
Daten und Umfragen
Mehr Insights in Trends und die aktuelle Stimmung von Freelancern
Deutschlands größte Marktstudie für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler
Jetzt herunterladenWie viel verdienen Freelancer im DACH-Raum wirklich – und wie entwickelt sich ihr Einkommen 2026? Der Freelancer-Kompass liefert datenbasierte Einblicke zur Einkommenssituation von Selbstständigen. Wer den eigenen Stundensatz einordnen, Einkommenspotenziale vergleichen oder die Marktentwicklung besser verstehen möchte, findet hier fundierte Zahlen statt Bauchgefühl.
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Der durchschnittliche Stundensatz im DACH-Raum liegt 2026 bei 103€. Entscheidend für individuelle Stundensätze sind Wohnort, Fachgebiete, aber auch, ob neben- oder hauptberuflich als Freelancer gearbeitet wird. Nach wie vor gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern.
Stundensatzverteilung 2026 basierend auf den Angaben von 1.310 Befragten.
Nachdem der durchschnittliche Stundensatz für Freelancer über die letzten Jahre konsequent angestiegen ist, verzeichnet der Freelancer-Kompass 2026 einen leichten Rückgang. Obwohl das Niveau weiterhin über der 100 € Marke liegt, reagiert der durchschnittliche Stundensatz in diesem Jahr auf die erschwerten Marktbedingungen.
| Jahre | Gesamt | Mann | Frau |
|---|---|---|---|
| 2026 | 103€ | 104€ | 100€ |
| 2025 | 104 € | 105 € | 102 € |
| 2024 | 102 € | 102 € | 98 € |
| 2023 | 100 € | 102 € | 92 € |
| 2022 | 96 € | 97 € | 88 € |
Freelancing als Vorreiter: Die Gender Pay Gap schließt sich weiter
Die neuesten Ergebnisse bestätigen einen erfreulichen, langfristigen Trend: Während die Lohnlücke in Festanstellungen oft nur im Schneckentempo schrumpft, zeigt sich im Freelancing eine deutlich stärkere Dynamik. Die Gender Pay Gap, also die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, schließt sich hier weiter auf nunmehr knapp 4 Prozent: Männliche Freelancer erzielen einen durchschnittlichen Stundensatz von 104 Euro, während ihre weiblichen Kolleginnen auf 100 Euro kommen.
Mit einer Differenz von nur noch vier Euro hat sich der Abstand seit 2022 mehr als halbiert – damals betrug die Lücke noch neun Euro. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass der positive Trend 2026 ein wenig ins Stocken geraten ist. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Annäherung nicht durch sinkende Honorare auf Männerseite zustande kommt. Vielmehr profitieren Frauen im Freelancing von transparenten Stundensätzen und einer freien Preisgestaltung. In den vergangenen Jahren konnten Freelancerinnen ihre Sätze überproportional steigern und so aufholen.
Die Zufriedenheit mit dem Einkommen ist 2026 deutlich gesunken. Waren 2025 noch 66% der Freelancer zufrieden, sind es 2026 nur noch 55%. Gleichzeitig steigt der Anteil der Unzufriedenen von 34% auf 45%.
Die wirtschaftliche Lage von Freelancern im DACH-Raum bleibt 2026 angespannt, aber stabil. 34% bewerten ihre Situation als neutral, 30% als gut oder sehr gut. Gleichzeitig geben 35% an, wirtschaftlich unter Druck zu stehen. Damit zeigt sich ein geteiltes Marktbild: Während ein relevanter Teil der Selbstständigen solide oder positive Rahmenbedingungen erlebt, spüren viele weiterhin Unsicherheit, Preisdruck und eine verhaltene Auftragslage, die je nach Fachgebiet anders ausfällt.
An der Umfrage haben 1.310 Freelancer, Freiberufler und Selbstständige teilgenommen.
Noch tiefere Einblicke in die Arbeitswelt von morgen ermöglichen die Fokusseiten zu Deutschlands größter Freelancing-Studie.
Nicht nur der Freelancer-Kompass hilft uns, die Welt des Freelancings besser zu verstehen.