Wie erstelle ich eine erfolgreiche Freelancer-Homepage?

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Eine eigene Website ist, neben allgemeinen Business-Netzwerken und branchenspezifischen Projektportalen, eine der wichtigsten Selbstmarketing-Plattformen für Freelancer. Welche Elemente bei der Webseiten-Erstellung von besonderer Bedeutung sind, was Sie für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen tun können und wie freie Experten es schaffen, Inhalte für Kunden bereitzustellen, erfahren Sie in diesem Artikel.


  1. SEO-Maßnahmen
  2. Fesselnde Inhalte
  3. Besucherintention erfüllen
  4. Wichtige Aspekte
  5. Besucher wird zum Kunden

Eine Website zu erstellen, ist dank diverser Baukasten-Tools, wie beispielsweise WordPress, Wix, Jimdo oder Joomla, heute viel einfacher als noch vor einigen Jahren. Allerdings hat sich aufgrund des allgemeinen technischen Fortschritts und der Informationsüberflutung zeitgleich die Aufmerksamkeitsspanne enorm reduziert. Der Grund dafür ist, dass wir in einer schnelllebigen Gesellschaft leben und uns dabei die Zeit fehlt, alle Informationen zu verarbeiten, die uns begegnen.

Umso wichtiger ist es, die Website für den Kunden möglichst gut erfassbar und interessant zu gestalten. Der Besucher muss auf den ersten Blick das Gefühl haben, dass er auf der Homepage eine Lösung für sein Problem (hier: der Auftraggeber den passenden Experten für sein Projekt) findet. Hat er dieses Gefühl nicht, wird er die Seite schnell wieder verlassen, was sich dann wiederum negativ auf die Sichtbarkeit der Website auswirken kann.

SEO-Maßnahmen für die Sichtbarkeit

Die erste und mit die wichtigste Aufgabe einer Website besteht darin, das Interesse des Besuchers zu wecken. Für Freelancer, deren eigene Homepage im Internet gefunden werden soll, bedeutet das: Die Webseite sollte in den Einträgen der Suchmaschine möglichst weit oben, am besten an erster Stelle, erscheinen. Damit das passiert, sind SEO-Maßnahmen wichtig.

Info: SEO steht für Search Engine Optimization und beschreibt Strategien, wie Website-Betreiber eine Homepage so optimieren, dass sie bei der Eingabe eines bestimmten Suchbegriffs bzw. eines Keywords oder einer Keyword-Phrase (mehrere zusammenhängende Wörter) möglichst weit vorne landet und damit besonders sichtbar für das Zielpublikum ist.

Dafür ist es essenziell, dass Freiberufler ihre Zielgruppe ganz genau kennen:

  • Welche Probleme hat der Kunde?
    Hierfür sollten Sie eine Zielgruppenanalyse durchführen (die im besten Fall bereits der Businessplan oder Marketingplan enthält) und eine sogenannte „Buyer Persona“, einen Stereotypen Ihres Kunden, erstellen. So finden Sie heraus, welche Probleme und Wünsche der Auftraggeber hat und wie sich dieser verhält. Als Beispiel: Ein 60-jähriger Recruiter aus der IT-Branche bewegt sich anders im Internet, als ein 28-jähriger CEO eines Start-ups der E-Bike-Branche. Dementsprechend sollten Sie Ihre Strategie ausrichten.
  • Wie formuliert der Kunde die Suche nach seinen Problemen?
    Finden Sie heraus, mit welchen Worten (Keywords) Ihre Zielgruppe nach Informationen sucht. Hier gibt es etliche SEO-Tools, die bei der Keyword-Recherche helfen, um nur einige zu nennen: Google Keyword Planner, ahrefs oder Sistrix.
  • Welche Fragen werden in diesem Zusammenhang in Suchmaschinen gestellt?
    Ebenfalls wichtig bei der Recherche, können Fragen sein, die sich Ihre Zielgruppe stellt. Diese können Sie direkt über das Suchfeld der Suchmaschine (Vorschläge bei Eingabe der Suche) herausfinden, oder ebenfalls über spezielle Tools (AnswerThePublic, Ubersuggest etc.).

Lesen Sie auch unsere Tipps zum Thema Selbstmarketing-Strategie und Businessplan.

Ein weiteres wichtiges Element ist die Formulierung des Meta-Titles und der Meta-Description – also des Kurztextes (Snippet), der dem Suchenden innerhalb der Suchmaschine wie zum Beispiel Google angezeigt wird, wenn dieser nach einem bestimmten Suchbegriff sucht. Dabei sollten die Meta-Daten kurz, knackig und auf den Punkt formuliert sein, dass nichts abgeschnitten wird, gleichzeitig aber den Besucher auch neugierig machen.

Wichtige Elemente bei der Homepage-Erstellung: Das Snippet, bestehend aus Title und Description.

Tipp: Eine gut bis sehr gut optimierte Website ist zugegebener Maßen sehr aufwendig und erfordert eine Menge Expertise. Selbst bei optimalen Websites kann es passieren, dass diese einige Zeit benötigen, bis sie entsprechend ranken. Um kurzfristig mehr Sichtbarkeit zu erlangen, kann es für Freelancer sinnvoll sein, ein Profil auf einer Projektplattform wie freelancermap zu erstellen. Der freie Experte profitiert hier von der Reichweite der Seite, ohne viel Aufwand investieren zu müssen.



