Lernziel: Dickeres Fell! (Teil II)

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Studien belegen, dass Menschen, die sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit auszeichnen, meist über folgende sieben Eigenschaften bzw. Persönlichkeitsmerkmale verfügen.

Sieben Schlüsselqualifikationen:

1. Problemlösefähigkeit: Widerstandsfähige Menschen denken lösungsorientiert; sie beschäftigen sich planend aber nicht besorgt mit ihrer Zukunft.
2. (Selbst-)Verantwortung übernehmen: Widerstandsfähige Menschen lassen sich nicht in eine Opferrolle drängen.
3. Selbstwirksamkeit: Widerstandsfähige Menschen akzeptieren die Dinge, so wie sie sind, aber lassen diese nicht so.
4. Selbstwertgefühl: Widerstandsfähige Menschen glauben an sich und an das, was sie tun.
5. Soziale Kompetenzen: Widerstandsfähige Menschen schotten sich bei Stress nicht ab.
6. Stressbewältigungsstrategien: Widerstandsfähige Menschen haben die Fähigkeit, sich Unterstützung zu organisieren, und können sich entspannen.
7. Positives Denken: Widerstandsfähige Menschen reagieren auf neue Herausforderungen nicht panisch, sondern denken sich: Irgendwie schaffe ich das schon.

Entwicklungshelfer für die Persönlichkeit!

Doch wie können Menschen die vorgenannten Fähigkeiten und Eigenschaften entwickeln? Die positive Nachricht: Sie schlummern in (fast) jedem. Die negative: Ohne externe Unterstützung fällt es den meisten Menschen schwer, diese zu aktivieren. Denn dies setzt die Erkenntnis voraus: Wie reagiere ich regelmäßig in gewissen Situationen? Zum Beispiel bei neuen Herausforderungen? Oder wenn wichtige Entscheidungen anstehen? Des Weiteren: Warum reagiere ich so und nicht anders?

Selbstverständlich können wir uns diese Fragen auch alleine stellen. Doch oft finden wir dann nicht die richtigen Antworten. Zum Beispiel, weil wir gar nicht registrieren, dass wir in vergleichbaren Situationen stets ähnlich reagieren. Oder weil uns unser Verhalten als so selbstverständlich erscheint, dass wir uns gar nicht vorstellen können, anders zu reagieren.

Deshalb empfiehlt es sich, wenn man festgefahrene Verhaltensmuster durchbrechen möchte, sich einen professionellen Sparringpartner zu suchen – zum Beispiel einen Coach, der einen auf „blinde Flecken“ hinweist. Denn nur dann lassen sich – alleine oder mit Unterstützung des Coachs – konkrete Wege erarbeiten, wie zum Beispiel der reale oder empfundene Stress gesenkt und die Widerstandsfähigkeit erhöht werden kann.

Dass es wichtig ist, die Widerstandsfähigkeit der Mitarbeiter zu stärken, um deren Leistungskraft zu bewahren, das haben viele Unternehmen erkannt. Deshalb werden Trainer und Coachs zunehmend mit Anfragen konfrontiert wie: „Können Sie unsere Mitarbeiter dabei unterstützen, eine „dickere Haut“ oder höhere Stressresistenz zu entwickeln?“ Das tun die Unternehmen vorwiegend aus betriebswirtschaftlichen Motiven. Denn sie wissen: Wenn ein Leistungsträger wegen eines Burn-out längere Zeit ausfällt, verursacht das nicht nur erhebliche Kosten. In unserer Organisation entsteht auch Chaos – was wiederum zu noch mehr Stress bei den noch gesunden Mitarbeitern führt.

Hier finden Sie Teil I des Beitrags!


(Bild: © michaeljung – fotolia.com)

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Über den Autor

Sabine Prohaska

Sabine Prohaska ist Inhaberin des Trainings- und Beratungsunternehmens seminar consult prohaska, Wien (Tel.: +43/664-3851767; Email: prohaska@seminarconsult.at; Internet: www.seminarconsult.at), das unter anderem Coaches ausbildet.

Von Sabine Prohaska

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