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08.08.2017

Sicherheit im Job für Freelancer


Wer sich für ein Dasein als Freelancer entschieden hat, weiß warum: Eine Festanstellung kommt gegen all die Vorteile, die sich bieten, kaum an. Doch auch Freiberufler haben mit Problemen zu kämpfen. Mit 55,56% stellt das schwankende Einkommen den größten Nachteil des Selbstständigkeit bei unseren Umfrageteilnehmern dar. Damit Ihnen keine finanzielle Sorgen auf den Magen schlagen, haben wir ein paar Tipps für mehr Sicherheit als Freelancer.





Legen Sie sich nicht auf einen Kunden fest

Ein großer, namhafter Kunde ist sehr komfortabel — im besten Fall zahlt er gut, bieten ein spannendes Aufgabenfeld und macht als Referenz im Portfolio einiges her. Wer sich aber darauf ausruht, erhöht durch die Abhängigkeit von einem einzelnen Unternehmen sein finanzielles Risiko immens. Rechnen Sie immer damit, dass ein großer Kunde schneller weg sein kann, als es Ihnen lieb ist - und Ihr Business schlagartig komplett in Frage gestellt wird. 

Ist Abhängigkeit von einem einzelnen Auftraggeber nicht genau das, was Sie vermeiden wollten? Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Finanzwelt und halten Sie sich an das Prinzip der Diversifizierung. Das bedeutet: Weniger Verlustrisiko durch Streuung. Je mehr Kunden Sie haben, desto geringer ist der Schaden, wenn einer von ihnen Ihre Arbeit nicht mehr braucht. Vergrößern Sie also systematisch Ihren Kundenstamm, statt alle Energie in einen einzigen Kunden zu investieren.


Mischen Sie verschiedene Auftragsformen

Wenn Sie die Anzahl Ihrer Kunden erhöht haben, sollten Sie nun auch versuchen, eine gesunde Mischung in die Auftragsformen zu bringen. Mischen Sie sich langfristige Aufträge mit kurzen Projekten. Das sichert Ihnen ein gewisses Grundgehalt, das im besten Fall bereits die Fixkosten abdeckt - nervenschonend, wenn es mal nicht so gut läuft.

Mit zusätzlichen Kunden auf Projektbasis erhöhen Sie Ihr Grundgehalt. Die Vorteile eines gemischten Kundenstamms liegen auf der Hand: Jeder Kunde bietet Ihnen etwas anderes. Der eine zahlt außerordentlich gut, bei dem anderen haben Sie unheimlich viel Spaß an der Arbeit, der andere ist eine große Bereicherung für den Lebenslauf und Ihr Portfolio. So sparen Sie sich die Suche nach einer eierlegenden Wollmilchsau und decken all Ihre Bedürfnisse mit unterschiedlichen Arbeitgebern ab.
        

Eröffnen Sie zwei Konten

Mit dem schwankenden Einkommen eines Freelancers zurecht zu kommen, ist oft gar nicht so leicht. Vor allem wenn die Auftragslage mal nicht so rosig ist, die Steuerzahlung ansteht oder man einfach mal in den Urlaub fahren möchte, kann es schnell eng werden. Aber es gibt einen einfachen Trick. Eröffnen Sie zwei Girokonten, die im besten Fall natürlich kostenlos sind. Das eine ist nur für berufliche Geldeingänge reserviert, das andere für Sie privat.

Die Kunden bezahlen die Rechnungen auf das Geschäftskonto, von dem Sie sich wiederum ein monatliches Gehalt auf ihr private Konto überweisen. Von diesem Teil Ihrer Einnahmen leben Sie, auf dem Geschäftskonto bilden Sie so Rücklagen oder legen das Geld sinnvoll an. So haben Sie einen viel besseren Überblick über Ihre Einnahmen und mischen Privates und Geschäftliches nicht miteinander. Und ein finanzielles Polster für Notfälle ist nie verkehrt.






Bild: © geralt - pixabay.com
        
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