Schnell zu erfassende, fesselnde Inhalte

Sobald der Besucher auf den Eintrag geklickt hat und die Homepage besucht, folgt die nächste Herausforderung: Der User muss dazu gebracht werden, sich durch Ihre Startseite zu klicken bzw. zu scrollen. Und das funktioniert nur, wenn er schon zu Beginn den Eindruck gewinnt, dass es hier für ihn interessante Infos zu finden gibt. Ein spannender Einstieg kann über eines der folgenden Elemente erfolgen:

  • eine aussagekräftige Headline
  • ein spannendes Video
  • ein überraschendes Bild
  • ein Statement, das zum Nachdenken anregt

Natürlich gibt es beim Erstellen einer professionellen Website noch viele weitere Möglichkeiten, auch eine Kombination der genannten Elemente kann verwendet werden. Aber Achtung: Die Website darf nicht überfüllt wirken, der Nutzer muss sich leicht zurechtfinden. Doch optisch ansprechend und modern sollte die Homepage auf jeden Fall sein.

Außerdem sollte die Website zu Ihnen passen und Ihre „eigene Marke“ repräsentieren. Hierfür kann auch ein Logo mit Wiedererkennungswert genutzt werden, oder ein einprägsamer Firmenname sinnvoll sein. Grafisch aufbereitete Elemente sollten nicht billig oder provisorisch wirken – denken Sie daran, dass Sie sich mit der Website und dem Webdesign selbst verkaufen.

Homepage muss die Besucherintention erfüllen

Nun kommt das Wichtigste: Die Besucherintention muss erfüllt werden. Im Optimalfall findet der User direkt die Lösung für sein Problem, mindestens muss aber die Erwartung erfüllt werden. Dann wird er bleiben und sich intensiver mit der Website und dem Angebot auseinandersetzen.

Der Nutzer sollte die Landingpage intuitiv bedienen können, von Information zu Information und weiter zur Handlungsaufforderung geführt werden. Das funktioniert nur, wenn er schon zu Beginn den Eindruck gewinnt, dass es hier die Lösung des Problems zu finden gibt.

Wichtig dabei: Das Konzept der Webseite. Die Page muss klar und logisch aufgebaut sein. Dabei hilft es, mit dem großen Ganzen zu starten und dann in kleinen Sektionen detaillierte Beschreibungen zu Teilaspekten zu liefern. Freelancer sollten zu Beginn und prompt ersichtlich alle Kompetenzen auflisten – im Verlauf der Seite sollte dann zu jeder der angebotenen Kompetenzen ein kurzer Text und schließlich eine Handlungsaufforderung (CTA) folgen.

Weitere wichtige Aspekte:

  • Die Website muss auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Ein gültiges SSL-Zertifikat sowie ein responsive (mobiloptimiertes) Design, das es Usern ermöglicht, die Seite von unterschiedlichen Geräten wie dem Handy, dem Tablet oder dem Desktop-PC zu öffnen, sind sehr wichtig.
  • Auch die Ladezeit der Website ist ein wichtiger Aspekt. Je kürzer, umso besser. Die Ladezeit ist ein weiterer Teil von On-Page-SEO und ein Rankingfaktor bei Google. Denn je niedriger die Ladezeit, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Besucher abspringt.
  • Auch im Menü sollten sich der klare Aufbau der Webseite widerspiegeln: Die einzelnen Menüpunkte sollten verständlich und klar nachvollziehbar sein.
  • Das Grafikdesign sollte ansprechend gestaltet sein und zur Zielgruppe des freien Experten passen. Handelt es sich beispielsweise um einen IT-Freelancer, der als Hauptkunden die Finanzbranche hat, dann sollte das Design eher sachlich und klar aufbereitet sein. Handelt es sich um die Homepage eines Webdesign Freelancers, der hauptsächlich für Werbeagenturen arbeitet, so sollte die Website möglichst kreativ gestaltet sein, um die Kompetenzen des Freiberuflers so deutlich wie möglich aufzuzeigen.

Conversion: Besucher soll zum Kunden werden

Fühlt sich der Besucher von der Webseite angesprochen, so folgt der nächste Schritt: Der Besucher entscheidet sich, mit dem Website-Betreiber in Kontakt zu treten. Das kann wie folgt passieren:

  • Er trägt sich in einen Newsletter ein.
  • Er nimmt telefonisch Kontakt auf.
  • Er schreibt eine E-Mail oder nutzt das Kontaktformular.

Die Aufrufe (CTAs), sich mit dem Freelancer in Verbindung zu setzen, sollten auf der gesamten Homepage immer wieder auftauchen. Egal ob auf Buttons oder im Text – der neue Kunde sollte immer wieder daran erinnert werden, jetzt Kontakt aufzunehmen. Denn nur so kommt der freie Experte auch zu seinem Ziel: Ein Projekt zu akquirieren und im besten Fall das eigene Netzwerk um einen Stammkunden zu erweitern.

Fazit

Die technische Erstellung einer Website ist einfacher als je zuvor und dank Baukasten- und Content Management-Systemen mittlerweile fast ein Kinderspiel. Die wahre Herausforderung besteht also nicht in der Technik, sondern im nutzerfreundlichen Design, der Struktur und vor allem an den passenden Inhalten. Probieren Sie es aus – sollten Sie Hilfe brauchen, haben Sie immer noch die Möglichkeit, einen Webdesigner (zum Beispiel aus Ihrem eigenen Netzwerk) oder eine Agentur hinzuzuziehen. Viel Erfolg!

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Über den Autor

Gregor Engel

Gregor Engel ist Texter für Kunden in Hamburg und deutschlandweit. Mit seinen Texten und SEO-Kenntnissen unterstützt er alle, die eine gut rankende und leicht verständliche Website benötigen – vom Freelancer über den mittelständischen Betrieb bis zum internationalen Konzern. Wenn Sie also einen Text Freelancer für Webtexte, Blogartikel, Newsletter, etc. suchen, dann ist Gregor Engel Ihr Mann.