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ABAP bedeutet "Advanced Business Application Programming" und ist eine auf COBOL basierende Programmiersprache, mit der seit 1990 SAP- R/3-Anwenderprogramme erstellt werden. ABAP selbst ist kein Compiler, sondern eher ein Interpreter. Entwickelt wurde ABAP vom Softwareunternehmen SAP. Hintergrund der Programmiersprache war die Erstellung weitere Software im Umfeld von SAP-Lösungen, welche heute in zahlreichen Firmen zum Einsatz kommt. Betrachtet den grundsätzlichen Aufbau, ist ABAP der Programmiersprache COBOL sehr ähnlich.
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Besonderheiten von ABAP

ABAP weist im Vergleich mit anderen Programmiersprachen besondere Unterschiede auf. Zum Beispiel wird ABAP durch eine Entwicklungs-Workbench unterstützt. Anhand dieser wird paralleles Arbeiten mehrerer Entwickler möglich. Das ist sehr vorteilhaft für große Projekte. Dafür ist ein zu jeder Zeit lauffähiges System notwendig, da jedes geänderte Objekt in Transportaufträgen erfasst und auf das Filesystem exportiert. Von dort aus werden die Aufträge in Folgesysteme importiert. Vorteil diese Transportfolge ist, dass die Entwicklung getrennt vom produktiven Einsatz erfolgen kann und zur selben Zeit mehrere Entwickler an einem Programm arbeiten können.

Eine weitere Besonderheit ist, dass ABAP Datentypen vom Code strikt trennt. Dabei steht für die Definition von Datentypen ein eigenes Tool "Data Dictionary" (DDIC) zur Verfügung. In diesem können auch Dokumentationen und technische Eigenschaften hinterlegt werden. Eine große Erleichterung bei der Korrektur von eventuellen Programmierfehlern besteht darin, dass der Quellcode erst beim erstmaligen Ausführen compiliert wird. Besonders ist auch, dass die Verwendung von tabellarischen Datentypen fest in der Programmiersprache integriert ist.

Typen von Workprozessen im R/3-System

Als Komponenten von Applikationsservern führen Workprozesse die Dialogschritte von Anwendungsprogrammen aus. Ein Workprozess ist in zwei Softwareprozessoren (Dynpro- und ABAP-Prozessor) und eine Datenbankschnittstelle unterteilt.

Der Dynpro-Prozessor:

Dynpro bedeutet "dynamische Programme" in denen Benutzeraktionen programmtechnisch umgesetzt werden. Ein Dynpro besteht aus Dynproablauflogik und einer Bildschirmmaske. Ein großer Teil der Benutzerinteraktionen wird durch die Dynproablauflogik kontrolliert. Die Dynproablauflogik wird durch den Dynpro-Prozessor ausgeführt, der die Kommunikation zwischen SAP GUI und Workprozess übernimmt. Außerdem sorgt er für die Weitergabe von Feldinhalten an den ABAP-Prozessor. Zur Programmierung der Dynpros gibt es im R/3-Basis-System eine eigene Sprache mit dementsprechenden eigenen Sprachelementen.

Der ABAP-Prozessor:

In diesem Prozessor wird die Verarbeitungslogik des Anwendungsprogramms ausgeführt, die in der SAP-eigenen Programmiersprache ABAP geschrieben ist. Der Prozessor kommuniziert außerdem mit der Datenbankschnittstelle. Zuvor wird er vom Dynpro-Prozessor informiert, welches Modul als Nächstes in der Dynproablauflogik abgearbeitet werden muss.

Die Datenbankschnittstelle:

Hier werden verschiedene Dienste zur Verfügung gestellt:

  • Zugang zu ABAP-Datenbanktabellen
  • Transaktionskontrolle
  • Zugang zu ABAP Dictionary
  • Verbindungsaufbau eines Workprozesses zur Datenbank
  • Verbindungsabbau eines Workprozesses zur Datenbank
  • Verwaltung von Tabellenpuffern auf dem Applikationsserver
  • Zugang zu R/3-Repository-Objekten wie Dynpros und ABAP-Programmen

ABAP und Datenbanken

Es gibt dabei zwei verschiedene Möglichkeiten aus ABAP-Programmen auf Datenbanken zuzugreifen, einmal mittels Open SQL und einmal mittels Native SQL.

Die Open SQL:

Open SQL-Anweisungen erlauben einen einheitlichen Zugriff auf die Daten, egal welches Datenbanksystem. Diese SQL-Anweisungen sind dabei vollständig in ABAP integriert. Open SQL erlaubt es, Daten zu lesen und zu verändern. Dabei werden die im Standard definierten Bereiche der Data Definition Language im R/3-System von der ABAP Dictionary übernommen. Außerdem bietet Open SQL die Möglichkeit einer Pufferung von Tabellen auf dem Applikationsserver und spart damit Datenbankzugriffe ein. Allerdings übernimmt dabei die Datenbankschnittstelle die Kontrolle über den Abgleich des Puffers mit den Datenbanken.

Die Native SQL:

Native SQL-Anweisungen sind nicht integriert, sondern nur sehr lose eingebunden. Sie erlauben Zugriff auf alle Funktionen, die von der Programmierschnittstelle des Systems zur Verfügung gestellt werden. Die Anweisungen der Native SQL werden nicht erst geprüft und synchronisiert. Sie werden direkt an das Datenbanksystem übermittelt.


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