6 Fragen, die Sie 2019 noch erfolgreicher werden lassen

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Wer sich im Freelancer-Kompass 2018 die größten Vorteile eines Freelancers angesehen hat, weiß: Unabhängigkeit belegt unangefochten den ersten Platz. Diese Unabhängigkeit bedeutet gleichzeitig aber auch Verantwortung für Sie selbst und Ihre Karriere. Ihre Entscheidungen und Handlungen bestimmen, wie erfolgreich und zufrieden Sie sind. Sie haben Ihr Glück also selbst in der Hand! Natürlich können Sie das ganze Jahr über neue Richtungen einschlagen oder sich verändern. Der Jahreswechsel ist jedoch ein besonderer und traditioneller Moment für solche Entscheidungen, die manchmal auch eine gute Portion Mut erfordern. Wir haben sechs Fragen für Sie, die Sie sich stellen können, um im nächsten Jahr noch erfolgreicher zu werden.

1. Wie steht es um mein Geschäftsmodell?

Wenn Sie einen Businessplan für Ihr Unternehmen geschrieben haben, ist jetzt der Moment, in dem Sie ihn noch einmal ganz genau lesen sollten. Was läuft nach Plan und was nicht? Sind Sie zufrieden mit Ihrem Einkommen? Arbeiten Sie zu viel oder zu wenig? Haben Sie genug Kunden? Vielleicht gibt es nur ein paar kleine Stellschrauben, an denen Sie drehen sollten. Vielleicht brauchen Sie einen neuen Plan? Wer noch keinen Businessplan geschrieben hat, kann das jetzt nachholen und überlegen, wie es mit der Selbstständigkeit weitergehen soll.

2. Wie kann ich meine Job-Zufriedenheit erhöhen?

Als Freelancer ist es nicht immer leicht. Wie bereits erwähnt bedeutet viel Freiheit auch viel Verantwortung, das kann eine hohe Belastung darstellen. Wenn Sie unzufrieden sind, sollten Sie sich darüber klar werden, an welchen Stellschrauben Sie drehen können. Möchten Sie mehr Geld verdienen? Dann überlegen Sie, ob Sie mehr arbeiten können oder müssen, oder ob Sie nicht lieber Ihren Stundensatz erhöhen sollten. Ein großer Faktor bei der Zufriedenheit sind auch Ihre Kunden. Fragen Sie sich ehrlich, ob es nicht Zeit ist, den ein oder anderen Klienten ziehen zu lassen. Wer Rechnungen grundsätzlich erst nach der x-ten Aufforderung bezahlt oder unberechenbar ist, sorgt bei Freelancern automatisch für ein erhöhtes Stresslevel, das sich nicht immer lohnt. 

3. Wie bringe ich mein Unternehmen weiter?

Reflektieren Sie Ihre Marketing- und Geschäftsstrategie vom vergangenen Jahr. Wie bewerben Sie Ihr Angebot? Investieren Sie genug Zeit in die Website-Pflege und in neuen Content zur Suchmaschinenoptimierung? Könnten Sie Ihren Marktwert noch erhöhen, vor allem in der Nische, für die Sie sich entschieden haben? Vor allem sollten Sie hier darauf achten, sich für hochwertige und besser bezahlte Projekte zu bewerben. Eine Absage ist kein Weltuntergang und aus jedem Misserfolg können Sie lernen, was Sie verbessern können. Wichtig ist, dass Sie Ihre Ziele höher stecken. Dazu gehört auch, Projekte unter Ihrem „Niveau“ abzulehnen.

4. Habe ich ein ordentliches Backup?

Auch, wenn Sie kein selbstständiger Entwickler sind, der sich tagtäglich mit Technik auseinandersetzt – um Ihr Geschäft zu betreiben, nutzen Sie in der Regel dennoch Technologien. Das beginnt schon bei den Kontaktdaten Ihrer Kunden, die Sie gespeichert haben. Die meisten Freelancer speichern Verträge, Portfolios, Rechnungen und ihre Arbeit auf dem Computer oder Laptop. Es sollte selbstverständlich sein, doch viele Freelancer haben sich über ein Backup dieser Daten noch keine Gedanken gemacht. Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, sollten Sie das Backup schleunigst nachholen, am besten heute noch. Egal, ob Sie sich für eine Cloud oder externe Festplatten entscheiden – wird Ihnen das Telefon oder der Laptop geklaut oder fangen Sie sich einen Virus ein, werden Sie froh sein über die gespeicherten Daten. Am besten legen Sie regelmäßige Termine für Ihr Backup fest.

5. Kann ich effektiver arbeiten?

Holen Sie das beste aus Ihrer Arbeitskraft heraus? Stellen Sie alle Arbeitsschritte in Frage – nur weil Sie es seit Jahren auf diese eine Weise machen, heißt das nicht dass Sie nichts verbessern können. Überlegen Sie genau, ob Sie Arbeitsschritte automatisieren, deligieren oder outsourcen können. Würde sich für Sie ein Zusammenschluss mit anderen Freelancern lohnen? Was können Sie optimieren? Wenn Sie feststellen, dass gewisse Personen oder Ereignisse Sie regelmäßig aus dem Konzept bringen und dafür sorgen, dass Sie Ihre Arbeit unterbrechen müssen, sollten Sie versuchen, die Abläufe besser zu takten. Wenn Sie ewig für Ihre Steuererklärung brauchen, lohnt sich ein Steuerberater, der Ihnen die Arbeit abnimmt. Es gibt immer etwas, dass Sie verbessern können.

6. Trete ich auf der Stelle?

Manchmal merkt man gar nicht, dass sich seit langer Zeit nichts mehr verändert. Auch Freelancer haben ein Privatleben und können sich nicht rund um die Uhr mit ihrem Unternehmen beschäftigen. Es lohnt sich also, ganz bewusst einen Blick auf die letzten Karriereschritte zu werfen. Bieten Sie seit Jahren die gleichen Dienstleistungen an? Wann haben Sie zuletzt ihr Angebot verändert? Wann haben Sie die letzte Weiterbildung gemacht? Bekommen Sie noch neue Kunden oder arbeiten Sie immer für die gleichen? Langweilen Sie sich? Lernen Sie wieder Neues, vergrößern Sie Ihr Wissen, nehmen Sie die Scheuklappen ab. Nur so können Sie und Ihr Unternehmen sich weiterentwickeln.

Und dann…?

Wenn Sie die sechs Fragen ehrlich beantwortet haben, wird es Zeit, Pläne zu schmieden. Was ist Ihnen beim Lesen durch den Kopf gegangen? Welche neuen Impulse haben Sie bekommen? Schreiben Sie alles auf und machen Sie mehr aus sich und Ihrem Geschäft. Wären Sie Angestellter, hätten Sie in jedem Jahr ein Personalgespräch, um die nächsten Schritte auf der Karriereleiter in Augenschein zu nehmen. Als Freelancer sind sie unabhängig und tragen die Verantwortung für Ihren Erfolg selbst. Fangen Sie heute gleich an!

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Bild: ©Thaut Images – Fotolia.com

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