahmen für Ihre Webseite oder die Einstellung einer Hilfskraft – mit einem Online-Kredit können Sie als Freiberufler Ihren Umsatz steigern. Wählen Sie den passenden Kredit und eine ausreichende Laufzeit, damit Sie nicht in einen finanziellen Engpass geraten. Überlegen Sie auch, ob der P2P-Kredit eine rentable Alternative für Sie darstellt.







Bild: © askaja - Fotolia.com

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