Was macht ein Projektkoordinator?

07.06.2017

Ein Projektkoordinator ist ein Verwaltungsfachmann, der auf ein Projekt unterstützt, das normalerweise auf einer Klienten-/Fremdfirmbasis ausgelagert. Projekte, die ausgelagert, erfordern häufig einen Projektkoordinator, der den Klienten und einen anderen unterschiedlichen Projektkoordinator unterstützt, der die Fremdfirma unterstützt.

 

Berufsbild



Neben den Begriffen Projektleiter(-in) und Projektmanager(-in) findet sich oft der Begriff Projektkoordinator(-in). In der Regel wird dieser Begriff in Unternehmen verwendet, die reine Linienorganisation aufweisen und daher keine Führungs- bzw. Leitungspositionen neben der Linie kennen. Dem oder der Projektkoordinator(-in) wird dann meist eine Führungskraft (z.B. direkt der Geschäftsführer) als nomineller Projektleiter vorgesetzt. Der Projektleiter selbst hat meist nur geringe oder gar keine Entscheidungsbefugnisse. Verbindliche Entscheidungen und Anweisungen kann er nur über den nominellen Projektleiter oder die Linienverantwortlichen erreichen. Die dadurch verursachte Zeitverzögerung führt zu einer erheblichen Verringerung der Effektivität in der Projektsteuerung. Die abschwächende Bezeichnung als Projektkoordinator(-in) kann als zweites auch verwendet werden, wenn die Projektbeteiligten jeweils sehr starke, voneinander unabhängige Positionen haben und keine weisungsberechtigte Organisationseinheit über sich dulden. In diesem Fall sind die Anforderungen an den oder die Projektkoordinator(-in) besonders hoch, da keinerlei disziplinarischen Mittel zur Projektsteuerung zur Verfügung stehen.
 

Aufgaben



Der Koordinator arbeitet mit Spezialisten aus der Entwicklung sowie den Anwendern und Auftraggebern zusammen, achtet auf die Einhaltung der Zielvorgaben, löst Konflikte, verringert Risiken und übernimmt das Projektcontrolling. Im Umgang mit Auftraggebern pflegt er die Kundenbeziehungen und hält gegenüber der Geschäftsführung oder einem Lenkungsausschuss die Ergebnisse transparent. Er steuert technische und personelle Ressourcen so, dass die Projektergebnisse qualitätsgerecht, zeitgerecht und im geplanten Budgetrahmen erreicht werden. Darüber hinaus sorgt er für Arbeitsbedingungen, die es den Projektmitarbeitern erlauben, möglichst gut zu entwickeln. Insgesamt ist das Tätigkeitsfeld von kurzfristigen Veränderungen und einem wenig festgelegten Umfeld geprägt.
 

 

 

 

Qualifikationen



Stellen als Projektkoordinator bzw. Projektkoordinatorin werden im Allgemein fachspezifisch ausgeschrieben, also beispielsweise Projektkoordinator bzw. Projektkoordinatorin „Vertrieb“, „Produktentwicklung“ oder „Montagetechnik“. Neben dem erforderlichen fachlichen Hintergrund benötigt man in diesem Beruf ausgeprägte organisatorische und analytische Fähigkeiten. Zu den Aufgaben gehört es, die zahlreichen und sehr unterschiedlichen Bestandteile eines Projektes in eine sinnvolle Struktur bringen, die Ziele, einzelne Schritte, Maßnahmen, notwendigen Ressourcen und Kosten nachvollziehbar und vor allem kontrollierbar macht. Das erfordert konzeptionelles Arbeiten und prozessorientiertes Denken. Weiterhin sind Erfahrung in Planungstechniken und Methoden zur Projektsteuerung ebenso erforderlich, wie Sicherheit im Umgang mit den entsprechenden Software-Tools wie Microsoft Project. Führungsqualitäten sind ebenso wichtig wie Teamfähigkeit. Die Motivation der Mitarbeiter an einem Projekt kann entscheidend für den Erfolg sein. Ist das Projekt international ausgerichtet, sind die entsprechenden Fremdsprachenkenntnisse ebenso notwendig, wie das Wissen um kulturelle Unterschiede.
 
 

 

 

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Gehalt



Das Durchschnittsgehalt für Projektkoordinator in Deutschland beträgt 48.310 € pro Jahr oder 25 € pro Stunde. Das ist ungefähr 2.3 mehr als das Mediangehalt des Landes. Einstiegsposten starten bei 34.000€, während erfahrene Arbeitskräfte bis zu 68.000€ verdienen.
 

Quelle: https://neuvoo.de/gehalt/Projektkoordinator-Gehalt
Bild: © Viacheslav Iakobchuk - Fotolia.com

 

 

 

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