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14.08.2017

Freelancer im Interview: Matthias Hänel


Als Mitentwickler der bekannten DJ Software "UltraMixer" und Aushängeschild des onexip-Teams zählt das freelancermap-Mitglied Matthias Hänel zu den Marktführern im Bereich Java/User-Interfacedesign und Schnittstellenentwicklung.





Kleine Aufwärmrunde - Stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor:
Mein Name ist Matthias Hänel. Ich bin kein klassischer Freelancer, sondern hier als Aushängeschild des onexip-Teams aus Dresden. Unser Team ist spezialisiert auf die Umsetzung von cross-plattform Applikationen im Industriebereich. Technologisch sind wir nicht festgelegt und unterstützen unsere Kunden je nach Aufgabe in den verschiedensten Bereichen. Wir Arbeiten seit nunmehr 10 Jahren Jahren im Projektgeschäft und haben sehr viel Wissen im Java Bereich und der nativen Softwareentwicklung angehäuft. Wir Zählen uns in den Gebieten Java/User-Interfacedesign und Schnittstellenentwicklung als marktführend. Die meisten unserer Projekte haben einen Hardwareanteil und einen sehr hohen UI/UX Anteil. Dieses Know-How konnten wir auch mit unseren eigenen Produkten im Multimedia-Bereich unter anderem mit unserer UltraMixer DJ Software ausbauen. 
 
Was sind die Probleme und Aufgaben, bei denen Sie Ihren Kunden helfen? 
Wir arbeiten nahezu immer ganzheitlich. Von der Analyse, über das Softwaredesign, das Interaktionsdesign bis hin zur Umsetzung. Dazu arbeiten wir als Team Hand in Hand um unseren Kunden das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Wir entwickeln moderne und performante Applikationen, Apps, Firmware und Webapplikationen. Zusätzlich bieten wir mit unserer Marketingabteilung die Möglichkeit die Ergebnisse auch gleich per Soziale Medien in das rechte öffentliche Licht rücken zu können.

Reden wir über den Start Ihrer Karriere: Was hat für Sie den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben?
Das liegt schon sehr viele Jahre zurück. Ich habe schon als Schüler 1996 PCs für Kunden zusammengebaut. Später habe ich während des Studiums bereits Auftragsarbeiten in der Software-Entwicklung durchgeführt. Dazu ist die Leidenschaft für die Entwicklung von nativen Audio und Video Applikationen und für hochperformante Datenübertragung dazugekommen.

Erhalten Sie Projektanfragen dabei eher von bestehenden Kunden oder suchen Sie aktiv nach spannenden Aufgaben, die Sie besonderes reizen?
Die letzte 10 Jahre haben wir praktisch nur durch Mund-zu-Mund Werbung Projekte akquiriert und Anfang diesen Jahres haben wir den Spieß herumgedreht und sind aktiver auf Akquise gegangen. Dabei ist uns freelancermap eine sehr große Hilfe. 

Natürlich sind wir jetzt gespannt – konnten Sie bei der Projektsuche gute Erfahrungen mit freelancermap machen?
Wir konnten in den vergangenen Monaten einige Projekte durch freelancermap gewinnen und abschließen. Die Seite ist einfach strukturiert und sehr übersichtlich. Besonders das Filtern relevanter Projekte durch die Suchfunktion erleichtert mir die Akquise erheblich. Ich kann effektiver und Zielgerichteter meine potentiellen Projektpartner anschreiben.

Was machen Sie, wenn Sie nicht in Ihr Spezialgebiet vertieft sind? Welche Themen innerhalb, aber auch außerhalb der IT-Branche interessieren Sie?
Wir haben neben den Kundenprojekten natürlich auch noch unsere eigenen Projekte wie UltraMixer und SampleDecks die wir digital und per Fachhandel (über Mediamarkt, Saturn, Thomann, MusicStore etc.) in den größten Stores Deutschlandweit vertreiben. Ich persönlich gehe gern in der Natur Laufen. Beim Sportlichen Auspowern erhalte ich oftmals neue Perspektiven und sehe manche knifflige Aufgaben aus einem anderen Blickwinkel. Dieser Ausgleich hilft mir bei meiner täglichen Arbeit als Software-Entwickler.

Nun vom Besonderen zum Allgemeinen: Die IT-Branche wächst und wächst – worin sehen Sie die Herausforderungen der nächsten Jahre und vermissen Sie manchmal auch “the good old days”?
Nun, aktuell spitzt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu und Dienstleister wie wir und die Freelancer federn große Teile fehlenden Entwicklungskapazitäten ab. Ich denke die größten Herausforderungen der IT-Branche sind den Entwicklern ideale Arbeitsbedingungen zu bieten. Daher bieten wir unseren Mitarbeitern ein freundliches und kollegiales Umfeld, mit Teamaktivitäten und wenigen Vor-Ort Einsätzen. 

Gibt es noch eine interessante Geschichte oder eine Anekdote aus Ihrer freiberuflichen Tätigkeit, die Sie gerne mit uns teilen würden?
Interessant sind Vor-Ort-Projekte. Die sind natürlich überhaupt kaum mit einem Privatleben und der Familie zu vereinbaren. Zusätzlich hat unser Gesetzgeber mit der Gesetzesnovelle vom 1. April 2017 hier sogar einen Riegel vorgeschoben, wonach es praktisch nicht mehr möglich ist ist ein Vor-Ort-Projekt über längere Zeit durchzuführen ohne in die Scheinselbstständigkeit zu rutschen. Manchmal ist es leider so das die Projektvermittler keine Lust haben mit dem Kunden über alternative Lösungen zu sprechen. Spannend an dieser Stelle ist meine Wahrnehmung zu den unterschiedlichen Reaktionen von weiblichen und männlichen Vermittlern. Die männlichen Kollegen interessierten sich dabei kaum für die familiären Belange aber die weiblichen hatten tatsächliches Mitgefühl und Verständnis für die jeweilige Situation des Entwicklers. Schlußendlich, wenn man mit dem Kunden sprechen kann, überzeugt man sowieso durch fachliche Kompetenz und es finden sich häufig Lösungen und Wege die vorher in der Projektbeschreibung nahezu undenkbar waren. Unsere Projekte funktionieren hervorragend über Tools, wie Telefon, Email, appear.in, Skype, GoToMeeting etc. Selbstverständlich sind wir im engen Kontakt mit den Kunden, so das er sich trotz einer räumlichen Trennung immer gut betreut fühlt.


Vielen Dank für das Interview!
 

 




 
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